"Bravely Second - End Layer" angespielt Ein Apfel auf Rettungsmission

Der zweite Teil von "Bravely Second" ist eine schöne Mischung aus albern und ernsthaft. Das Spiel für Nintendos 3DS-Konsole kann auch Taktiker begeistern.

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Angriff mit Farben: Im Zauberrausch
Square Enix

Angriff mit Farben: Im Zauberrausch


Ein kleiner Tusch, und mein Gegner erscheint auf der Bildfläche: Es ist ein Apfel, in mehrere Scheiben geschnitten und als Männchen zusammengesetzt. Apflin heißt er. Ich nehme das gelassen hin, schließlich befinde ich mich in einem Land namens Luxendarc, in dem der böse Kaiser Verheer die Päpstin Agnes in seiner Gewalt hat. Ich steuere eine Gruppe von Kämpfern um den jungen Yew Genelogia. Und diese drei Kavaliere, wie sie sich selbst nennen, schlucken den Apfel schnell. Auch wenn dieser sich kurz in seine ursprüngliche, runde Gestalt zurück verwandelt und wie ein Baseball einem Mitkämpfer an den Kopf fliegt.

Es ist einfach, sich über japanische Spiele und ihre Vorliebe zur Verballhornung europäischer Namen lustig zu machen. Genau so einfach aber ist es, sie einfach zu genießen und sich der Mischung aus albern und ernsthaft hinzugeben, die "Bravely Second" ausmacht.

"End Layer" ist der zweite Teil eines von Square Enix in Japan entwickelten Rollenspiels für Nintendos 3DS-Konsole. Für Spieler, die den ersten Teil nicht kennen, gibt es am Anfang eine kleine Einführung, die nur wenige Fragen offen lässt. Beziehungsweise: Es wird eine so komplexe Geschichte zusammenfasst, dass ich irgendwann aussteige und auf den Start des eigentlichen Spiels warte. Was bisher geschah, ist auch egal, "End Layer" funktioniert auch ohne dieses Vorwissen.

Defensiv im Kampf: Manchmal ist ein Schild die beste Waffe

Angriff mit Farben: Im Zauberrausch

Der Winter kommt: Der Weg fährt durch den Schnee

Feuerangriff: Die Zahlen sagen einen großen Schaden an.

Im Inneren der Kathedrale: stimmungsvolle Bilder

Große Stadtansicht: Noch besser in 3D

Zu viert gegen den Löwen: Sollte klappen

Zwischen den Orten: Eine grobe Karte hilft bei der Orientierung

Das Spiel fängt bombastisch an, mit einer Kampfszene, die klarmacht, dass Kaiser Verheer seinem Name alle Ehre macht und ich ihn hoffentlich erst zum Ende des Spiels wieder treffe, wenn ich meine kleine Gruppe erst einmal genügend hochgelevelt habe.

Erst einmal streife ich durch Stadt und Land und bewundere die Grafik. Ich stelle fest, dass ich längere Zeit kein 3DS-Spiel mehr in der Hand gehabt habe und mich die 3D-Grafik immer noch begeistern kann. Sie macht aus dem Gerät einen kleinen Schaukasten, in dem ich meine Spielfiguren antreten lasse. Gleichzeitig fuchse ich mich langsam ins Kampfsystem ein, dass sich nicht wesentlich von anderen japanischen Rollenspielen unterscheidet.

Schön, dass ich hier noch taktische Möglichkeiten habe, indem ich Aktionspunkte sammele oder vorweg ausspiele. Auch auf die Gefahr hin, dadurch für einige Runden untätig sein zu müssen. Ich stelle fest, dass ich mich dafür begeistern kann und ich gedanklich den 3DS mit "Bravely Second" in mein nächstes Reisegepäck sortiere.


"Bravely Second: End Layer" von Square Enix, für Nintendo 3DS und 2DS, ca. 40 Euro; USK: Ab 12 Jahren

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insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
silberwoelfin 10.03.2016
1. nicht ganz korrekt
Bravely Second: End Layer ist zwar der zweite Teil des Spiels, aber nicht der zweite Teil von Bravely Second. Teil 1 heißt Bravely Default Musste jetzt glatt selbst erstmal nachgucken, weil mich der Artikel voll verwirrt hat. Bitte auf sowas achten. Danke
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