Von Markus Böhm
"Das ist ohne Zweifel das Allerbeste, was ein Mensch jemals erschaffen hat" - mit derart überschwänglichen Kommentaren reagierten Spieler im Sommer 2011 auf die Ankündigung von "Mari0". Die Idee der zwei Entwickler: Sie wollen Klempner Mario mit einer "Portal"-Gun auf "Super Mario Bros." loslassen. Mit jener Waffe aus den "Portal"-Spielen also, die Dimensionstore in Wände und Böden schießt. Alles, was in eines der Portale hineingeht, kommt aus dem anderen wieder heraus.
Dieses Spielprinzip haben die "Mari0"-Entwickler auf die Jump'n'Run-Welt des Klempners übertragen. Das Spiel von Maurice Guégan und Saso Smolej steht auf Stabyourself.net für Windows, Linux, Mac OS X zum Download bereit. Kostenlos. "Hätten wir für 'Mari0' Geld verlangt, hätten wir eventuell innerhalb weniger Stunden eine E-Mail mit Schadensersatzforderungen von Nintendo im Postfach gehabt", meint Programmierer Guégan, nach dessen Auskunft das Mashup bereits über eine Million Mal heruntergeladen wurde.
"Super Mario Bros." mit der "Portal"-Gun durchzuspielen, erfordert Geschick - und Disziplin. Denn häufig findet sich der Spieler in alten Hüpfroutinen wieder, ohne Einsatz der neuen Waffe. Klappt ja auch. Immerhin haben die Entwickler an den Langzeitspaß gedacht. Bis zu vier Spieler können "Mari0" gleichzeitig spielen, zudem gibt es einen einfach zu bedienenden Leveleditor. Sogar ein Online-Modus ist geplant, zeigt ein YouTube-Clip.
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