Games im Livestream Facebooks Antwort auf Twitch lautet fb.gg

Mit Twitch betreibt Amazon die führende Streaming-Plattform für Gamer. Facebook baut gerade ein Konkurrenzangebot auf - mit einem Förderprogramm für Spieler und einer Sammelstelle für ihre Übertragungen.

Facebooks neue Sammelstelle für Gaming-Inhalte
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Facebooks neue Sammelstelle für Gaming-Inhalte


Anderen live beim Computerspielen zuschauen, ist unter Gamern so beliebt, dass Amazon 2014 für die führende Streamingplattform Twitch knapp eine Milliarde Dollar ausgab. Seither versuchen YouTube und zunehmend auch Facebook, dem Angebot etwas entgegen zu setzen.

Facebook baut nun sein Förderprogramm für streamende Gamer aus, damit diese mit ihren Übertragungen Geld verdienen können. Gleichzeitig bietet das Unternehmen unter dem Kurzlink fb.gg eine Art Sammelplatz für Gamer-Streams und Videoaufzeichnungen an, die sonst über das ganze soziale Netzwerk verteilt und schwerer zu finden sind.

Nutzer bekommen auf fb.gg eine Art personalisierte Gaming-Timeline, basierend auf den Spielen und Spielern, denen sie folgen, den Gruppen, zu denen sie gehören und den Seiten, die sie mit "Gefällt mir" markiert haben. Sie können auch außerdem Streams ansehen, die auch ihre Freunde kürzlich aufgerufen haben.

In einem Blogpost kündigte Facebook an, fb.gg auch durch die finanzielle Förderung von Gamern und E-Sports-Veranstaltungen bekannter machen zu wollen. Mit dem weltweit größten E-Sports-Turnierveranstalter, der Electronic Sports League (ESL) kooperiert Facebook ohnehin schon. Wichtige Turniere der ESL überträgt Facebook exklusiv. E-Sport ist die Bezeichnung für professionelles Computerspielen auf einem hohen Level.

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Jeder Stern ist einen Cent wert

Mit seinem "Level up" genannten Programm steigt Facebook auch in die Monetarisierung von Gaming-Streams ein - so ähnlich, wie es bei Twitch üblich ist. Dort können erfolgreiche Streamer an Werbeeinnahmen beteiligt werden (wie auch bei YouTube). Sie können Abonnements für Zuschauer anbieten, und sie können über die Chatfunktion Spenden sammeln. Dazu tauschen Zuschauer echtes Geld in eine virtuelle Währung, die sie dann dem Streamer schenken.

Ein solches System baut auch Facebook auf, es heißt Facebook Stars. Für jeden "Star", den ein Streamer gespendet bekommt, zahlt Facebook ihm einen US-Cent, wie "TechCrunch" berichtet. Das Unternehmen verdiene an dem Umtausch von echtem in virtuelles Geld auch mit.

Wichtiger als diese Einnahmen dürfte es für Facebook aber sein, mit den Livestreams die Verweildauer seiner Nutzer auf der Plattform zu erhöhen, um mehr Werbung anzeigen zu können.

pbe

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