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Computerspielmesse E3: Nintendo zeigt Spielenetzwerk Miiverse

Im Vorfeld der Spielemesse E3 hat Nintendo-Chef Satoru Iwata Neuigkeiten präsentiert: Zu sehen gab es den Controller der neuen Konsole Wii U und das Spielenetzwerk Miiverse. Bis zur Markteinführung dauert es aber noch.

Neuer Wii-U-Controller: Touchscreen für die Spielkonsole Zur Großansicht

Neuer Wii-U-Controller: Touchscreen für die Spielkonsole

Die Wii-Konsole des japanischen Herstellers Nintendo soll noch dieses Jahr einen Nachfolger bekommen. Im Vorfeld der Spielemesse E3 in Los Angeles präsentierte Firmenchef Satoru Iwata nun den überarbeiteten Controller der Wii U. Außerdem wurde auf der Online-Pressekonferenz das Spielenetzwerk Miiverse vorgestellt. Auf der offiziellen Nintendo-Konferenz am Dienstag soll es dann vor allem um Spiele gehen, berichtet "Ars Technica".

Nach den Xbox- und Playstation-Nutzern sollen nun auch Nintendo-Spieler ein ausgereiftes Online-Netzwerk bekommen. Die Nutzer der Spieler-Community Miiverse sollen in vielfältiger Weise miteinander kommunizieren können. Der Versand von Textnachrichten ist ebenso möglich wie der von mit dem Stylus geschriebenen Botschaften oder Zeichnungen. Außerdem wird es die Möglichkeit zum Videochatten geben. Dazu wird der Controller via Infrarot mit dem heimischen TV-Gerät verbunden.

Um die Nutzer aber möglichst lange an Spiele zu fesseln, eröffnet die Online-Community verschiedene Wege zum Spielen. Auf dem Startbildschirm können Hunderte Mii-Avatare erscheinen, jedes für ein gerade gespieltes Game. Sie stammen aus den System der jeweiligen Freunde, darüber hinaus von Spielern aus demselben Land oder mit derselben Sprache, die ähnliche Games spielen. Diese Miis können mit anderen kommunizieren. Dabei beschränkt sich der Nachrichtenaustausch nicht auf einen eigenen News-Channel, Botschaften könne via Overlay auch direkt in den Spielverlauf eingeblendet werden.

Der Eintritt ins Miiverse ist dabei nicht nur mit dem hauseigenen Wii U möglich. Auch der Nintendo 3DS erlaubt den Zugang, genauso wie der heimische PC oder Android-Smartphones und iPhones über eine Miiverse-App. Ebenso wie bei der Konkurrenz sollen sich Spiele für die Wii U über das Netzwerk herunterladen lassen.

Nicht ganz klar ist, ob kontaktierte Mitspieler nur bereits befreundete Gamer sein dürfen oder auch völlig fremde Personen. "The Verge" hält zwar Ersteres für wahrscheinlicher, sollte jedoch auch die Kommunikation zwischen Fremden erlaubt werden, würde dies einen "Wechsel von Nintendo Hochsicherheits- und auf Privatsphäre abgestelltes 'Mii Friend Code'-System bezeichnen".

Auch bei "Ars Technica" regieren angesichts der bisherigen Restriktionen, die Nintendo der Kommunikation mit Fremden angelegt hat, einige Zweifel. Es müsse sich erst noch zeigen, wie glatt und holperfrei diese Online-Kommunikation ablaufen werde. Unterm Strich zeige Nintendo mit dem Miiverse jedoch ein deutlich vergrößertes Bemühen um die Welt der sozialen Netzwerke.

meu

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1. Großer "Moderationsbedarf", sonst WC-Wand
MichiD 04.06.2012
Im Vorschauvideo ist zu sehen, wie Nachrichten vieler Miis aus dem gleichen Sprachraum auf dem Gamepad Display auftauchen. Darunter nicht nur Texte sondern auch "gemalte" Mitteilungen. Wenn Nintendo hier wirklich moderieren will, dann wird das aufwendig, denn automatische Filter dürften es schwer haben zwischen WC-Wandmalereien und einem Rezept für "Salat Spreewald mediterran" mit zwei Oliven + Gewürzgurke zu unterscheiden.
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  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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