Geknacktes Playstation-Netz: Weltweite Wut über Sonys Datenpanne

Das Datenleck in Sonys Playstation Network sorgt in vielen Ländern für Empörung. In Deutschland fordern Datenschützer und Politiker Aufklärung und drohen mit Schadensersatzansprüchen. In den USA und Großbritannien interessieren sich Politik und Staatsanwälte für den Fall.

Sony-Spielcontroller: Empörung über Konsolen-Netzwerk-Datenleck Zur Großansicht
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Sony-Spielcontroller: Empörung über Konsolen-Netzwerk-Datenleck

Berlin/Tokio/Washington - Sonys gewaltiges Datenleck, bei dem vermutlich persönliche Informationen von mehr als 70 Millionen Nutzern in die Hände Krimineller fielen, sorgt weltweit für Empörung. In den USA gab ein Unterausschuss des Repräsentantenhauses eine Untersuchung des Falls in Auftrag, mehrere US-Staatsanwälte haben begonnen, sich mit der Angelegenheit zu befassen, und eine US-Anwaltskanzlei hat in Kalifornien bereits eine Sammelklage gegen Sony angemeldet. Auch deutsche Politiker und Datenschützer sind empört.

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, hat als Konsequenz aus dem riesigen Datenklau schärfere internationale Datenschutz-Standards gefordert. "Ich glaube, wir brauchen hier in diesem Zusammenhang keine anderen Gesetze", sagte er im ARD-Morgenmagazin am Donnerstag. "Wir brauchen aber stärkere internationale Instrumente, um den Datenschutz zu gewährleisten." Notwendig sei also ein sehr hohes internationales Datenschutzniveau.

Verstoß gegen deutsches Datenschutzrecht?

Der Leiter des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, sieht das anders als sein Kollege Schaar. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er: "Die Bundesregierung sollte den Fall Sony zum Anlass nehmen, das deutsche Datenschutzrecht endlich auf die Höhe der Zeit zu bringen." Weltkonzerne wie Facebook, Google oder Sony seien in Deutschland faktisch nicht für Versäumnisse beim Datenschutz haftbar zu machen.

Schaar hält es für durchaus möglich, Sony in Deutschland für mögliche Schäden zur Verantwortung zu ziehen: "Der Konzern muss haften, wenn hier Schäden eingetreten sind." Abgesehen von Fällen, in denen Kunden nachweislich ein Schaden entstanden ist, könnte Sony möglicherweise auch gegen deutsches Recht verstoßen haben, indem das Unternehmen Kunden erst eine Woche nach dem Einbruch über den Datendiebstahl informierte.

Der japanische Konzern habe mit dieser verzögerten Bekanntgabe "ein extrem unseriöses und rechtswidriges Verhalten an den Tag gelegt", sagte der Fachanwalt für Informationstechnologierecht, Peter Heyers, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das sei ein Rechtsverstoß. "Nach Paragraf 42a des Bundesdatenschutzgesetzes hätte Sony dies sofort veröffentlichen müssen." Deshalb müsse das Unternehmen auch für Schäden haften, die nun möglicherweise dadurch entstanden seien, dass die Nutzer nicht rechtzeitig gewarnt und informiert worden seien, so der Experte.

Die Union ließ es sich nicht nehmen, empört zu fordern, Sony müsse für mögliche finanzielle Schäden durch den Datenklau haften: "Ich sehe hier Sony klar in der Haftung", sagte der rechtspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), der "Frankfurter Rundschau". Dass Sony für nachweisbare Schäden durch den Diebstahl haften muss, steht nach deutschem Recht aber gar nicht in Frage - die Union fordert, was ohnehin gilt.

"Ausgeklügeltes Sicherheitssystem"

In Großbritannien untersucht das Büro des "Information Commissioners", eine Art Datenschutzbeauftragter, den Fall. Man habe Sony kontaktiert und prüfe derzeit, ob das Verhalten des Unternehmens britische Gesetze zum Datenschutz verletzt habe.

Sony hatte bereits am 19. April den Zugang zu seinem Konsolen-Netzwerk für die Playstation 3 und zu dem Download-Shop Qriocity gesperrt, seine Kunden aber erst am Mittwoch darüber informiert, dass Kriminelle die eigene Kundendatenbank geknackt hatten. Ein Sony-Sprecher erklärte die Informationspolitik damit, dass "mehrere Tage forensischer Untersuchungen" nötig gewesen seien, um herauszufinden, dass Nutzerdaten durch den Hackerangriff auf das eigene Netzwerk kompromittiert worden seien. Als gesichert gilt, dass folgende Daten von Nutzern des Playstation-Netzwerks und von Qriocity in die Hände der Einbrecher gelangen konnten:

  • Name
  • Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl)
  • Land
  • E-Mail-Adresse
  • Geburtsdatum
  • Playstation Network/Qriocity Passwort und Login
  • PSN Online ID

"Möglich" ist laut Sony außerdem, dass Rechnungsanschrift, Sicherheitsfrage zum Passwort und Kaufhistorie kopiert werden konnten. Sony behauptet, die Kundendaten seien durch ein "sehr ausgeklügeltes Sicherheitssystem geschützt" gewesen, das jedoch bei einem "böswilligen Angriff" ausgeschaltet wurde. So ganz stimmt das nicht, denn aus Sonys erweiterter Erklärung zum Datendiebstahl geht hervor, dass die Passwörter der Kunden nicht verschlüsselt gespeichert wurden.

In der Sony-Erklärung zum Vorfall auf der US-Website des Konzerns steht wörtlich: "Die gesamte Kreditkartendatenbank war verschlüsselt und wir haben keinen Hinweis darauf, dass Kreditkartendaten entwendet worden sind." Die Datenbank mit den persönlichen Informationen hingegen war "nicht verschlüsselt", gesteht Sony ein. Da viele Nutzer dasselbe Passwort bei mehreren Internetdiensten verwenden, sollten Kunden schnellstens ihre Logins bei Diensten wie Ebay, Facebook und Google Mail ändern. Kriminelle nutzen gekaperte Konten bei solchen Diensten für Betrügereien.

Passwörter unverschlüsselt in Datenbanken zu speichern, entspricht nicht dem Stand der Technik. Standard-Webdienste wie WordPress speichern seit Jahren die Nutzer-Passwörter verschlüsselt in Datenbanken. Dabei werden die Passwörter nicht nur einfach mit einem Algorithmus verschlüsselt, sondern auch zufällige Zeichenfolgen angehängt, damit Angreifer gängige Passwörter nicht einfach anhand von Wörterbüchern per Durchprobieren erraten können. Sonys Erklärung zu dem Vorfall legt nahe, dass der Weltkonzern bei der Sicherung der Kundenpasswörter für das Playstation-Netzwerk nicht einmal diese Standard-Verfahren genutzt hat.

Aktien verlieren in Tokio über vier Prozent

Sony-Aktien verloren am Mittwoch an der US-Technologiebörse Nasdaq etwa zweieinhalb Prozent an Wert, im japanischen Nikkei-Index fielen Sony-Anteile um über vier Prozent.

Am Mittwochabend erklärte die US-Kanzlei Rothken, sie werde im Auftrag zunächst eines einzelnen Playstation-Nutzers eine Klage gegen Sony anstrengen. Rothken hat beantragt, die Klage als Sammelklage zuzulassen, und es dürften sich schnell weitere Sony-Kunden finden, die bereit sind, sich anzuschließen. Weitere Klagen sind offenbar in Vorbereitung. "Dies ist ein gewaltiges Datenleck und die Klienten, die sich bei uns gemeldet haben, sind sehr wütend, nicht nur wegen des Lecks selbst sondern weil Sony offenbar volle fünf Tage auf den Informationen saß", erklärte Jay Edelson von der Kanzlei Edelson McGuire, die auf Sammelklagen im Zusammenhang mit Datenverlusten spezialisiert ist. Seine Kanzlei werde in den kommenden 24 Stunden entscheiden, ob eine eigene Klage angestrengt werde.

Die kalifornische US-Abgeordnete Mary Bono Mack wies das Personal des Unterausschusses für Wirtschaft, produzierendes Gewerbe und Handel an, den Fall zu untersuchen, um zu erkunden, ob dazu eine Anhörung nötig sei. Der Abgeordnete Bobby Rush aus Illinois erklärte, er werde einen Gesetzentwurf erneut vorlegen, der Firmen zu schärferen Sicherheitsvorkehrungen zwingen soll. Senator Tom Carper aus Delaware hofft auf ein umfassendes Cyber-Sicherheitsgesetz noch in diesem Jahr.

Sony hatte den Vorfall dem FBI gemeldet, dessen Cybercrime-Abteilung eine Untersuchung eingeleitet hat.

cis/lis/dpa/Reuters/dapd

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insgesamt 83 Beiträge
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1. Sonys Datenpanne
Niamey 28.04.2011
Zitat von sysopDas Datenleck in Sonys Playstation Network sorgt für in vielen Ländern für Empörung. In Deutschland fordern Datenschützer und Politiker Aufklärung und drohen mit Schadensersatzansprüchen. In den USA und Großbritannien interessieren sich Politik und*Staatsanwälte für den Fall. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,759425,00.html
Cybercrime hat leider immer etwas mit reellen Straftaten und meist sehr reellen Schäden für die Nutzer zu tun. Da ich mir dessen sehr bewußt bin, habe ich keinerlei hippe Cybersonstwas konten oder Zugänge wo meine Kreditkartendaten etc. hinterlegt sind. Hey, sehen wir das mal von der positiven Seite: Vielleicht wird jetzt so mancher selbst geschädigter Politiker wach und wird insbes. das "safe harbour Abkommen" mit den USA nochmal auf die Probe stellen. Das ist das Lascheste was es auf dem Markt gibt und die speichern dort auf Teufel-komm-raus alles was die über uns kriegen können.
2. ......
Ajuhzee 28.04.2011
Ich glaub die meisten wollen einfach wieder online zocken können... aber die Online-Dienste bleiben weiter eingestellt... Darüber regen sich die Leute doch vor allem gerade auf...
3. Moderne Bestrafung - Liebesentzug
avollmer 28.04.2011
Wer bei sozialen Netzwerken Sony folgt, kann seinen Missmut damit ausdrücken, dass er vorerst oder auf Dauer die Freundschaft kündigt - "gefällt mir nicht mehr" anklickt, beispielsweise.
4. Jaja
braintainment 28.04.2011
Ein Grund mehr seine Playstation zu patchen und mit Raubkopien zu spielen... da kommt man erst gar nicht in Verlegenheit seine Daten preiszugeben ;-)
5. Titel schön blöd
ratxi 28.04.2011
Zitat von sysopDas Datenleck in Sonys Playstation Network sorgt für in vielen Ländern für Empörung. In Deutschland fordern Datenschützer und Politiker Aufklärung und drohen mit Schadensersatzansprüchen. In den USA und Großbritannien interessieren sich Politik und*Staatsanwälte für den Fall. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,759425,00.html
Empört sind die Leute zumindest unterbewusst eher darüber, dass sie selbst den ganzen Daten-Wahn mit machen und durch ihr Verhalten noch forcieren. Da man sich das aber ja nicht eingestehen darf, wie blöd man ist, muss die Schuld selbstredend woanders liegen...
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Spielkonsolen: Die aktuelle Generation
Wii
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Der kleine Konkurrent kann im Gegensatz zu den Konsolen der Rivalen keine hochauflösende Grafik bieten, sondern liefert herkömmliche Fernsehauflösung. Trotzdem ist das Gerät so beliebt, dass der Hersteller bisher keine Preissenkung angekündigt hat. In den USA überholte die Wii im Juli 2008 Microsofts Xbox 360, was die Verkaufszahlen angeht. Die Konsole zeichnet sich durch einen bewegungssensitiven Controller und bewegungsorientierte Zusatzgeräte wie das "Balance Board" aus. Mit simplen Sport- und Spaß-Spielen hat sie für die Branche neue Zielgruppen erobert. 2009 führte Nintendo eine Erweiterung für den Controller namens Wii Motion Plus ein, die Bewegungen der Spieler noch präziser erfassen helfen soll. Einen ausführlichen Wii-Test finden Sie hier .
Playstation 3 und 2
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Der direkte Konkurrent von Microsofts Xbox 360 - die beiden Konsolen konkurrieren um die Hardcore-Gamer, die auch bereit sind, für hochauflösende Spielgrafik einen entsprechenden Fernseher zu kaufen. Im März 2007 kam die Konsole in Europa auf den Markt. Im Juli 2008 gab es sie entweder mit 40- oder mit 60-GB-Festplatte - im August 2009 wurde die PS3 slim vorgestellt, mit 120-GB-Festplatte und für einen niedrigeren Preis als das Vorgängermodell. Damit ist sie immer noch die teuerste unter den aktuellen Modellen. Die PS3 gibt ein hochauflösendes Videosignal über einen HDMI-Ausgang aus. Als einzige, momentan erhältliche Spielkonsole enthält sie ein Blu-ray-Laufwerk, mit dem sich auch hochauflösende Blu-ray-Discs abspielen lassen. Einen ausführlichen Test des ersten PS3-Modells finden Sie hier.

Im September 2010 kam in Deutschland die Erweiterung Playstation Move auf den Markt. Das Bewegungssteuerungs-System basiert auf der Konsolenkamera Playstation Eye und Controllern, die leuchtende Kugeln an der Spitze tragen. Die Kamera verfolgt die Bewegungen dieser Kugeln, gleichzeitig sorgen Lage- und Bewegungssensoren für ein noch genaueres Bewegungs-Abbild. Ein sogenanntes Starter-Pack enthält die Kamera und einen Move-Controller, es kostete im Herbst 2010 etwa 80 Euro. Weitere Controller sowie die mit einem Joystick ausgestatteten "Navigation Controller" müssen jeweils extra gekauft werden. Eine Ausrüstung für vier Spieler kann schnell so viel kosten wie eine ganze Konsole. Es sind jedoch auch im Preis reduzierte Bündel-Angebote erhältlich.

Sony hat als einziges der großen Unternehmen noch eine zweite Wohnzimmer-Konsole im Rennen: Die Playstation 2 verkauft sich noch immer, und es geht auch nach wie vor eine Menge Software für das Gerät weg, das in seiner Ur-Version im Jahr 2000 auf den Markt kam. In erster Linie verkaufen sich für das inzwischen geschrumpfte Gerät Partyspiele wie "SingStar" und das Quiz-Spiel "Buzz".
Xbox 360
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Microsofts High-Definition-Konsole ist von den drei aktuellen Konkurrenten am längsten auf dem Markt, nämlich seit Ende 2005. Microsoft schraubte seitdem mehrmals an Preis und Ausstattungsmerkmalen. Die 360 hat ein normales DVD-Laufwerk.

Die aktuellen Modelle geben HD-Bilder über einen HDMI-Ausgang aus. Im Juni 2010 stellte Microsoft eine neue, kleinere, nun durchgägnig schwarze Xbox 360 vor, die serienmäßig mit einem HDMI-Ausgang und einem Wifi-Modul für drahtlosen Netzzugang ausgestattet ist. Das Gerät soll zudem deutlich leiser sein als die vorangegangenen Modelle. Sie kostete in Deutschland zunächst gut 300 Euro. Eine preiswertere Version mit nur vier Gigabyte Flashspeicher, aber ohne Festplatte kostete im Herbst 2010 etwa 180 Euro. Einen ausführlichen Test der ursprünglichen Xbox 360 finden Sie hier.

Im November 2010 kam Micorosofts Bewegungssteuerungs-System Kinect auf den Markt. Es funktioniert ohne physische Controller, erfasst werden die Bewegungen der Spieler von zwei Kameras. Zudem sind in die balkenförmige Kinect-Erweiterung Mikrofone eingebaut. Das System erfasst Bewegungen des ganzen Körpers und kann außerdem auf gesprochene Anweisungen reagieren. Mit Kinect lassen sich nicht nur Spiele steuern, sondern auch die Benutzeroberfläche der Konsole bedienen, Filme starten, pausieren und stoppen und Videochats führen. Kinect kostete bei der Einführung etwa 150 Euro, inklusive eines Spiels. Diverse Bündel-Angebote mit samt einer Konsole sind ebenfalls erhältlich.
Sony PSP
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Die Playstation Portable, auf dem Markt seit 2005, ist Sonys erster Versuch, von dem traditionell von Nintendo ("Gameboy") beherrschten Markt für mobile Spielgeräte ein Stückchen abzuzwacken. Seit 2007 gibt es eine etwas dünnere Version namens Slim and Lite. Die Mobilkonsole kann nicht nur Spiele darstellen, sondern auch Filme und Musik abspielen. Außerdem lässt sie sich per W-Lan mit dem Internet verbinden. Filmdownloads und andere Inhalte können von der PS3 auf die PSP verschoben werden, außerdem kann die Mobilkonsole über einen Internetzugang als eine Art Fernbedienung für die PS3 benutzt werden. Die PSP ist auf dem Markt für mobile Spielgeräte Zweiter hinter Nintendos DS. Im Juni 2009 wurde das neue Modell PSP go vorgestellt, das ein herausschiebbares Unterteil mit den Bedienelementen darauf aufweist und deshalb deutlich kleiner ist, dafür aber kein Laufwerk mehr für Sonys UMD-Disk-Format hat. Spiele, Bilder, Filme und Musik sollen darauf direkt heruntergeladen werden. Die 2008 eingeführte PSP 3000 mit UMD-Laufwerk soll aber weiterhin produziert werden. Einen ausführlichen Test der ursprünglichen PSP finden Sie hier .
Nintendo DS
Der Nintendo DS ist seit 2005 in einer ersten Version auf dem Markt, seit 2006 in einer schlankeren Ausgabe namens DS Lite (abgebildet). DS steht für "dual screen". Die Konsole hat einen normalen und in der unteren Hälfte einen Touch-Screen. Spiele werden über Tasten oder aber einen Stylus, mit dem der Touchscreen bearbeitet wird, gespielt. Der DS lässt sich wie die PSP über W-Lan mit dem Internet verbinden, auch Online-Spiele und Spielereien wie Bilder-Chat sind so möglich. Mit Spielen wie "Nintendogs" und "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging" erschloss der DS neue Zielgruppen für Mobilkonsolen. Der DS ist das derzeit meistverkaufte mobile Spielgerät. Seit der Markteinführung wurden der kleinere DS Lite und zuletzt, Ende 2008 bzw. Anfang 2009 der DSi nachgeschoben. Letzterer weist als Neuerung unter anderem zwei etwas größere Bildschirme und zwei VGA-Kameras auf (eine auf der Bildschirm-Seite, eine auf der Gehäuse-Außenseite). Einen Testbericht über die erste Version des Nintendo DS finden Sie hier , einen Bericht über den aktuellen DSi finden Sie hier . Seit März 2010 gibt es den DSi XL, der einen größeren Bildschirm (4,2 Zoll) verfügt. Bei der Electronic Entertainment Expo im Juni 2010 in Los Angeles stellte Nintendo ein neues Gerät namens 3DS vor, das dreidimensionale Darstellungen auf einem der beiden Bildschirme erlaubt, ohne eine Spezialbrille erforderlich zu machen. Preis und Erscheinungstermin wurden zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht genannt.


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