Chaos in Videospielen "Ich rannte weg und schaute nie wieder zurück"

Mehr Fouls, als das Spiel erlaubt, Fahren hinter der Leitplanke oder ein brennender Haufen Pixelwesen: Hier erzählen acht Gamer, wie sie in Spielen Chaos verursacht haben - mal mit Absicht, mal aus Versehen.

Konami

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Die meisten Videospiele haben viele Regeln. Oft lässt sich ein Spiel nur durchspielen, wenn man sie befolgt. So gibt es in vielen Games beispielsweise feste Wege oder eine begrenzte Auswahl an Bewegungsmöglichkeiten.

Ebenso gibt es Eingaben, die das Spiel verarbeiten kann, und Eingaben, die es ignoriert. Und Berge, große Gewässer oder auch unsichtbare Wände markieren für den Spieler die Grenzen einer Spielwelt. Sie geben dem Spielbaren ein Ende.

Doch was passiert, wenn Spieler sich nicht an die Regeln der Entwickler halten wollen?

Acht Gamer berichten vom Chaos

Wird ein Spiel gegen den Strich gespielt, werden dabei immer wieder Mechanismen und Grenzen geknackt. Games reagieren dann oft befremdlich, mit Störungen, Abstürzen und sogenannten Glitches. Unter einem Glitch versteht man einen Fehler im Spiel; der kann rein optisch sein, manchmal aber auch etwas ermöglichen, was so von den Entwicklern nicht vorgesehen war - etwa mit der Spielfigur durch eine Wand zu laufen. All das sind die Reaktionen eines Systems, das mit dem Vorgehen des Spielers nichts mehr anfangen kann.

In unserer Bilderstrecke erzählen acht Menschen von chaotischen Spiele-Erlebnissen. Einige davon sind durch Zufall entstanden, andere wurden bewusst hervorgerufen:

insgesamt 9 Beiträge
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levy_izhak 10.12.2017
1. Super soccer auf dem SNES
Ist nicht abgestürzt wenn man zuviel gefoult hat. Sondern man konnte dann keinen tackle mehr ausführen und musste gleiten. Bei StarCraft ist es so, dass keine scurups oder interceptoren gebaut wurden, wenn einheiten limits erreicht wurden. Dadurch ware die Reaver oder Carrier Einheiten nutzlos. Bei Zekda war dieser Trick so einfach, das einige das geschafft hatten, ohne das Spiel zu besitzen. Sie konnten es während sie im Kauffhaus gezockt haben ausführen.
Kamillo 10.12.2017
2.
Es gibt ein Spiel namens „Tanks“ auf dem Commodore 64. Da sieht man auf gelbem Hintergrund von oben ein paar braune Mauern die das Spielfeld umranden und das Feld aufteilen. Zwei Spieler fahren darin mit einem blauen und roten Panzer rum und müssen sich gegenseitig abschießen. Während die Kugel fliegt, kann man sie lenken. Irgendwann haben wir mal entdeckt, dass wenn man mit den Panzern an bestimmten Ecken und Wänden rückwärts ran fährt und weiter gegen die Wände drückt und den Panzer dabei ein bisschen dreht, dass man dann plötzlich unter die Wand durchg36ogen wird, und sich dann untreffbar und unsichtbar außer des Spielfelds weiter bewegt. Aber bei bestimmten Drehwinkeln kann man immer noch in das Spielfeld reinschießen und anschließend wieder die Kugel durch das Spielfeld lenken.
kritischerkritiker 10.12.2017
3. Wenn man die Spiele gespeilt hat..
stellt man schnell fest, dass hier vieles schlichtweg erlogen ist. ISS stürzte nicht ab und bei Starcraft ist ein Einheitenlimit nichts ausergewöhnliches. Wie denn auch? Man muss Depots bauen um überhaupt mehr Einheiten Bauen zu können. Oder will uns der Autor weismachen, nie mehr als 10 Einheiten gebaut zu haben? lol.
Xan1973 10.12.2017
4. Far Cry 2
Ich hab mal aus Langeweile begonnen, Far Cry 2 so realistisch (soll heißen unblutig) wie möglich zu spielen. Das machte mir bald sehr viel mehr Spaß als die vom Spiel geplante und erwartete Vorgehensweise (abwechslungsreicher ist es allemal), man entdeckt viele neue Orte und Möglichkeiten und lernt auch Schwächen des Spieldesigns auszunutzen um seine Ziele zu erreichen. (z.B. einfach mal in Sichtweite abwarten, statt den Waffentransport zu überfallen - die Autos im Spiel verschleißen und bleiben recht schnell fahruntüchtig liegen. Auftrag erfüllt und alle Gegner die den Transport bewachen, haben überlebt...) Unterm Strich entdeckt man unglaublich viel, was einem sonst entgeht und hat damit auch eine besondere Motivation. Vorgesehen ist eine solche Spielweise aber nicht, auch mit komplett unblutig oder sogar passiv erledigten Aufträgen steigt der üble Ruf des Spielers. Die Gegner erzählen sich mit der Zeit immer wildere Schauergeschichten über den "irren Schlachter", wenn man sie belauscht, die Neutralen bekommen zunehmend Angst vor dem Spieler und die Verbündeten loben dass man es "allen gezeigt" hat.
metastabil 10.12.2017
5.
Zitat von kritischerkritikerstellt man schnell fest, dass hier vieles schlichtweg erlogen ist. ISS stürzte nicht ab und bei Starcraft ist ein Einheitenlimit nichts ausergewöhnliches. Wie denn auch? Man muss Depots bauen um überhaupt mehr Einheiten Bauen zu können. Oder will uns der Autor weismachen, nie mehr als 10 Einheiten gebaut zu haben? lol.
Nein, es geht nicht um das Versorgungslimit von 200 Einheiten pro Rasse, sondern um ein Gesamtlimit von Objekten (Einheiten, Gebäude, bestimmte Fähigkeitseffekte), die sich gleichzeitig auf der Karte befinden dürfen. Das soll Lags und Crashes aufgrund einer Überlastung der Engine verhindern, und liegt bei 1700 Objekten. Unter ungünstigen Umständen kann so eine epische Endschlacht aber auch innerhalb dieses harten Limits die Engine dazu bringen, den Dienst einzustellen.
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