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Neue Konsole: So spielt sich die Playstation 4

Aus Los Angeles berichtet

Die Griffe liegen gut in der Hand, die Mitte des Controllers ziert ein Touchpad, das bei der Steuerung komplexer Spiele hilft: Was die Playstation 4 von Sony sonst noch besser macht als die letzte Generation? Wir haben es auf der E3 ausprobiert.

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AFP

Playstation-4-Controller: Touchpad im Zentrum

Vor zwei Tagen wusste niemand, wie die Playstation 4 überhaupt aussieht, jetzt kann man auf der E3 schon mit der neuen Sony-Konsole spielen - ungewöhnlich. Was sofort auffällt: Der Controller unterscheidet sich deutlich vom Vorgänger. Er ist voluminöser, die Griffe liegen besser in der Hand. In der Mitte des Controllers ist ein rechteckiges Touchpad, etwas größer als eine Visitenkarte. Es hat eine geriffelte Oberfläche, ist mit den Zeigefingern beim Spielen gut zu erreichen und zu ertasten. Man kann es herunterdrücken wie Maustasten.

Das Touchpad ist eine intuitiv bedienbare, hilfreiche Ergänzung der Steuerung komplexer Spiele. Im PS4-Egoshooter "Killzone: Shadow Fall" zum Beispiel wählt der Spieler per Fingerwischen übers Touchpad eine Aktion für die persönliche Kampfdrohne aus. Man wählt in einem kreuzförmigen Menü zwischen vier Aktionen, streicht nach links oder rechts, unten oder oben, um etwa einen Schutzschild zu errichten.

Was mit dem Controller noch alles möglich ist, zeigt ein Software-Prototyp mit dem Arbeitstitel "Playroom". Die Mini-Spiele setzten alle den Controller und die Sony-Kamerasteuerung The Eye ein (kostet 60 Euro, funktioniert im Prinzip ähnlich wie Microsofts Kinect). In einer Pong-Variante zieht man mit dem Controller das Spielfeld lang und breit. Die Lagesensoren registrieren schnell und präzise, wie man den Controller hält. Eine Bewegung nach oben zieht das Spielfeld mit, der Ball prallt ab und verändert seine Flugbahn.

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Xbox One, Playstation 4: Die neuen Spielkonsolen im Überblick

In einem weiteren Minispiel ärgert man eine Horde weißer Roboter. Man saugt sie vom Wohnzimmerboden auf, dank der Eye-Kamera ist der Raum vor dem Fernseher das Spielfeld. Was im Controller vorgeht, sieht man dann auf dem Fernseher: Die Roboter fallen zur Seite, wenn man die Steuerung neigt. Hält man die Hand vor das Lichtfelds an der Frontseite des Controllers, wird es drinnen dunkel. Tippt man auf das Touchpad, fällt an der Stelle Licht in den Controller und die Roboter schauen erfreut nach oben. Das Summen ihrer Servomotoren dringt aus dem Controller selbst - ein eingebauter Lautsprecher macht das möglich.

Mit den technischen Möglichkeiten des Playstation-4-Controllers ließe sich so manche ungewöhnliche Spielidee umsetzen - in den aktuellen Titeln sieht man davon allerdings nichts. Das ist von Sony wohl so beabsichtigt: Die Firma will zunächst Hardcore-Spieler überzeugen, und die wollen klassische Steuerung. Deshalb ist die Eye-Kamera optional, deshalb ist jetzt nicht allzu viel Neues zu sehen.

Detaillierte Grafik

Mit der Grafik der PS4 ist es so eine Sache: Was wirklich möglich ist, wird man später einmal sehen. Das PS4-Rennspiel "Driveclub" ist jedenfalls nicht spektakulär, "Killzone: Shadow Fall" hat schon eher das Aussehen, das man von einem Spiel für die nächste Konsolengeneration erwartet: Die Blätter der Bäume wogen im Wind, jedes anders, die Schatten folgen der Bewegung, die Sonne scheint durch die Blätter und man sieht einzelne Adern in den Oberflächen.

Bessere Mimik

Die Grafikfähigkeiten der neuen Konsolen können in Spielen aber viel mehr, als die Detailtiefe erhöhen. Sony zeigt in einer interessanten Animation, wie Rechenkraft dazu dienen kann, die Mimik von Figuren zur vermenschlichen. In dem zwölfminütigen Film "The Dark Sorcerer" sieht man einen klischeehaft gezeichneten bösen Computerspiel-Magier seine Beschwörungsformeln aufsagen. Das wirkt alles sehr bemüht böse, bis der gute Mann sich verspricht und der Schauspieler flucht und mit seinen Kollegen am Set scherzt und sich über die Hitze aufregt und den unfähigen Regisseur. Man muss sich fast selbst daran erinnern, dass das eine Animation ist, nicht Szenen von einem wirklichen Set.

Größere, offenere Welten

Im Rennspiel "The Crew" (soll 2014 erscheinen) sind die ganzen USA das Spielfeld. Man kann in der offenen Welt 10.000 Kilometer Straßennetz abfahren, von Küste zu Küste rasen - das dauert im Spiel allerdings nur zweieinhalb Stunden. Außerdem spielt man immer mit acht anderen, echten Spielern zusammen, die zum Beispiel gerade auf der Landkarte am selben Ort unterwegs sind. Strikt getrennte Einzel- und Mehrspielermodi gibt es nicht, beides geht ineinander über. So etwas sieht man bei einigen Titeln für die neue Konsolengeneration auf der E3, möglich ist das dank der Rechenkraft der neuen Spielmaschinen.

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Die neuen Konsolen im Überblick
Konsole Xbox One Wii U Playstation 4
Veröffentlichung Deutschland 22.11.2013 30.11.2012 29.11.2013
Startpreis (Euro) 499 209 399
Gebrauchtspiele laufen laufen laufen
Kompatibilität Xbox-360-Spiele laufen nicht Wii-Spiele und -Zubehör laufen einige Spiele für PS3/PS2/PS1 sollen über den Streaming-Dienst Gaikai verfügbar sein
Online-Funktionen Videomitschnitte und Screenshots lassen sich direkt in Netzwerken veröffentlichen, eigene Spielbibliothek auf anderen Konsolen per Cloud abrufbar Videochat mit Wii-U-Besitzern Spielevideos und Screenshots lassen sich direkt in soziale Netzwerke senden
Besonderheiten Kinect-Kamera ist integriert, Konsole erkennt auch in dunklen Räumen einzelne Personen und Gesichter Spiele laufen auf Gamepad ohne Fernsehschirm weiter Controller mit Touchpad, Spiele sollen auf der PS Vita fortgesetzt werden können
Steuerung Controller, Sprache, Bewegung, Gesten, Smartphone-App Touchscreen, Controller, Bewegung mit Wiimote Controller, Konsole erfasst per Controllers Position des Spielers im Raum
Verkaufszahlen Vorgänger weltweit 80 Mio.** 99 Mio. *** 80 Mio. ****
* Onlinepreis 4.9.2013 für 8-Gigabyte-Modell / ** Microsoft 5.2013 / *** Nintendo 30.3.2013 / **** Sony 11.2012

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insgesamt 42 Beiträge
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    Seite 1    
1. Konsumverzicht
pförtner 12.06.2013
Wahrscheinlich genauso schwer für einen älteren Menschen zu bedienen ,wie das Handy Galaxie von Samsung. Dabei haben wir die Rntner, die größte Kaufkraft. Hier wäre ein Absatzmarkt in erheblichen Umfang, aber die industrie zwingt uns zum Konsumverzicht!
2. Onlinezwang XBOX
gimme 12.06.2013
Es sei auch auf den Onlinezwang bei der neuen XBOX hingewiesen. Alle 24h muss der Spieler im Internet sein, sonst läuft gar nichts.
3. ...
n8f4ll 12.06.2013
Klingt super. Ist auch schon vorbestellt, auch wenn ich eher wenig Zeit habe.
4.
forenuser 12.06.2013
Zitat von pförtnerWahrscheinlich genauso schwer für einen älteren Menschen zu bedienen ,wie das Handy Galaxie von Samsung. Dabei haben wir die Rntner, die größte Kaufkraft. Hier wäre ein Absatzmarkt in erheblichen Umfang, aber die industrie zwingt uns zum Konsumverzicht!
Probieren sie es dcoh einfach mal aus. Vom rumsitzen und meckern, werden sie auch nicht fitter was die Konsolen anbelangt. An machen und Disk einwerfen kriegen sie sicher hin :)
5.
s.4mcro 12.06.2013
Zitat von pförtnerWahrscheinlich genauso schwer für einen älteren Menschen zu bedienen ,wie das Handy Galaxie von Samsung. Dabei haben wir die Rntner, die größte Kaufkraft. Hier wäre ein Absatzmarkt in erheblichen Umfang, aber die industrie zwingt uns zum Konsumverzicht!
Kaufen Sie sich doch Holzspielsachen - sind genauso teuer und für ältere Semester "bedienbar". Also wirklich,Technikunverständis als "Zwang zum Verzicht" zu umschreiben, wird die "Industrie" nicht interessieren...
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