E-Sport-Titel einfach erklärt Was ist eigentlich... "Rainbow Six Siege"?

Wer gewinnen will, braucht die richtige Taktik: "Rainbow Six Siege" wird in Fünferteams gespielt und zählt zu den beliebtesten E-Sport-Titeln. Hier erklären wir, worum es in dem Online-Shooter geht.

Medienagentur plassma

1. Worum geht es in "Rainbow Six Siege"?

Szenario: Fiktive Einsatzorte rund um den Globus (Fabrik, Anwesen, Biker-Klub und so weiter)

Genre: Taktischer Team-Shooter

Spielmodi: Teammatches 5 gegen 5 (normal und Rangliste), Ego-Perspektive, alternative Solo- und Teamvarianten gegen Computergegner

In "Rainbow Six Siege" sind Sie Teil einer fünfköpfigen Antiterroreinheit oder Terrorgruppe. Erstere muss in der Regel Bomben entschärfen oder Geiseln retten, während die Terroristen die Pläne entsprechend vereiteln sollen. Ist eine Runde vorbei, wechseln Angreifer und Verteidiger die Rollen. Wer zuerst drei Runden gewinnt, holt sich den Gesamtsieg.

Zu Beginn jeder Runde entscheiden Sie sich für einen der sogenannten Operatoren, die realen Spezialeinheiten wie der deutschen GSG 9 oder der russischen SpezNas zugeordnet sind, im Spiel jedoch frei miteinander kombiniert werden. Jeder Operator ist einzigartig, taucht also nur einmal pro Team auf und besitzt spezielle Ausrüstung.

Sledge von der britischen Spezialeinheit SAS nutzt etwa einen Vorschlaghammer, um vom Gegner errichtete Barrikaden einzureißen. Terroristen agieren zum Beispiel mit Sprengfallen und einem Herzschlagsensor, mit dessen Hilfe Gegner leichter entdeckt werden können.

Größte Besonderheit des Spiels sind die zerstörbaren Umgebungen: Durch Beschuss oder spezielle Ausrüstungsobjekte können Sie Wände und Decken durchbrechen. Da Sie außerdem durch Fenster und auf Dächer klettern können, gibt es unzählige Wege, das Einsatzziel zu erreichen und den Feind zu überraschen.

2. Wie kann ich das Spiel spielen?

Plattform: "Rainbow Six Siege" ist für PC, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich.

Preis: Die Standardversion kostet auf allen drei Plattformen 39,99 Euro. Es gibt außerdem günstigere und teurere Varianten wie die Starter- oder die Gold-Edition, die sich inhaltlich unterscheiden.

In-App-Käufe: In-App-Käufe, auch von zusätzlichen Operatoren, sind optional. Das heißt: Sie haben keinen Einfluss auf die Spielbalance und geben in erster Linie Zugriff auf optische Individualisierungsmöglichkeiten bei Kleidung und Waffen.

Altersfreigabe: "Rainbow Six Siege" erhielt von der USK eine Freigabe "ab 18 Jahren".

3. Wie läuft eine Partie "Rainbow Six Siege" ab?

Hier erklären wir das Prinzip in Bildern:

4. Welche Fachbegriffe sollte man kennen?

  • Ansehen: Dies ist die Spielwährung. Mit ihr schalten Sie neue Operatoren sowie visuelle Individualisierungs-Optionen für Ihre Ausrüstung frei. Punkte erhalten Sie unter anderem für erfolgreiche Abschüsse, Rundensiege und Wiederbelebungen von Teamkameraden.
  • Friendly Fire: So heißt der irrtümliche Beschuss von Kameraden. In "Rainbow Six Siege" schaden Ihre Waffen nicht nur Gegnern, sondern auch Ihrem eigenen Team. Sie sollten also nie unbedacht eine Handgranate werfen oder einen Sprengsatz zünden, wenn ein Verbündeter in der Nähe ist.
  • Unterstützermodus: Segnen Sie in einer Runde das Zeitliche, bedeutet das noch nicht das Ende. Auf Wunsch können Sie nach dem Tod zum Beispiel noch Ihre Drohne lenken oder auf Kameras zugreifen.

5. Bei wem lohnt sich das Zuschauen?

  • Macie Jay - YouTube, Twitter und Twitch
    Der 27 Jahre alte New Yorker spielt regelmäßig live auf Twitch. Mit mehr als einer Million YouTube-Abonnenten und über 88.000 Twitter-Followern zählt er zu den beliebtesten "Siege"-Streamern. Manchmal teilt er auch peinliche oder außergewöhnlicher Spielerlebnisse.
  • Matimi0 - YouTube, Twitter und Twitch
    Aus seinem echten Namen macht der US-Streamer ein Geheimnis. Der Qualität seiner Inhalte schadet das nicht. "Matimi0" veröffentlicht immer wieder Clips, die besonders gelungene Spielzüge oder lustige Programmfehler zeigen.
  • Evan Braddock - YouTube und Twitter
    Während andere Streamer gern trocken oder wenig kommentieren, fühlt man sich bei Evan fast so, als wäre man Teil seines Teams. Das liegt auch daran, dass er und seine Mitspieler im Sprach-Chat gern Witze machen.

6. Was sind die wichtigsten Turniere?

In "Rainbow Six Siege" kämpfen nicht nur die Profis um üppige Preisgelder. Auch begabte Normalsterbliche dürfen sich regelmäßig in den Ranglisten-Matches etwas dazuverdienen oder sich mit ihrem Team für eines der Profiturniere qualifizieren. Zu letzten Turnieren zählen zum Beispiel:

  • Six Major: Vom 13. bis 19. August 2018 findet in Paris die Endrunde des ersten Six-Major-Turniers im Paris Expo Porte de Versailles statt. Die teilnehmenden Teams aus Europa, Asien und Nord- sowie Südamerika kämpfen um Preisgelder in Höhe von insgesamt 350.000 Dollar.
  • Dreamhack Montreal: Im Olympia-Stadion von Montreal steigt vom 7. bis 9. September 2018 die Dreamhack, bei der insgesamt 16 Topteams antreten. Das Gesamtpreisgeld beträgt 50.000 Dollar. Der Gewinner qualifiziert sich zudem für die Teilnahme am Six Major 2019.
  • Pro League Season 8 - Finals: Am 17. und 18. November 2018 treffen die besten acht Teams der Rainbow Six Pro League aus Europa, Asien sowie Nord- und Lateinamerika in Rio de Janeiro aufeinander. Insgesamt werden im reinen K.-o.-Wettbewerb 167.000 Dollar an die Teilnehmer ausgeschüttet. Das Siegerteam kassiert 75.000 Dollar.

Video: Profi-Gamen in China

Deutsche Welle


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Seite 1
Meckerameise 11.08.2018
1.
"In-App-Käufe: In-App-Käufe, auch von zusätzlichen Operatoren, sind optional. Das heißt: Sie haben keinen Einfluss auf die Spielbalance und geben in erster Linie Zugriff auf optische Individualisierungsmöglichkeiten bei Kleidung und Waffen." Jein. Da jeder Operator mit eigenen Fähigkeiten daherkommt und die Operator untereinander Synergien herstellen können (Thatcher zerstört elektronische Geräte, die verstärkte Wände schützen und Thermite kann mit seiner Sprengladung dann eben diese Wände zerstören etc.), sind die Operatoren schon nicht ganz unerheblich. Gerade, wenn die Anpassung der Fähigkeiten erst nach einiger Zeit erfolgen und manche zu stark sein können. Die Operatoren, die seit Veröffentlichung dabei sind, sind mittlerweile alle sofort freigeschaltet, aber zuvor mussten diese Standardoperatoren erst freikauft werden und die später veröffentlichten brauchen schon einige Spielzeit, bis man genug Währung zusammengekratzt hat. Gerade in Ranked geht es in Richtung "Metabuilds", also Optimierung der Ausrüstung der Operatoren inklusive des obligatorischen Besitzes dieser. Aber immerhin lassen sich eben alle Operatoren auch ohne zusätzliches Geld freispielen.
MerlinXX 12.08.2018
2. In App Käufe
"In-App-Käufe: In-App-Käufe, auch von zusätzlichen Operatoren, sind optional. Das heißt: Sie haben keinen Einfluss auf die Spielbalance und geben in erster Linie Zugriff auf optische Individualisierungsmöglichkeiten bei Kleidung und Waffen." Ja, das ist auch “die große Lüge” bei League of Legends (LOL). Offiziell sind alle gleich gut, aber in Wirklichkeit gibt es eben doch kleine Vorteile, die gerade bei Turnieren entscheidend sind.
ryze 12.08.2018
3.
Ich habe eine Frage. Warum Fokussieren sich Magazine wie der Spiegel oder die Zeit immer auf die Shooter. Gefühlt kriegt der Mainstream nur die Shooter wie PUBG und FORTNITE ab die momenten Mütter in Aufregung bringen. Was ist mit Giganten wie LOL und Dota2 die seit Jahren den Esport Markt führen. Diese Spiele werden gefühlt nie erwähnt.
Leser161 12.08.2018
4. Cs
Ah wie Counterstrike. Ja verstehe, das Spielprinzip ist seit 20 Jahren ein Kracher. Wie sagt man heute? In your face - Killerspieldräuer.
stefan_r1993 13.08.2018
5. nicht wirklich richtig
Zitat von Leser161Ah wie Counterstrike. Ja verstehe, das Spielprinzip ist seit 20 Jahren ein Kracher. Wie sagt man heute? In your face - Killerspieldräuer.
Im Grunde ist das Rundenziel zwar ähnlich, allerdings ist die Realitätsnähe von Schaden, Spielgeschwindigkeit, Zielen etc. überhaupt nicht vergleichbar mit CS. Zumal hier die Wahl der Operater zusätzlich entscheidend ist. Und auch Teamwork spielt eine wesentlich größere Rolle, wenn zb mehrere Gegner getäuscht bzw. flankiert werden ... in dem Maße habe Ich das in CS nie erlebt. R6S ist hier deutlich anspruchsvoller.. mit einem guten Squad kann man auch den herausragendsten Einzelnspieler bezwingen ...und vorallem kann man richtig anlegen ;) Allgemein ist Rainbow six nichts für casual gamer.. das wars auch noch nie, denn Reihe gibts seit über 20 Jahren. Spieler die nur mal schnell eine Runde daddeln wollen und sich mit der Spielmechanik nicht weiter vertraut machen, werden schnell die Lust verlieren ... das ist eben kein CS, Call of Duty o.ä. .. ein gezielter Treffer und es ist vorbei und man darf erstmal 5 Minuten zuschauen bis es weiter geht. Noch am ehesten zu verlgeichen mit CoD MW1 search n destroy im Hardcore Modus mit extrem reduzierter Spielgeschwindigkeit. Allerdings absolut nicht mit CS - Meiner Meinung nach. Deshalb finde Ich den vergleich nicht allzu zutreffend :)
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