Neue Spiele à la "Pokémon Go" Bald stehen Dinos an jeder Straßenecke

Zwei Jahre nach "Pokémon Go" wird die Jagd wieder eröffnet: Demnächst laufen virtuelle Dinosaurier durch die Straßen - und Wesen aus "Harry Potter". Wird sich der Hype von 2016 wiederholen?

Werbebild zu "Alive" im Play Store von Google
ludia

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Dinosaurier in der heutigen Welt, im Zweifel direkt um die Straßenecke: Damit wollen die Entwickler des kanadischen Studios Ludia im Frühjahr möglichst viele Gamer und Dino-Fans ansprechen. "Jurassic World Alive" heißt ihr Spiel, das am Dienstag mit einem kurzen Trailer angekündigt wurde.

Der Spieler hat darin unter anderem die Aufgabe, mithilfe einer Umgebungskarte Dinosaurier zu finden, von denen er mit einer virtuellen Drohne DNA-Proben entnehmen kann. In Arenen soll er außerdem mit seinen eigenen Kreaturen gegen die anderer Spieler antreten können.

Dass der Trailer des Spiels auf den ersten Blick an "Pokémon Go" erinnert, dürfte Absicht sein. Nach dem riesigen Hype um das Niantic-Spiel 2016 hatte es letzten Sommer kein Spiel mehr geschafft, im öffentlichen Raum - und damit auch in der Presse und in den App-Charts - derart präsent zu sein. Dass allein in Deutschland Hunderttausende Menschen auf den Straßen virtuelle Kreaturen jagten, die sie aus ihrer Jugend kannten, entpuppte sich rückblickend doch als temporäres Phänomen.

Gamer mögen Dinosaurier

Für 2018 scheinen die Entwickler von Ludia nun aber zu hoffen, dass "Alive" an den Erfolg von "Pokémon Go" anknüpft. Und völlig unberechtigt ist diese Hoffnung nicht: Dass Dinosaurier ein Thema sind, das Gamer begeistert, hat sich in der Spielegeschichte immer wieder gezeigt.

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Zudem locken auch die "Jurassic Park" und "Jurassic World"-Filme seit vielen Jahren recht verlässlich Zuschauer ins Kino. Diesen Juni startet mehr oder weniger passend zum "Alive"-Release der neueste Film "Das gefallene Königreich".

Ludia selbst hat mit "Jurassic World: Das Spiel" und "Jurassic Park Builder" schon zwei Handy-Spiele zur Reihe entwickelt, die laut Nutzerbewertungen zumindest als halbwegs passable Mobil-Spiele gelten, trotz ihrer In-App-Käufe.

Ein "Harry Potter"-Spiel als Konkurrenz

Ein Selbstläufer ist ein Spiel wie "Alive" trotz seiner bekannten Marke und einer Augmented-Reality-Funktion im Stil von "Pokémon Go" aber nicht. Zum Problem für Ludia könnte zum Beispiel werden, dass mancher Monsterjäger von 2016 gerade eher dem neuen Spiel der "Go"-Macher entgegenfiebert.

Worum es im nächsten Spiel von Niantic gehen wird, ist schon seit dem Herbst bekannt: Die "Go"-Entwickler wollen ein Spiel namens "Harry Potter: Wizards Unite" auf den Markt bringen, vermutlich noch diesen Sommer. So haben sie diesmal zwar keine Pokémon in ihrem Spiel, können aber erneut die Kindheitserinnerungen vieler Menschen wecken. Auf der Website von "Wizards Unite" ist derzeit noch nebulös von einem baldigen Erscheinen des Spiels die Rede.

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Aufgabe des Spielers ist es auch im "Harry Potter"-Spiel, die eigene Umgebung zu erforschen und magische Kreaturen zu suchen. "Wer weiß, wen Sie in Ihrem örtlichen Park treffen werden?", hieß es letzten Herbst in einer Ankündigung des Spiels. Und auf der Spiel-Website versprechen die Entwickler, "hochmoderne erweiterte Realitätstechnik" werde "die Magie um uns herum" enthüllen: Es gibt also auch hier eine Augmented-Reality-Funktion.

Wie direkt sich "Alive" und "Wizards Unite" letztlich Konkurrenz machen, ist schwer abzusehen, zumal es momentan aussieht, als würde das Dinosaurier-Spiel zuerst in den App-Stores landen. Im Play Store von Google kann man sich für "Alive" schon jetzt vorregistrieren, bei "Wizards Unite" ist dies bislang nicht möglich. Erscheinen soll das Spiel für Android- und iOS-Geräte, dasselbe dürfte beim Konkurrenten der Fall sein.

mbö



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unbekannt5555 07.03.2018
1. Pokemon Go
Leider daneben. Es gibt genug regionale P Go Gruppen die von Whatsapp zu Telegramm umziehen müssen, da sie die maximale Gruppengröße von 255 Teilnehmern sprengen. Die jagt geht mit vielen Mitspielern weiter, da P Go auch ständig erweitert wird. Selbst der Vorläufer Ingress, auf dem alle diese basieren hat immer noch eine lebhafte Szene...seit 5 Jahren. Nur weil es nicht täglich in den Medien ist, ist es nicht tot. Totale Journalistenblase.
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