Frauen über die Gamesbranche "Realistische Brusthaarbewegungen scheinen wichtiger als komplexe Frauenfiguren"

Fast die Hälfte aller Gamer sind Frauen. Entwickelt werden Videospiele aber hauptsächlich von Männern. Doch es tut sich etwas. Fünf Frauen, die in der Gamesbranche arbeiten, berichten Kritisches und Positives.

Fans bei einer "League of Legends"-Übertragung
AFP

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Es ist eine Zahl, die manchen überraschen dürfte: Auswertungen des Branchenverbands game zufolge sind in Deutschland 47 Prozent aller Videospielnutzer weiblich.

Viele Entwickler jedoch sind Männer, auch die Vermarktung von Videospielen liegt oft in ihrer Hand, genauso wie Spielerezensionen: Unter Games-Journalisten gibt es nur wenige Frauen. Bei der Belegschaft in Gamestudios kommt die Zählung des Verbands auf einen Frauenanteil von 27 Prozent. Da ist es vielleicht kein Wunder, dass manches Videospiel auch heute noch fragwürdige Frauenbilder und Klischees transportiert.

Wir haben fünf Frauen, die beruflich mit der Gamesbranche zu tun haben, nach ihren Erfahrungen gefragt. Sie berichten von Entwicklerkonferenzen mit Frauen in Cheerleader-Outfits, sexistischen Kommentatoren - und warum sie trotzdem glauben, dass sich gerade einiges tut in der Branche.



insgesamt 75 Beiträge
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Nonvaio01 20.05.2018
1. die haelfte aller gamer sind frauen
das ist extrem duerftig. Welche spiele diese 45% denn? Das ist wichtig denn es gibt unterschiedliche spiele. Reden wir von den Blockbustern fuer Konsolen, Handy Games oder Rollen und strategie spiele? Denn jedes Genre hat seine spieler typen. Ich spiele FIFA, GTA,Battlefront,PvZ,F1 und einige andere in der gleichen katoegorie. Ich spiele meist online und niemals habe ich dort eine Frau getroffen.
feinbein74 20.05.2018
2. ...
Eigentlich ein handfester Skandal, dass man Frauen verboten hat Spiele zu entwickeln! Die Hälfte aller Gamer sind Frauen? Dann stellt euch mal eine halbe Stunde in die Spiele Abteilung beim Elektrofachmarkt eures Vertrauens...
GEZ_Hasser 20.05.2018
3. frei, ein Leben religiöser Erfüllung zu führen
Wenn dem so sein sollte: wer verbietet Frauen sich "ihre" Spiele zu programmieren und zu verbreiten? Wenn der Markt danach ruft, dann wird die Nachfrage sicher auch befriedigt. Wer will sich schon ein gutes Geschäft entgehen lassen? Die nicht endende Diskussion, wie man Frauen und Männer "gleichmacht", ist ist kontraproduktiv. Genauso wie jedwede Quote in allen Bereichen.
Phil2302 20.05.2018
4. Ich finde es extrem sexistisch
zu sagen, dass Männer nur sexistische Spiele programmieren können! Und, liebe Autoren, wenn mehr Frauen Computerspielen programmieren sollten, dann sollten vielleicht mehr Frauen Informatik studieren! Ich kann es einfach nicht mehr hören dieses Rumgereite auf dem Geschlecht. Nichts ist heutzutage wichtiger als das Geschlecht, ich dachte, man will genau das Gegenteil erreichen?
meimei 20.05.2018
5.
Was für ein komischer "Artikel". Natürlich sind etwa 50% der Gamer weiblich, ist ja eines der zwei (wesentlichen) Geschlechter. Bei den kritisierten Spielen ist das aber zu bezweifeln. Die Art von Spielen liegt halt dem männlichen Geschlecht etwas mehr. Und natürlich wird entsprechend entwickelt. Es geht um Geld. Es wird unglaublich übertrieben mit dem ganzen PC, SJW können mir gestohlen bleiben. Ich habe mittlerweile schon fast eine Allergie, obwohl ich eigentlich sehr aufgeschlossen bin. Mich regt nur diese einseitige und nicht dialogfähige, sich ständig wiederholende Geschichte auf. Das Leben ist nicht fair, ob als M oder W oder dazwischen geboren. Es ist nicht M, oder W oder dazwischen, das das andere unterdrückt. Es ist Macht, Geld oder auch mal Biologie und Interessen*. Es gibt Rentenpunkte für Mütter, es wird geschrienen wie ungerecht der weiße (speziell bezogen auf USA) Mann bevorzugt wird. Gleichzeitig wird z.B. ignoriert, dass Mann zum Wehrdienst (oder Ersatzdienst) gezwungen wurde. Habe so auch ein Jahr meines Lebens verloren und statt zu verdienen habe ich netto einige tausend Mark miese. Kurz vor dem Ende (aussetzen) der Wehrpflicht wurden nur noch 20-30% der männlichen Bevölkerung eingezogen bzw. mussten Ersatzdienst leisten. 70-80% kamen drum rum. Das ist für die 20-30% auch sehr ungerecht, hört man da was? Heute hat man als Mann eher weniger Chancen als eine Frau. Schulische, das wird sich irgendwann auch im Arbeitsmarkt niederschlagen, dem NICHTTARIFLICHEN natürlich, denn wenn Tarif, ist es Geschlechtsneutral! Es gibt nach wie vor sehr viel Förderung für Mädchen, aber selbst wenn Jungen gefördert werden, gibt es dann evtl. sogar einen Skandal drum, dabei ist die Begründung einfach die gewesen, dass hier Bedarf vorlag. (Artikel, müsste auch hier auf SPON drüber berichtet worden sein) Vorstände, Quote?? Vollkommen egal und irrelevant, Vorstand wird man nicht wegen Qualifikation, sondern Netzwerken. Ärgerlich wird es, wenn eine Quote auf mittleres Management aufgezwungen wird, mindestens für eine Übergangsgeneration, bei denen Männer dann kaum Aufstiegschancen bekommen. Schlimm wäre es, wenn es eine "Frauenquote" ist, und keine "Geschlechterquote".
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