Von Joachim Budde
Damit sind schon die wesentlichen Mechanismen beschrieben, denn Casa Grande kommt mit wenigen Regeln aus und ist eher abstrakt. Die Spieler lassen ihre Spielsteine mit Hilfe des Würfels auf der Laufbahn um das quadratische Raster des Baufeldes wandern. Sie dürfen ihre Steine auf den Streifen setzen, an dem ihr Spielstein steht. Haben sie genug Bausteine platziert, können sie eine Plattform darauflegen und Geld kassieren. Voraussetzung für den Ausbau ist, dass die Bausteine das richtige Muster bilden. Sobald die ersten Plattformen stehen, kann das Haus in die Höhe wachsen. Auf diese Weise entsteht ein verschachtelter Klotz auf dem Feld, der bei jedem Spiel anders aussieht. Das garantiert Abwechslung. Der Reichste gewinnt.
Casa Grande bietet die richtige Mischung aus Zocken und Strategie. Wer lange wartet, eine Plattform einzuziehen, erhöht die Chance auf viel Geld, riskiert aber auch, dass Gegner ihm zuvorkommen. Viel hängt vom Würfelglück ab, aber auch nicht zu viel, denn wer darauf achtet, stets Bonuspunkte in Reserve zu haben, kann dem Glück entscheidend auf die Sprünge helfen. Die meisten Punkte sind gegen Ende zu haben. Darum können sich die Spieler, die hinten liegen, wieder heranarbeiten - so bleibt es spannend.
Günter Burkhard: Casa Grande, 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren. Spieldauer: ca. 45-60 Minuten, Illustrationen: Franz Vohwinkel, Verlag: Ravensburger, Preis: ca. 23 Euro (günstigster Preis im Online-Handel)
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