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Branchenkrise: Spielehersteller Bigpoint entlässt 120 Mitarbeiter

Noch eine schlechte Nachricht in der Branche der Online-Spiele-Hersteller: Bigpoint entlässt 120 Mitarbeiter, 80 davon aus der Hamburger Niederlassung. Es ist eine ähnliche Größenordnung wie beim amerikanischen Konkurrenten Zynga.

Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz: "Bigpoint muss seine Kapazitäten anpassen" Zur Großansicht
Bigpoint

Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz: "Bigpoint muss seine Kapazitäten anpassen"

Der Spielehersteller Bigpoint entlässt mehr als 120 Mitarbeiter in Deutschland und den Vereinigten Staaten, das sind etwa 15 Prozent der insgesamt 800 Mitarbeiter. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Firmengründer Heiko Hubertz begründet die Entlassungen gegenüber SPIEGEL ONLINE so: "Bigpoint ist in den vergangenen Jahren besonders schnell gewachsen und muss seine Kapazitäten anpassen." Betroffen sind demnach 80 Arbeitsplätze in der Niederlassung in Hamburg und mehr als 40 Arbeitsplätze in den USA. Die Hamburger Mitarbeiter seien schon am Dienstag von ihrer Arbeit freigestellt worden.

Der Gaming-Markt befinde sich in einer "Konsolidierungsphase", heißt es in der Mitteilung von Bigpoint. Zwar wachse er grundsätzlich, es gebe aber deutlich mehr Wettbewerb und entsprechend mehr Spieleangebote. "Als Folge dessen ist die Akquise von Kunden deutlich aufwendiger und somit teurer geworden", schreibt Hubertz. 2011 hatten Finanzinvestoren die Mehrheit des Unternehmensanteile übernommen.

Bigpoint ist Europas größter Hersteller von Browser-Spielen, aus dem Haus stammen unter anderem "Farmerama" und "Drakensang Online". Es ist nicht das einzige Unternehmen der Branche, das schwächelt: Fast zeitgleich gab der amerikanische Hersteller Zynga bekannt, rund 160 Mitarbeiter entlassen zu müssen. Zynga ist ebenfalls spezialisiert auf Browserspiele, verantwortlich für Spiele wie "Farmville" und "Mafia Wars".

juh

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insgesamt 11 Beiträge
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1. Wen wundert es...
tzdv9000 24.10.2012
...man kann eben eine bestimmte Anzahl von Leuten nur für eine bestimmte Zeit melken, bis diese die Schnauze gestrichen voll haben...
2. Null Mitleid!!!!
koepy 25.10.2012
Ich habe 3 Monate kurz nach Release "Battle Star Galactica Online" gespielt. Dann kam ein Update nach dem anderen. Das Spiel wurde zu einem Pay2WinGame. (Wer am meisten ausgibt, hat den "Längsten") Die Jenigen die kostenlos spielen haben überhaupt keine Chance im Spiel. Es gab sogar welche die in innerhalb von 4 Monaten knapp 800.-€ in's Spiel gesteckt haben. Dazu kommen noch die Moderatoren in deren Forum. Kritisiert man BigPoint oder "beleidigt" sie indem man den Laden "PigBoint" nennt, kriegt man glatt nen Forenban reingedrückt. Lächerlich der Haufen. Von mir aus können die auch gleich pleite gehen. Wenn ich dann noch EA sehe, wie die in Zukunft auf den Pay2Win Zug aufspringen wollen.(Angefangen mit Need For Speed World, wo man für ein Wagen zwischen 10 und 50.-€!!! zahlen soll.. hoffe ich dat se damit irgenwann genau so an die Wand fahren.
3.
Ambermoon 25.10.2012
Zitat von koepyIch habe 3 Monate kurz nach Release "Battle Star Galactica Online" gespielt. Dann kam ein Update nach dem anderen. Das Spiel wurde zu einem Pay2WinGame. (Wer am meisten ausgibt, hat den "Längsten") Die Jenigen die kostenlos spielen haben überhaupt keine Chance im Spiel. Es gab sogar welche die in innerhalb von 4 Monaten knapp 800.-€ in's Spiel gesteckt haben. Dazu kommen noch die Moderatoren in deren Forum. Kritisiert man BigPoint oder "beleidigt" sie indem man den Laden "PigBoint" nennt, kriegt man glatt nen Forenban reingedrückt. Lächerlich der Haufen. Von mir aus können die auch gleich pleite gehen. Wenn ich dann noch EA sehe, wie die in Zukunft auf den Pay2Win Zug aufspringen wollen.(Angefangen mit Need For Speed World, wo man für ein Wagen zwischen 10 und 50.-€!!! zahlen soll.. hoffe ich dat se damit irgenwann genau so an die Wand fahren.
Das kann man wohl unkommentiert so stehen lassen, die Erwartungshaltung spricht ja für sich selbst. Diesen Sommer war ich übrigens bei einem Umsonst&Draußen-Festival, da hat die Bratwurst 1.50 gekostet. Frechheit. Wenigstens hatte ich mein eigenes Bier dabei.
4. Letztlich wird Free2Play aber den Markt beherrschen...
uk_uk 25.10.2012
Das sehe ich ja an meiner eigenen kleinen Webseite, http://www.freegameslist.net/ dass das Interesse an kostenlosen Spielen massiv ist. Wobei ich glaube, dass diese harte Monetisierung a la "Pay for Win" sich letztlich NICHT durchsetzen wird (also im Sinne von "Schwert 5 gibts für 5€, sonst gar nicht".). Dennoch wird es weiterhin normale Retail-Spiele geben, da nicht jedes Genre sich so einfach auf F2P ummünzen lässt.
5.
mwroer 25.10.2012
Zitat von AmbermoonDas kann man wohl unkommentiert so stehen lassen, die Erwartungshaltung spricht ja für sich selbst. Diesen Sommer war ich übrigens bei einem Umsonst&Draußen-Festival, da hat die Bratwurst 1.50 gekostet. Frechheit. Wenigstens hatte ich mein eigenes Bier dabei.
:) Ja die Erwartenshaltung das gleiche zu bekommen wie die Leute die bezahlen ist wirklich ... absurd. Genau so absurd sind allerdings zum Teil die Ausmaße die die Vorteile durch reines bezahlen bei vielen dieser Spiele angenommen hat - da ist BigPoint aber keine Ausnahme. Es hat eine Zeitlang funktioniert, die Firmen wollten schnellstmöglich alles abschöpfen was geht und haben dabei maßlos übertrieben. Wäre man halbwegs auf dem Teppich geblieben könnte man heute auch ohne Entlassungen leben. Nun bezahlen die Mitarbeiter den Preis und irgendwann auch die Firmen wenn sie das nicht wieder auf ein 'verträgliches' Niveau bringen. Daher spiele ich grundsätzlich nur Abo-Spiele. Alle zahlen die selbe Summe. F2P heisst eben einfach nur das man ein Spiel gratis spielen kann - den Teil das man auch alles erreichen kann und oben mitspielen 'muss' ... den haben die Spieler sich dazugedichtet. Machen sie übrigens auch in Abo-Spielen, aber da geht's dann um den Zeiteinsatz :)
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