Von Carsten Görig
Rayman ist eines dieser Maskottchen, die man lange nicht wahrnimmt. Das schlappohrige arm- und beinlose Wesen, dessen Hände und Füße in der Luft schweben, ist 1995 zum ersten Mal in einem Jump'n'Run-Spiel aufgetreten. Geschaffen wurde er von Michel Ancel, einem französischen Spieleentwickler.
Rayman war lange das Maskottchen des Spieleherstellers Ubisoft, wurde dann aber von bizarren kreischenden Kaninchen, auch Rabbids genannt, abgelöst. Die wiederum sind zum ersten Mal gemeinsam mit Rayman aufgetreten.
Verwirrend? Egal. Um es kurz zu machen: Rayman hat sich nie so richtig in mein Herz spielen können. Seine Spiele aber schon. Zuletzt das großartige Rayman Origins, das wunderbare 2-D-Grafik mit grandios abgestimmter Musik verband, so dass man sich bald in einem Rausch befand, so flüssig war das Spiel, so überraschend, so gutaussehend, so gut klingend.
In Jungle Run läuft Rayman von alleine. Ich muss ihn nur noch hüpfen und fliegen lassen. Wobei: Nur noch? Das ist falsch. Je länger das Spiel geht, desto genauer muss mein Timing werden, desto präziser muss ich zwischen Dornenranken und Abgründen durchfliegen. Ich muss Rayman kurz fallen lassen, um ihn dann schnell wieder hochschweben zu lassen. So simpel das klingt: Das macht Spaß. Sehr großen sogar.
Und manchmal gibt es diese wunderbaren Streiche, die das Spiel mit seinen Spielern treibt. Das Level fängt an, ich hüpfe über eine Schlucht und bin an der Schlussfahne des Levels gelandet. Geschafft! Punkte gibt es dafür aber nicht. Die finde ich in der Schlucht.
Das sagen die anderen: Die Kritiker sind sich einig: Rayman Jungle Run ist eines der besten Hüpfspiele auf mobilen Geräten. Tolle Grafik, einfaches, aber zugleich forderndes Gameplay und die gute Musik machen das Spiel besonders.
Rayman Jungle Run von Ubisoft für iOS und Android; 2,39 Euro
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