"Anthem" Biowares Wette auf den Online-Erfolg

"Anthem"
Electronic Arts

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"Ich will, dass sie sich an die Freiheit erinnern", sagt Game Director Jon Warner auf die Frage, was Spielern in 20 Jahren einfallen soll, wenn sie an "Anthem" zurückdenken.

Mit dieser Freiheit möchte EA seine neue Open-World-Hoffnung gern überschreiben und so auch einen Reiz für die Fans setzen, die vom Studio hinter "Anthem", also Bioware, eher Rollenspiele wie "Mass Effect" oder "Dragon Age" erwarten.

Mir verspricht Jon Warner, dass dank der großen Freiheit im Spiel auch Singleplayer-Spieler auf ihre Kosten kommen. Schließlich habe man den Anspruch, auch in diesem auf Online-Multiplayer ausgelegten Spiel eine Geschichte zu erzählen. Wie das funktionieren soll, bleibt jedoch offen.

Allgemein ist "Anthem" schwer einzuordnen. Es ist ein Action-Rollenspiel. Es ist aber auch ein Onlinespiel, das erst mit anderen Spielern in vollem Umfang erlebbar wird. Es bietet konfigurierbare Fluganzüge, die sich aufrüsten lassen, es wird viel geschossen. Diese Undefinierbarkeit könnte einer der Gründe sein, warum viele Fans von Bioware bislang eher verhalten auf "Anthem" reagieren.

Die Freiheit derweil lässt sich beim Spielen schon ganz gut erfahren. Etwa dann, wenn der Spieler in die Luft springt und dieser Sprung direkt in einen schnellen Flug übergeht. Aus dem Flug kann er dann in einen Hover-Mode übergehen, also auf der Stelle schweben und dabei schießen. Um sich vor Überhitzung zu schützen, kann er anschließend durchs Wasser fliegen und die Maschinerie seines Anzugs so abkühlen.

"Anthem"
Electronic Arts

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Laufen, fliegen, schweben, schwimmen, das fließt in "Anthem" ineinander. Auch die Schusswechsel mit Wesen, die alle recht insektenähnlich aussahen, gehen gut von der Hand. Die Demoversion des Spiels, die ich auf der Gamescom teste, dauert 20 Minuten. Leider darf ich die Welt nicht frei erkunden. Auf der Messe ist halt wenig Zeit für Freiheit.

Auch nach meinem Termin stellt sich mir die Frage, was genau "Anthem" sein möchte. Möchte es wirklich auch Geschichten erzählen? Ein Rollenspiel sein? "Destiny" Konkurrenz machen? Und wie lange kann Freiheit unterhalten, bis sie ihren Reiz verliert? Die Antworten gibt es nächstes Jahr.


Das Spiel erscheint am 22. Februar für PC, Xbox One und die Playstation 4.



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