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Hardware-Hacking: So baut man einen Tentakel-Roboter für 100 Euro

Drei Menschen, 24 Stunden, 100 Euro Budget: Die Designer Thomas Gläser, Markus Jaritz und Philipp Sackl haben für das Magazin "Weave" mit extrem knappen Budget einen Roboter gebaut und programmiert, den man durch ein Labyrinth fernsteuern kann. Hier ihre Anleitung zum Billig-Hardwarehacking.

Mein erstes ferngesteuertes Auto - ein Hi-Jacker, den man während der Fahrt höherlegen konnte - werde ich nie im Leben vergessen! Und tatsächlich hat sich an der Freude, Maschinen durch die Gegend zu manövrieren, bei mir bis heute nichts geändert. Dann fühle ich mich ein Stück weit in die Kindheit zurückversetzt, als die Kreativität noch keine Grenzen kannte. Der Alltag des Designers sieht oft anders aus: kleine Budgets, chronischer Zeitmangel und wagemutige Konzepte, die in den häufig zitierten Schubladen verschwinden - so lange, bis irgendwann ein großherziger Sponsor sich erbarmt und sie vielleicht doch noch wachküsst.

Weave Magazin

Aber so viel Zeit verstreichen zu lassen, ist nicht nötig, denn interaktive Installationen müssen nicht immer teuer und kompliziert sein. So sorgt zum einen neue Hard- und Software dafür, dass sich mit Kreativität und bewusstem Verzicht auf komplizierte "Hightech" bereits viele interessante Anwendungen realisieren lassen. Zum anderen findet sich in den eigenen vier Wänden bestimmt das eine oder andere elektronische Spielzeug aus Kindertagen zum -Ausschlachten.

Softwareseitig gibt es bereits zahlreiche gute Alternativen, die häufig aus offener Quelle stammen. In puncto Physical Computing ist das auf Designer ausgelegte Arduino-Konzept einzigartig und lässt andere Physical-Computing-Plattformen alt aussehen. Die Alternativen sind für Designer oft zu komplex, zum Teil nicht Open Source und dazu im Schnitt teurer. Darüber hinaus wird das Arduino-Sortiment konstant erweitert. Neuentwicklungen wie Fritzing oder -TinkerKit sorgen außerdem dafür, dass die Einstiegshürde weiter sinkt.

Dieses Tinkering-Tutorial zeigt, dass man mit wenigen Mitteln und ein paar Grundkenntnissen schöne Anwendungen basteln kann. Dabei nahmen wir uns vor, binnen 24 Stunden ein Low-Budget-Projekt zu realisieren, dessen Ausgang wir selbst nicht kannten. Eines aber stand fest: Ganz im Sinne des Hacking-Gedankens wollten wir ein Spielzeug auseinandernehmen, um es zu verstehen, und - verbessert - wieder zusammensetzen. Heraus kam ein kleiner Roboter, der sich per Tastatur durch ein Mixed-Reality-Labyrinth steuern lässt.

Planen, Programmieren, Basteln - die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Roboterbau:

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