Angespielt: Eine Stunde mit "New Super Mario Bros. 2"

Von Carsten Görig

Fortsetzung eines Klassikers: In "New Super Mario Bros. 2" müssen der berühmte Klempner und sein Bruder Luigi wieder Prinzessin Peach befreien. Die Story ist bekannt, das Spiel für Nintendos 3DS trotzdem aufregend.

Angespielt: Die neuen Abenteuer von Super Mario Fotos
Nintendo

Die Nummerierung von Spielen wird immer absurder. Bei "Final Fantasy" wird seit einiger Zeit die lateinische Zahl mit einer arabischen kombiniert, was zu Ergebnissen wie "XIII-2" führt. Das klingt eher nach einem tiefergelegten Auto als nach einem Spiel. Aber vielleicht ist diese Anspielung ja beabsichtigt. Nintendo hingegen setzt einfach eine Zwei ans Ende, lässt vorne ein "New" stehen und hofft, dass dieser Widerspruch niemandem auffällt.

"New" ist hier in der ersten Stunde wenig, die Zwei trifft es besser. Der 3-D-Effekt? Nett anzuschauen, aber letztlich überflüssig. Die Geschichte? Prinzessin Peach wird von Bowser und seinen Untergebenen entführt. Hat irgendjemand ernsthaft etwas anderes erwartet? Die Level? Wüsten, Wasser, Festungen mit Lavagruben. Eine Eislandschaft wird bestimmt auch bald kommen. Das Spielprinzip? Münzen sammeln, auf Schildkröten hüpfen (bevor Nintendo-Fans anfangen zu hyperventilieren: Ich weiß, die heißen Koopas), möglichst nicht in Abgründe fallen. Es ist das Gameplay, das Nintendo seit dem ersten "Donkey Kong" verfeinert. Das ist 1981 erschienen.

Daraus zu folgern, dass "New Super Mario Bros. 2" ein wunderbares Spiel ist, scheint etwas gewagt. Dennoch muss ich es einmal sagen: "New Super Mario Bros. 2" ist ein wunderbares Spiel! Eben weil ich vom ersten Anschalten an lächeln muss. Weil die Steuerung nahezu perfekt ist. Weil Mario so toll jauchzt. Weil Koopas und Goombas im Takt der Musik hüpfen. Weil ich mich sofort zu Hause fühle und weil ich mich sehr ärgern kann, wenn ich wieder einmal danebengesprungen bin.

Das sagen die Anderen: "New Super Mario Bros. 2" wird vor allem für die technische Perfektion gelobt. Viele Kritiker stören sich an fehlenden neuen Ideen und dem Recycling alter Welten. Die Wertungen sind trotzdem überwiegend gut bis sehr gut.


"New Super Mario Bro. 2" von Nintendo für Nintendo 3DS, ca. 40 Euro; USK: ohne Altersbeschränkung

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1. Und immer noch:
OneTwoThree 25.08.2012
Sich lieber eine alte NES besorgen und das Original spielen. Verstehe irgendwie nicht, warum mein entsprechender Kommentar von vorgestern nicht veröffentlicht wird. Passt das nicht in die Werbestrategie?
2. optional
melkor23 26.08.2012
Wenn man seit Jahren über Videospiele schreibt, wie in der Autorenspalte behauptet wird, sollte man die Nummerierung von Final Fantasy-Spielen kennen und nicht so tun, als ob das eine eigene Wissenschaft wäre. Final Fantasy-Teile haben storytechnisch nichts miteinander zu tun. Wenn man ein storytechnischer Nachfolger erscheint, bekommt die römische Zahl hält noch eine arabische Zahl dahinter. Was ist daran absurd? Und New Super Mario Bros. 2 ist halt der Nachfolger zu New Super Mario Bros., das auf dem DS erschien und wahrscheinlich eines der erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten ist. Von den Ablegern New Super Mario Bros. Wii und New Super Mario Bros. U würde der Autor dann wohl komplett verwirrt.
3. Zwei-Spieler-Modus quasi entfernt
f-fighter 26.08.2012
War es im "alten" Super Mario Bros. noch möglich, dass man den Zwei-Spieler-Modus als sogenanntes Downloadspiel mit nur einer Spielkarte starten konnte, ist das in der neuen Version 2 leider nicht mehr möglich. Nintendo hat sich dazu entschlossen, dass man das Spiel gefälligst zweimal kaufen muss, um den Zwei-Spieler-Modus nutzen zu können. Wenn man zwei Kinder hat, die dieses Spiel gerne miteinander spielen möchten, muss man nun 90,- EUR berappen. Vielen Dank auch an Nintendo! Prima das die aktuellen Umsatzprobleme nun die treuen Familienkunden ausbaden dürfen. Da kommt man langsam wirklich zu der Überlegung, ob man nicht doch die Mod-Karten einsetzen soll. Denn wie es so schön heißt: Der Ehrliche ist meist der Dumme.
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Zum Autor
  • Carsten Görig liebt obskure Bands, seine Gitarre und seine Familie. Seit vielen Jahren schreibt er außerdem über Videospiele. Für Angespielt bei SPIEGEL ONLINE probiert er die wichtigsten Titel aus - immer genau eine Stunde lang.

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