E-Sport-Spiel einfach erklärt Was ist eigentlich... "Overwatch"?

Im Online-Shooter "Overwatch" duellieren sich zwei Sechserteams. Dabei zählt vor allem die Taktik: Wer seine Helden klug kombiniert, gewinnt eher. Hier erklären wir Einsteigern, wie das Spiel abläuft.

Medienagentur plassma


1. Worum geht es in "Overwatch"?

Szenario: Fiktive Zukunftswelt im Comicstil. Die Schauplätze sind in Deutschland, dem Irak, den USA und anderen Ländern angesiedelt.

Genre: Helden-Shooter

Spielmodi: Team-Matches Sechs gegen Sechs (normal und Rangliste), Angriffs- und Eskortmissionen (plus Hybrid) sowie Kontrolle und kompetitiver Arcade-Modus

Blizzards "Overwatch" ist ein sogenannter Helden-Shooter, in dem Sie als Mitglied eines sechsköpfigen Teams gegen eine gegnerische Gruppe gleicher Größe antreten. Sie eskortieren bewegliche Zielobjekte oder müssen mehrere Zonen einnehmen beziehungsweise verteidigen. Ihre Widersacher verfolgen jeweils ein konträres Ziel.

Zu Match-Beginn wählen Sie einen von aktuell 28 spielbaren Charakteren (Stand: September 2018). Die Charaktere sind jeweils einer von drei Klassen zugeordnet und unterscheiden sich spürbar in Statur, Bewaffnung sowie verfügbaren Spezialfähigkeiten. Die stärkste davon nennt sich ultimative Fähigkeit und muss zunächst in der Schlacht aufgeladen werden, bevor sie gezündet werden kann.

Sogenannte Tanks zum Beispiel sind stärker und besitzen mehr Lebensenergie, sie bewegen sich im Gegenzug jedoch tendenziell langsamer und können aufgrund ihrer Größe leichter getroffen werden. Bei der Support-Klasse liegt der Fokus auf dem Heilen und Stärken von Verbündeten. Blieben noch die Helden der Schadensklasse: Die agieren im Regelfall mit schnell feuernden Waffen und teilen dabei ordentlich aus. Scharfschützin Widowmaker, die mit Wärmesicht und Snipergewehr unterwegs ist, spielt sich dabei gänzlich anders als der flinke Reaper mit seinen Doppelshotguns.

Typisch für "Overwatch": Stirbt Ihr Charakter im Gefecht, können Sie einfach in die Rolle eines anderen, noch nicht selektierten Helden wechseln und Ihr Glück mit dessen Fähigkeiten versuchen. Freischaltbare Waffen-Upgrades oder zusätzliche Talente, die Sie sich durch tagelanges Spielen verdienen, sind in "Overwatch" nicht vorgesehen. Vielmehr geht es darum, situationsbedingt den richtigen Helden zu wählen.

2. Wie kann ich das Spiel spielen?

Plattform: "Overwatch" ist für PC, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich.

Preis: Die sogenannte Legendary Edition kostet für PC und Konsolen 59,99 Euro. Es gibt auch eine PC-Standardversion für 39,99 Euro, der Boni wie Skins fehlen.

In-App-Käufe: Es gibt Lootboxen und offizielle Teamskins der Overwatch League, diese Käufe sind jedoch optional und haben keinen Einfluss auf die Spielbalance. Sie geben ausschließlich Zugriff auf optische Individualisierungsmöglichkeiten von Kleidung und Waffen.

Altersfreigabe: "Overwatch" ist von der USK ab 16 Jahren freigegeben.

3. Wie läuft eine Partie in "Overwatch" ab?

Hier erklären wir das Prinzip in Bildern:

4. Welche Fachbegriffe sollte man kennen?

Teamplay: Das Zusammenwirken der Helden in "Overwatch" ist enorm wichtig. Deshalb sollte jede Klasse in Ihrem Team wenigstens einmal vertreten sein. Wenn Sie etwa als Heiler unterwegs sind und nicht einen einzigen Gegner im Match ausschalten, dafür aber Ihre Mitstreiter erfolgreich am Leben halten, ist das viel wert.

Ultimative Fähigkeit: Jeder Held in "Overwatch" verfügt über eine ultimative Fähigkeit. Das Aufladen erfolgt automatisch und kann durch erfolgreiche Spielaktionen beschleunigt werden. Junkrat zum Beispiel steuert bei seiner ultimativen Fähigkeit ein Klingenrad in die Gegner, ist währenddessen aber ein leichtes Ziel.

Overtime: Die Overtime ist ein System, durch das ein Team eine mögliche Niederlage hinauszögern und ein Match am Ende doch noch für sich entscheiden kann. Overtime wird aktiviert, wenn sich ein Angreifer innerhalb der letzten drei Sekunden einer Partie am Zielort befindet, und endet erst, wenn das attackierende Team ausgeschaltet wurde.

5. Bei wem lohnt sich das Zuschauen?

  • A_Seagull - YouTube, Twitter, Twitch
    Über 134.000 Twitter-Follower und mehr als 640.000 YouTube-Abonnenten sprechen für sich. Auf seinen Kanälen versorgt der Amerikaner Brandon Larned seine Zuschauer nicht nur mit beeindruckenden Spielszenen, sondern auch mit viel Hintergrundwissen.
  • Noserino - YouTube, Twitch
    Der 24-jährige vom Niederrhein streamt regelmäßig eigene "Overwatch"-Partien, in denen er sein Team als Tank unterstützt. In seinem Twitch-Kanal überträgt er zudem die Profi-Nachwuchsliga Overwatch Contenders und kommentiert die Matches gemeinsam mit zwei anderen Streamern komplett auf Deutsch.
  • Kabaji - YouTube, Twitter, Twitch
    Den Videos des Österreichers merkt man deutlich an, dass er mit Leidenschaft bei der Sache ist. Er erklärt in seinen englischsprachigen Videos zu "Overwatch" anschaulich was er macht und vor allem warum. Insbesondere in seine Guides zur Heldin Tracer können selbst erfahrene Spieler noch etwas lernen.

6. Was sind die wichtigsten Turniere?

Blizzard versucht auf verschiedenen Wegen, "Overwatch" als großen E-Sport-Titel zu etablieren. Der Hersteller organisiert eine eigene Profi-Liga und bietet auch talentierten Newcomern eine Chance, sich zu beweisen.

  • Overwatch League: Die offizielle, weltweite "Overwatch"-Liga folgt dem Modell traditioneller US-Sportligen wie NBA und NFL. Teams aus Europa, Asien und Nordamerika kämpften in der kürzlich beendeten Auftaktsaison um Preisgelder in einer Gesamthöhe von 3,5 Millionen Dollar. In Sachen Teamzahl, aber auch was die Gelder angeht, dürfte die Liga in Zukunft noch deutlich wachsen.
  • Dreamhack Montreal: Im kanadischen Montreal findet am 8. und 9. September die Gaming-Messe Dreamhack statt, bei der zwölf Teams um den Sieg in einem "Overwatch"-Turnier kämpfen werden. Das Preisgeld fällt mit 10.000 Dollar jedoch vergleichsweise gering aus.
  • Overwatch Contenders: Für die Teilnahme an Blizzards Nachwuchsliga kann sich prinzipiell jedes angehende Profiteam empfehlen kann. Insgesamt werden rund 3,2 Millionen Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet. Alle Partien der Endrunde werden zudem per Livestream übertragen.


insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Steinbrot 06.09.2018
1.
"Typisch für "Overwatch": Stirbt Ihr Charakter im Gefecht, wechseln Sie einfach in die Rolle eines anderen, noch nicht selektierten Helden und versuchen Ihr Glück mit dessen Fähigkeiten.". Das ist falsch. Man "respawnt", also der Held wird am Startpunkt wiederbelebt. Man behält auch seine derzeitige Ultimate-Ladung. Der Held muss manuell gewechselt werden, z.B. wenn der eigene gekontert wird. VG - - - - Antwort der Netzwelt-Redaktion: Danke für den Hinweis, wir haben die Formulierung präzisiert.
oberon44 06.09.2018
2. Schlechte Recherche
Im Artikel sind einige Fehler zu lesen. So gibt es beispielsweise keine Defensiv oder Offensive Helden mehr, sondern diese werden nun nur noch als dps (Schaden) Helden gelistet. Kunkrat verwandelt sich nicht etwa in einen Klingenreifen, sondern aktiviert diesen, in dem er ihn von seinem Rücken zieht. Während der Spieler den Reifen steuert, bleibt die Spielfigur Junkrat bewegungslos zurück und kann von Gegnern ausgeschaltet werden. Reapers Teleport ist nicht zur Flucht gedacht, da dessen Aktivierung viel zu lange dauert und man währenddessen angreifbar ist. - - - - Antwort der Netzwelt-Redaktion: Danke für den Hinweis, wir überarbeiten gerade einige Stellen des Artikels.
oberon44 06.09.2018
3.
Ach und der eine Held nennt sich Genji und nicht Kenji. Und begrenzte Lebensenergie hat jeder Held. Nur das Tanks logischerweise mehr haben als DPS oder Support Helden
wayniac 06.09.2018
4. was für ein Artikel ...
Die vier Klassen gibt es schon eine Weile nicht mehr. Es sind jetzt Tank, Schaden und Support. Tanks bewegen sich nicht zwangsläufig langsamer, vier der Tanks haben extra Fähigkeiten um sich schnell per Raketenantrieb/Enterhaken fortzubewegen bzw. anzugreifen. Supports schirmen niemanden ab, das machen Tanks, die haben große Schilde. Supports heilen und stärken ihre Teammitgleider und stören/schwächen den Gegner. Supports sind bei weitem nicht wehrlos, der primäre Job ist in der Tat aber erstmal Unterstützer. Schadenshelden teilen aus und sind teils sehr mobile Bedrohungen. Die Kits der Helden unterscheiden sich so stark, dass sich hier auf 4-5 schmalen Zeilen kaum was passendes sagen lässt. Typisch für Overwatch: seine eingangs getroffene Heldenauswahl kann nach jedem Tod im Startbereich geändert werden, um die gegnerische Teamzusammenstellung zu kontern oder auf örtliche Begebenheiten zu reagieren, wenn der Kampf in verschiedenen Teilen der aktuellen Karte stattfindet. Stichwort Taktik und vor allem Flexibilität. Preis: es gibt in unregelmäßigen Abständen kostenlose Probewochenende. So auch vor ca. 2 Wochen. Galerie: 1. Die Heldengalerie ist nicht der Bildschirm am Matchbeginn, wo man sieht wo der Kampf stattfindet und welche Helden die Teammitglieder auswählen. 2. Die Vorbereitungsphase ist dafür da sich mit dem Team über die Zusammenstellung abzustimmen und evtl. den ersten Angriff zu planen. Es gibt einen Trainingsraum 3. Richtig: verschiedene Helden tragen ihren Kampf direkt "on point" aus, manche bilden die "backline" und andere flankieren den Gegner um diesem in den Rücken zu fallen. 5. Der Teleportsprung ist gänzlich ungeeignet um sich in Sicherheit zu bringen, da die Fähigkeit eine Wirkdauer hat in der Reaper beim Verschwinden und Auftauchen jeweils stillsteht und verwundbar ist. Reaper sollte sich eher unbeobachtet hinter den Gegner teleportieren und diesem in den Rücken fallen. Mit seiner Geisterform kann er hingegen durchaus flüchten. 6. Der erste Satz und der Tipp sind für sich genommen korrekt, haben miteinander aber nichts zu tun. 7. Wer zum Geier ist Kenji? Genji hat die höchste Mobilität im Spiel und ist einer der klassischsten Dive-Helden, der den Gegner flankiert und sich mit den Supporthelden des Gegners duelliert. Der hat absolut nichts in der Nähe der eigenen Supporter zu suchen - höchstens mal kurz zum heilen lassen. 8. Klingenrad ist eine rollende Bombe - den Text unter dem Bild ist in Ordnung. 11. ok - wäre eine gute Stelle zu erwähnen, dass Blizzard regelmäßig neue Helden zum Spiel hinzufügt weiter im Text: Teamplay ok, "Ulti" ok für Anfänger - Junkrat verwandelt sich nicht, er steuert sein Klingenrad kurzzeitig fern bis der Gegner es zerstört oder er es selber zur Explosion bringt. Overtime ok für Anfänger. Streamer ok eSport: wie bereits geschrieben, der World Cup findet derzeit und bereits das dritte mal statt. Wieso der nicht erwähnt wird, ist mir völlig unklar. Zugegeben, Blizzard vermarktet den selber ziemlich schlecht und so schlecht der Artikel recherchiert ist, wundert mich das auch gar nicht, dass der OWWC nicht erwähnt wird. Die Veranstaltung sollte aber rein. - - - - Antwort der Netzwelt-Redaktion: Danke für den Hinweis, wir überarbeiten gerade einige Stellen des Artikels.
tombombadil19 06.09.2018
5. So viele Fehler...
Außerdem ist xQc Kanadier, spielt dem entsprechend auch für Kanada und nicht die USA... - - - - Antwort der Netzwelt-Redaktion: Hier ist mit dem US-Team Dallas gemeint, wir haben die Stelle mal unmissverständlicher formuliert.
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