Rätsel-App "Curiosity": Spiel gewonnen, Gottheit geworden

Sieben Monate hat es gedauert, 60 Milliarden Spielsteine mussten die Spieler des Smartphone-Spiels "Curiosity" zerstören: Nun steht der Gewinner fest. Der Schotte, der den letzten Quader platzen ließ, wird zur Gottheit im neuen Spiel von Peter Molyneux. Obendrein gibt es eine Umsatzbeteiligung.

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Curiosity: Der Gewinner wird zur Gottheit

Was ist im Klotz? Diese Frage hat Hunderttausende Spieler dazu gebracht, Monate lang auf einem riesigen Würfel im Smartphone-Spiel "Curiosity" des britischen Spieleentwickler Peter Molyneux herumzutippen. Molyneux ist berüchtigt für seine vollmundigen Versprechen. Vorigen November kündigte er den "Curiostiy"-Spielern an, etwas "Wunderbares" stecke im Würfel. Wer den letzten von 60 Milliarden Quadern platzen lasse, werde enorm belohnt werden.

Nun ist der Klotz geknackt. Der Gewinner Bryan Henderson aus Edinburgh hat einen Link und ein Passwort zum einem geheimen Video erhalten. Der nun veröffentlichte Clip (Henderson hat dem zugestimmt) zeigt Peter Molyneux. Der Designer im Klotz verspricht dem Gewinner Ruhm, Macht und Geld. Konkret: Der Gewinner wird das neue Molyneux-Spiel "Godus" beeinflussen und zwar als Gottheit aller Spieler. Er wird einen Teil der Regeln vorgeben - und er wird an den Einnahmen aus dem Spiel beteiligt.

Für "Godus" hat Molyneux eine halbe Million Pfund per Kickstarter eingesammelt, das Spiel soll die Tradition der sogenannten God-games wiederbeleben, bei denen Spieler als allmächtige Herrscher das Schicksal vieler Untertanen beeinflussen. Mit solchen Titeln, zum Beispiel "Populous" und "Dungeon Keeper" wurde Molyneux berühmt. Zweimal hat seine Entwicklerstudios an große Konzerne verkauft (Bullfrog an Electronic Arts, Lionhead an Microsoft), nun ist er mit 22Cans wieder unabhängig.

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1. ...
Wolffpack 26.05.2013
Zitat von sysopSieben Monate hat es gedauert, 60 Milliarden Spielsteine mussten die Spieler des Smartphone-Spiels "Curiosity" zerstören: Nun steht der Gewinner fest. Der Schotte, der den letzte Quader platzen ließ wird zur Gottheit im neuen Spiel von Peter Molyneux. Obendrein gibt es eine Umsatzbeteiligung. Peter Molyneux: "Curiosity"-Gewinner wird Gottheit in "Godus" - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/games/peter-molyneux-curiosity-gewinner-wird-gottheit-in-godus-a-902003.html)
Na hoffen wir mal, das Molyneux das hinkriegt. B&W1 war ja auch sehr gut (wenn auch natürlich nicht so gut we er gehyped hat - aber das war und ist auch unmöglich).
2. :-)
dunkelmerkel 26.05.2013
GZ an den Gewinner. Molyneux wird allerdings hoffnungslos überbewertet. Seine Spiele sind in der Regel KEINE Geniestreiche sondern eher Mittelmaß. Ich würde mir also als Gewinner nicht allzu viel Hoffnungen auf Reichtum machen :-)
3. Unterwältigend
Meckermann 27.05.2013
Molyneux hat doch seit Dungeon Keeper nichts gescheites mehr fabriziert. Black & White war... *schnarch* ... Was? Wo waren wir? Bin wohl kurz eingeschlafen. Über Curiosity hat man auch nichts Gutes gehört. Eigentlich hat man seit den ersten vollmundigen Ankündigungen gar nichts mehr gehört und nun soll irgendein Heini, der zu viel Zeit hatte, stupide auf seinem Smartphone rumzuhämmern beim Gamedesign des neuen 'Godus' reinreden dürfen? Na wenn das mal keine Hitgarantie ist...
4. Schon wieder eine neue Religion ?
mmarkus422 29.05.2013
Wo darf man den neuen Gott Bryan Henderson denn anbeten ? Gibt es schon eine Henderson Bibel ? Bitte ausführlicher berichten, lieber Spiegel ! ;-)
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