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Microsofts Xbox Kinect im Test Schwitzend an die Spitze

Kinect vs. Move: Neue Regeln
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2. Teil: Das Prinzip der drei Augen - wie funktioniert Kinect?

Kinect ist ein vor oder auf dem Fernseher aufzustellender Querbalken, der auf einem motorisierten Fuß montiert ist und artig den allzu breiten Kopf hebt, wenn man ihn einschaltet. Beim Videochat via Kinect soll er einem sogar folgen können, wenn man aufsteht. Das aber war zum Testzeitpunkt noch nicht zu prüfen.

Der Balken starrt den Spieler aus drei Augen an: Eines sendet Infrarotstrahlen aus, ein zweites fängt sie wieder ein, das dritte ist eine normale Webcam. Die Kameraaugen warten, dass man winkt.

Durch die Menüs wird mit Zeigen und Warten navigiert. Erst, wenn der kleine Cursor-Kreis vollgelaufen ist, geht es mit der nächsten Menüebene weiter. Das wird mit der Zeit lästig, zumal sich die Wartedauer nicht den persönlichen Vorlieben anpassen lässt.

Ergänzt werden die Kameras von Mikrofonen: Mit dem Ruf "Xbox Stop!" kann man Filme aus dem Konsolenshop Zune Marketplace anhalten (in Deutschland allerdings derzeit noch nicht, Microsoft zufolge erst ab Frühjahr 2011). Was aber ohnehin kaum mehr als ein Gimmick ist, denn die Gestensteuerung funktioniert schneller und verlässlicher.

Der Raumbedarf der neuen Technik ist enorm: Wer vor seinem Fernseher nicht drei bis vier Meter Platz schaffen kann, wird es schwer haben, das System richtig zu nutzen. Ohne Möbelrücken geht es kaum. Schon das zeigt, wohin die Reise geht: Kinect ist nicht für Kabuffs im Studentenwohnheim gedacht, sondern für geräumige Wohnzimmer. Kinect funktioniert als Familientechnologie mit familiärem Platzanspruch. Der Eindruck wird bestätigt durch die familienfreundliche Software, die am Ende jeder Daddelrunde kurze Filmchen von den zappelnden Spielern vor dem Fernseher zeigt, was verlässlich für Gelächter sorgt. Microsoft hat Nintendos digitale Utopie von der Spielfamilie entführt und ihr die Fesseln abgenommen.

Die eigentliche Magie aber liegt nicht in der Hard-, sondern in der Software: Sie erkennt menschliche Körper, erfasst Gelenke und Körperteile und kann so jede Bewegung des Spielers ziemlich präzise in die Bewegung einer Spielfigur verwandeln - mit einer gewissen Zeitverzögerung, die aber von sauber programmierten Spielen mühelos überdeckt wird. Das sieht man zum Beispiel am Tischtennis-Modus von "Kinect Sports": Dort mit Slice oder Topspin den Gegner hin- und herzuhetzen macht so viel Spaß, dass es ganz egal ist, dass der Ball in der Zeitlupenwiederholung manchmal von der Spielfigur und nicht vom Schläger abzuprallen scheint.

Weil man auch hin- und her-, vor- und zurücklaufen muss, um ordentlich zu spielen, kommt man spätestens nach zwei Sätzen ins Schwitzen. Und gefährdet nebenbei Steh- und Hängelampen in der näheren Umgebung.

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insgesamt 46 Beiträge
Emil Peisker 09.11.2010
Aber Herr Stöcker.... Das ist ja pure PR für Microsoft! Oder haben Sie selbst die 3 Systeme bespielt und so den Beitrag "erarbeitet"?
Zitat von sysopSpitzentechnik von Microsoft - geht das? In Sachen Spielkonsolen auf jeden Fall: Die Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 lässt Nintendos Wii alt und Sonys Move blass aussehen. Ein Test zeigt: Die Technik ist*beeindruckend - und verlangt vom Spieler vollen Körpereinsatz ohne Controller. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,728079,00.html
Aber Herr Stöcker.... Das ist ja pure PR für Microsoft! Oder haben Sie selbst die 3 Systeme bespielt und so den Beitrag "erarbeitet"?
Selbstverständlich habe ich die drei Systeme selbst ausprobiert. Andernfalls würde ich mir ein solches Urteil nicht erlauben. Mit PR hat das hier rein gar nichts zu tun. Sondern mit einer klaren Meinung.
Selbstverständlich habe ich die drei Systeme selbst ausprobiert. Andernfalls würde ich mir ein solches Urteil nicht erlauben. Mit PR hat das hier rein gar nichts zu tun. Sondern mit einer klaren Meinung.
euthyphron 09.11.2010
Tja, wenn SPON nicht über Apple schreibt, kann das schnell zu Irritationen führen ...
Zitat von Emil PeiskerAber Herr Stöcker.... Das ist ja pure PR für Microsoft!
Tja, wenn SPON nicht über Apple schreibt, kann das schnell zu Irritationen führen ...
MarcoR 09.11.2010
Tolles System, nur leider ist Kinect für mein (eigentlich gar nicht so kleines) Wohnzimmer ungeeignet. Bei notwendigen 3 Metern möbelfreiem Abstand zum Fernseher (und das gleiche nochmal in der Breite, um mit 2 Personen [...]
Tolles System, nur leider ist Kinect für mein (eigentlich gar nicht so kleines) Wohnzimmer ungeeignet. Bei notwendigen 3 Metern möbelfreiem Abstand zum Fernseher (und das gleiche nochmal in der Breite, um mit 2 Personen gleichzeitig zu spielen) dürfte ich dieses Problem wohl auch nicht alleine haben. Da wird es wohl noch einige lange Gesichter geben, wenn Ottonormalfamilie beim Aufbauen des Systems merkt, dass die Platzverhältnisse daheim etwas von der Microsoftschen Werbefantasie abweichen... Bei mir jedenfalls bliebe nur komplettes Umstellen der Möblierung, was allerdings bei der Frau auf eingeschränkte Begeisterung stoßen dürfte. ;-) Also merke - bei der nächsten Wohnungs- bzw. Haussuche auf "Kinecttauglichkeit" des Wohnzimmers achten!
404NotFound 09.11.2010
Naja, da hier ja meist, wie ich finde vollkommen zu unrecht, Apple in alle Höhen gepriesen wird, mag es manche Leute verwundern, dass Microsoft durchaus Dinge gut machen kann. Oder hat mal einer in nem Applethema von PR [...]
Naja, da hier ja meist, wie ich finde vollkommen zu unrecht, Apple in alle Höhen gepriesen wird, mag es manche Leute verwundern, dass Microsoft durchaus Dinge gut machen kann. Oder hat mal einer in nem Applethema von PR geredet...?
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