Von Carsten Görig
Schon wieder vorbeigeflogen. Dabei hatte ich doch den Schwachpunkt des Gegners genau anvisiert. Dann ist aber irgendetwas geschehen, das mich vom Kurs abgebracht hat, und Kat hängt wieder in der Luft, weit vom rettenden Boden entfernt. Natürlich ist jetzt die Energie zu Ende, die die Schwerkraft aufhebt, und sie fällt in die Tiefe.
Kat ist die Protagonistin in "Gravity Rush", einem neuen Spiel für die Playstation Vita. Sie muss verschiedene Teile einer schwebenden Stadt wieder zusammenfügen und Monster bekämpfen. So zumindest stellt es sich in den ersten Stunden des Spiels dar. Die Geschichte wird sehr schön über kleine Comic-Bilder erzählt, die man per Wischen weiterschiebt.
In "Gravity Rush" spielt man mit der Schwerkraft. Am Anfang fühlt sich das sehr ungewohnt an. Mit einer Taste hebt man die Gravitation rund um Kat auf. Dann zielt man mit dem Controller der Vita dorthin, wo die Protagonistin landen soll, und schießt sie durch den Raum.
Meistens landet Kat allerdings erst einmal dort, wo sie nicht sein sollte. Nach einigen Versuchen mache ich es besser und habe richtig Spaß an dem Spiel. Vor allem, weil ich immer neue Tricks entdecke. Ich finde zum Beispiel schnell heraus, wie Kat kopfüber an der Wand laufen kann. Wie man die großen Gegner richtig anvisiert, habe ich allerdings noch nicht heraus. Aber da werden mir die nächsten Stunden helfen, denn "Gravity Rush" ist auf seine eigene Art fesselnd. Noch besser wäre es, wenn die Musik irgendwie auf das Spielgeschehen reagieren würde - statt in einer nervigen Endlosschleife zu laufen.
Das sagen die anderen:
Die Mehrheit der Kritiker ist begeistert. "Gravity Rush" wird für seine Ideen, das Gameplay und die Grafik gelobt. Kritiker bemängeln vor allem schwierige und unausgegorene Kämpfe.
"Gravity Rush" von Sony für Vita, ca. 40 Euro; USK: Ab 12 Jahren
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