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Spielemesse Gamescom: Hardcore!

Von und , Köln

Bei der Kölner Gamescom erscheint er hunderttausendfach. Die Spielebranche liebt und fürchtet ihn. Sie wird, manchmal widerwillig, von ihm mitgeformt. Fünf Thesen über den Hardcore-Gamer.

Gamesom: Spielemesse mit Hardcore-Fans Fotos
SPIEGEL ONLINE

Er ist das Geschöpf, das von der Spielebranche gleichermaßen geliebt, umworben und gefürchtet wird. Ab Donnerstag kann man ihn in Köln wieder aus der Nähe sehen, hunderttausendfach. Er ist nicht wirklich an Äußerlichkeiten zu erkennen - es sei denn, er gehört zu der kleinen Gruppe, die sich als Spielfigur verkleidet. Gut, schwarze T-Shirts mit Aufdruck sind vermutlich überrepräsentiert, aber das ist in Wacken auch nicht anders. Mit dem Metal-Fan hat der Hardcore-Gamer auch sonst einiges gemeinsam. Nun beweist er in Köln wieder, wie jedes Jahr, wie entschlossen und leidensfähig er ist.

Er steht fröhlich in der Schlange, um seinen Lieblings-Shooter anzuspielen, neben einem Schild mit der Aufschrift: "Ab hier noch sechs Stunden Wartezeit." Er erträgt den apokalyptischen Lärm und das Gedränge der ausverkauften Messehallen, er quetscht sich durch überfüllte Gänge und kauft überteuerte Energydrinks.

Der Hardcore-Gamer ist das Rückgrat der Gamesbranche, der knurrige Freund, auf den noch Verlass ist, wenn sich alle anderen abwenden. Der Fehltritte und - aus seiner Sicht - falsche Entscheidungen erträgt, wenn auch keineswegs klaglos. Der sein Geld und einen großen Teil seiner Freizeit in ein Hobby investiert, das ihn in den Augen vieler bis heute zum Sonderling oder zu Schlimmerem stempelt. Die vielleicht einfachste Definition des Hardcore-Gamers ist diese: Er hat das Spielen, sein Spiel, seine Konsole, seinen PC in sein Selbstbild eingebaut, als Teil seiner Identität. Spiele sind für ihn wie der erste FC Köln für dessen Fans oder Justin Bieber für die "Belieber".

Der Hardcore-Gamer hat Macht

Deshalb reagiert der Hardcore-Gamer zuweilen höchst emotional. Er verteilt in Foren überbordendes Lob oder wütende Kritik, er fühlt sich persönlich angegriffen, wenn mal wieder jemand Spiele mit realer Gewalt in Verbindung bringt. Er ist bereit, die Gamesbranche gegen jeden Kritiker zu verteidigen und sie gleichzeitig selbst mit ätzender Kritik zu überziehen. Wenn Hardcore-Gamer als Gruppe in Wut geraten, erschrecken Konzerne wie Microsoft, Sony oder Electronic Arts und korrigieren ihren Kurs. "Wir haben auf unsere Community gehört", heißt es dann.

In Köln sitzen im Business Center, jenseits der lauten Hallen, Menschen in Anzügen, die sich täglich Gedanken darüber machen, wie sie ihn glücklich machen können. "Unsere Kernzielgruppe ist nach wie vor der Hardcore-Gamer", sagt Gregor Bieler, bei Microsoft Deutschland unter anderem fürs Xbox-Geschäft verantwortlich. Yves Guillemot, Chef des Spielekonzerns Ubisoft, formuliert es so: "Familienspiele sind nicht wie Gaming im engeren Sinne. Das sind Modeerscheinungen, sie kommen und gehen." Gerade zu Beginn eines neuen Konsolenzyklus ist der Hardcore-Gamer unverzichtbar: Er kauft als erstes, er beeinflusst mit seiner gerne lautstark geäußerten Meinung die Wahrnehmung eines Produkts. Er kann die durchschnittliche Amazon-Bewertung eines Spitzentitels auf einen Stern drücken, wenn der Kopierschutz herumzickt oder die Spieleserver nicht richtig laufen.

Der Hardcore-Gamer liebt Herausforderungen

Familienspiele interessieren den Hardcore-Gamer nicht. Er will herausgefordert werden. Er liebt schwierige Aufgaben. "Unsere Erfahrung ist, dass keine Trophy hart genug sein kann", sagt Sony-Sprecher Guido Alt. Den Hardcore-Gamer treibt eine geradezu kantianische Begeisterung für das unfassbar Schwierige. Und ja, auch für das Düstere, das Harte, für grässliche Monster, furchteinflößende Waffen und spektakuläre Schlachten.

Der Hardcore-Gamer ist sozial

Gleichzeitig ist der Hardcore-Gamer ein äußerst soziales Wesen, ganz gegen das Klischee. Die Spielebranche selbst hat ziemlich lang gebraucht, um das zu begreifen. Das wohl erste Spiel, in dem kooperatives Agieren zum globalen Massenphänomen wurde, war eine Mod, eine Schöpfung von Fans, aufgebaut auf dem Ego-Shooter "Half-Life": "Counter-Strike". Zwei Teams spielen gegeneinander, wer nicht kooperiert, verliert. Auch das große Spiele-Phänomen der Gegenwart, sogenannte Mobas (Multiplayer Online Battle Arena), entstand zuerst als Mod: Aus dem Echtzeitstrategiespiel "Warcraft 3" machte ein Fan eine Variante, in der sich zwei Mannschaften aus je fünf Spielern im Kampf gegenüberstehen: "Defense of the Ancients" ("Dota"). "Dota" entstand 2003, heute sind Mobas ein Massenmarkt. Der wohl größte Stand der Gamescom ist eine Arena für das Spiel "League of Legends", eine Free-to-Play-Umsetzung des "Dota"-Spielprinzips. Sie nimmt eine halbe Halle ein, das Publikum kann dort Profis beim Spielen zusehen. Viele Millionen Menschen spielen heute "League of Legends", "Dota 2", "Heroes of Newerth" und andere Moba-Titel, Live-Turniere ziehen Zehntausende an.

Mittlerweile bauen auch die Großen der Branche kooperatives Spielen in ihre Titel ein, ob in "Evolve" (vier Jäger gegen ein Monster), "Fable: Legends" (vier Helden gegen einen Bösewicht mit gottähnlichen Fähigkeiten) oder "Assassin's Creed: Unity" (vier Assassinen gegen die Templer). Der Hardcore-Gamer formt die Branche.

Der Hardcore-Gamer ist ein Fashion Victim

Wenn man durch die Messehallen der Gamescom streift, wird man einem Phänomen begegnen, das wieder mit den Wünschen des Hardcore-Gamers zu tun hat: Game-Mode. An vielen Ständen stehen lebensgroße Spielfiguren-Statuen, die aufwendig gearbeitete Kostüme tragen: geprägtes Leder, raues Leinen, polierte Nieten, raffinierte Schnallen, Riemen, Taschen. Die eigene Spielfigur individuell auszustaffieren, gehört für den Hardcore-Gamer dazu, schließlich drückt sie seine Individualität aus. In Spielen wie "League of Legends" geben Spieler stattliche Summen für virtuelle Kostüme aus, im neuen "Assassin's Creed" und zahllosen anderen Titeln gibt es eine Vielzahl von Individualisierungsmöglichkeiten. Das wird umso wichtiger, je mehr On- und Offline-Spiel verschmelzen - der Avatar des Spielers wird zu seinem Markenbotschafter.

Der Hardcore-Gamer wandelt sich gerade

Tatsächlich scheinen sich die Interessen des Hardcore-Gamers über die Jahre kaum verändert zu haben, die Branche wird nur immer besser darin, ihnen zu entsprechen. Derzeit aber wächst eine neue Generation heran, die womöglich einiges anders machen wird. Mädchen im Teenageralter, die "Let's Play"-Videomacher wie Gronkh und Sarazar anhimmeln wie Popstars. Kinder, die jede Woche viele Stunden damit verbringen, in "Minecraft" ihre Spielwelt aufzubauen, ganz ohne Kampf. In dieser Altersgruppe sind fast alle irgendwie hardcore, aber anders als die älteren, die sehnsüchtig auf den nächsten Teil einer Spieleserie warten, die sie schon seit 10 oder 12 Jahren begleitet. Die neuen Hardcore-Gamer werden etwas anders sein, im Schnitt weiblicher, womöglich noch sozialer, vielleicht mit etwas weniger kriegerischen Interessen. Auch sie werden die Branche wieder nach ihren Wünschen formen. Und auch sie wird die Branche lieben, fürchten und umwerben.

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insgesamt 28 Beiträge
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    Seite 1    
1. Wunschdenken ?
gojko 14.08.2014
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEBei der Kölner Gamescom erscheint er zu hunderttausendfach. Die Spielebranche liebt und fürchtet ihn. Sie wird, manchmal widerwillig, von ihm mitgeformt. Fünf Thesen über den Hardcore-Gamer. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/spielemesse-gamescom-fuenf-thesen-ueber-den-hardcore-gamer-a-986094.html
Begründung? Oder ist das einfach politisch korrektes Wunschdenken? Warum weiblicher? Sozialer? Die "kriegerischen Interessen" kommen doch nicht daher, daß die Leute Blut sehen wollen. Es geht einfach darum schneller und/oder cleverer zu sein als der andere. Und um den Nervenkitzel, was hinter der nächsten Häuserecke ist. Ich sehe nicht, daß das anders werden wird. Im Kino und Fernsehen wird Krieg und Kampf ja auch verherrlicht.
2. Es gibt nicht nur den sozialen Hardcore Gamer
metzelkater 14.08.2014
Das Ganze ist derzeit der größte Irrtum der Gaming Branche. Sicher gibt es den sozialen Hardcore Gamer, der gerne seine Spiele mit anderen teilt und so gut im Multitasking ist, das er sich mit deinem Spiel und anderen Menschen gleichzeitig befassen kann. Dieser Gamer ist für die Spielindustrie auch besonders wichtig, denn er kauft die Spiele, wenn sie Neu und teuer sind, weil er eben ein neurotypischer Lemming ist, der immer genau das gleiche machen muss, wie all die anderen Lemminge um ihn herum. Was nützt einem das schönste Multiplayer Spiel, wenn die anderen längst einen anderen Titel spielen und man ewig auf Mitspieler warten muss? Das macht den Multiplayer Spieler so beliebt bei der Industrie. Er kauft Spiele für viel Geld, er zahlt auf den Konsolen nochmal extra monatlich um mit dem Spiel online gehen zu dürfen und auch in Sachen Addons wird er dafür sorgen, das er alle Neuheiten ebenfalls besitzt. Das ist soweit auch alles in Ordnung. Eines jedoch vergisst die Spiele Branche im Moment: Es gibt auch den anderen Typ Spieler, der es liebt, seine Spielwelt für sich alleine zu haben, aus den verschiedensten Gründen. Der eine will sich ganz auf das Spiel konzentrieren, der andere hat absolut keine Lust auf Gruppendynamik, der dritte ist mit der Auswahl der Mitspieler nicht zu frieden, weil man sich kaum aussuchen kann, mit was für Typen man da zusammen gewürfelt wird und dann mit inteligenzgeminderten Pubertierenden Spaß an einem Spiel haben soll. Die mit Abstand erfolgreichsten Videospiele der letzten Jahre waren daher ganz normale Singleplayer Games wie Skyrim oder boten zumindest einen umfangreichen Einzelspieler Modus wie GTA. Genau diese Sorte Spiel fehlt nun aber nahezu völlig auf den neuen Konsolen, vor allem sind alle interessanten neuen Franchises auffällig Multiplayer lastig, wie Elder Scrolls Online, Destiny, Tom Clancy's The Division oder auch Titanfall. Alles thematisch interessante Games, die aber einen extremen nachteil haben: Man bekommt sie nur mit Mitspielern. Für mich ist das eine Rechnung, die einfach nicht auf geht. Für Soziale Interaktionen erwarte ich eine Bezahlung, das ganze nennt man Berufstätigkeit. Ich gebe mich mit allen möglichen Fremden Leuten ab und bekomme dafür Geld. Die wollen nun genau das gleiche von mir und ich soll dafür auch noch bezahlen? Hallo? Allerdings bin ich mir sicher, das es sich nur um eine Phase handelt. Einige Firmen werden mit ihrem Multiplayer Gedönse schon erfolg haben, aber sie werden keinen notorischen Einzelgänger zum Gruppendynamiker machen, der sich freiwillig fremde Leute in seine Konsole holt. Das bedeutet, immer mehr Online Spiele konkurieren um eine gleichbleibende Anzahl an Spielern. Im Gegensatz dazu werden neue geniale Projekte für Einzelspieler einen sehr ausgehungerten Markt vorfinden. Auch diese Multiplayer Seuche wird nicht endlos anhalten, am Ende kommt die "Rache" der klassischen Computerfreaks, die eben keineswegs gesellig sind.
3. Fast schon kriminell ...,
der Krieger 14.08.2014
.. aber wohl völliger Ahnungslosigkeit geschuldet ist es, was sie hier schreiben. Die (meistens sehr jungen) Menschen, die das Prädikat "Hardcore-Gamer" verdienen sind in aller Regel manifest psychisch krank, nehmen an normalem sozialen Leben nicht mehr teil. Ihre Frustrationstoleranz, Konzentrationsfähigkeit und soziale Empathie sind massiv geschädigt, auf Jahre hinaus. In der Sphäre der Spieleentwicklung sind Hardcore-Gamer für eine mittlerweile fast totale Stagnation verantwortlich, weil sie i.d.R. mehrere Spiele gleichzeitig spielen und auf jede kreative Neuerung gegenüber den stumpfen, immergleichen Routinen, denen sie ihr Leben unterworfen haben, sofort mit massiven Hass-Shitstorms reagieren und so die Entwickler zwingen, innovative Spieloberflächen und -ideen regelmäßig in kürzester Zeit derart zu 'nerfen', dass vom Neuen nicht viel übrigbleibt. Da sie kein soziales Leben außerhalb der online-Spiele-"Communities" und i.d.R. kein Berufsleben haben, sind Hardcore-Gamer in Alpha- und Beta-Tests ebenso wie in sämtlichen anderen Fedback-Foren massiv überpräsent und von den Wünschen geistig gesunder Spieler, die seit Jahren hilflos die immer größere Geistlosigkeit und Stumpfheit der Spiele kritisieren, kommt fast nichts bei den Entwicklern an. Dabei kann man diesen nicht einmal zynisches Gewinndenken anlasten, denn tatsächlich verlieren sie so eine Kundengruppe, die bereit wäre, sich guten, intelligenten und sozialen(!) Spielen auch langfristig zu widmen und treu zu bleiben, während die Hardcore-Gamer hunderte Stunden Spielinhalte in wenigen Wochen oder manchmal Tagen durch"grinden" und dann sofort wieder auf den Foren nach neuem "Content" (also mehr Waffen, Rüstungen, Bananen ...) schreien. Was schließlich die soziale Komponente von Multiplayer-Spielen angeht, muss man nur noch einmal sagen: Die Autoren haben offensichtlich keine Ahnung. Soziale Kooperation in Online-Spielen bedeutet längst, dass eine raffinierte Oberfläche und Spielsteuerung mittlerweile das "Co-Play" so organisiert, dass die einzelnen Spieler, die jeweils ausschließlich durch die je eigene Belohnung motiviert werden, in neueren Spielen z.T. überhaupt nicht mehr miteinander kommunizieren müssen, um ihren Part zum "gemeinsamen Erfolg" beizusteuern. Solange eine Verständigung hierüber zwischen den Spielern noch erforderlich war, eskalierte diese in ständige Hassausbrüche wegen der realen oder imaginierten Wegnahme von Belohnungen durch noch gierigere Soziopathen. Seit Jahren fließt ein erheblicher Anteil der Entwicklungsbemühungen bei Multiplayer-Spielen in nichts anderes als immer absurdere Mechanismen, um das Abgreifen der Spielerfolge anderer Spieler zu verhindern bzw. unattraktiv zu machen. Das ganze ist ein Menschenexperiment mit kranken Psychen. Und Sie beschreiben es hier wie die neue Pfadfinder-Kultur, das ist schon wirklich sehr, sehr schwacher Journalismus. mfG
4.
Herr_Bazi 14.08.2014
Zitat von der Krieger.. aber wohl völliger Ahnungslosigkeit geschuldet ist es, was sie hier schreiben. Die (meistens sehr jungen) Menschen, die das Prädikat "Hardcore-Gamer" verdienen sind in aller Regel manifest psychisch krank, nehmen an normalem sozialen Leben nicht mehr teil. Ihre Frustrationstoleranz, Konzentrationsfähigkeit und soziale Empathie sind massiv geschädigt, auf Jahre hinaus. In der Sphäre der Spieleentwicklung sind Hardcore-Gamer für eine mittlerweile fast totale Stagnation verantwortlich, weil sie i.d.R. mehrere Spiele gleichzeitig spielen und auf jede kreative Neuerung gegenüber den stumpfen, immergleichen Routinen, denen sie ihr Leben unterworfen haben, sofort mit massiven Hass-Shitstorms reagieren und so die Entwickler zwingen, innovative Spieloberflächen und -ideen regelmäßig in kürzester Zeit derart zu 'nerfen', dass vom Neuen nicht viel übrigbleibt. Da sie kein soziales Leben außerhalb der online-Spiele-"Communities" und i.d.R. kein Berufsleben haben, sind Hardcore-Gamer in Alpha- und Beta-Tests ebenso wie in sämtlichen anderen Fedback-Foren massiv überpräsent und von den Wünschen geistig gesunder Spieler, die seit Jahren hilflos die immer größere Geistlosigkeit und Stumpfheit der Spiele kritisieren, kommt fast nichts bei den Entwicklern an. Dabei kann man diesen nicht einmal zynisches Gewinndenken anlasten, denn tatsächlich verlieren sie so eine Kundengruppe, die bereit wäre, sich guten, intelligenten und sozialen(!) Spielen auch langfristig zu widmen und treu zu bleiben, während die Hardcore-Gamer hunderte Stunden Spielinhalte in wenigen Wochen oder manchmal Tagen durch"grinden" und dann sofort wieder auf den Foren nach neuem "Content" (also mehr Waffen, Rüstungen, Bananen ...) schreien. Was schließlich die soziale Komponente von Multiplayer-Spielen angeht, muss man nur noch einmal sagen: Die Autoren haben offensichtlich keine Ahnung. Soziale Kooperation in Online-Spielen bedeutet längst, dass eine raffinierte Oberfläche und Spielsteuerung mittlerweile das "Co-Play" so organisiert, dass die einzelnen Spieler, die jeweils ausschließlich durch die je eigene Belohnung motiviert werden, in neueren Spielen z.T. überhaupt nicht mehr miteinander kommunizieren müssen, um ihren Part zum "gemeinsamen Erfolg" beizusteuern. Solange eine Verständigung hierüber zwischen den Spielern noch erforderlich war, eskalierte diese in ständige Hassausbrüche wegen der realen oder imaginierten Wegnahme von Belohnungen durch noch gierigere Soziopathen. Seit Jahren fließt ein erheblicher Anteil der Entwicklungsbemühungen bei Multiplayer-Spielen in nichts anderes als immer absurdere Mechanismen, um das Abgreifen der Spielerfolge anderer Spieler zu verhindern bzw. unattraktiv zu machen. Das ganze ist ein Menschenexperiment mit kranken Psychen. Und Sie beschreiben es hier wie die neue Pfadfinder-Kultur, das ist schon wirklich sehr, sehr schwacher Journalismus. mfG
Ziemlich lang für ein Trollposting.
5. Bla bla
kroganer 14.08.2014
Ein Artikel über die Gamescom ist ja ok! Aber was soll das Gelaber über die Hardcoregamer? Da hab ich schon kein Interesse mehr, zu Ende zu lesen. Nicht jeder der gerne Games zockt sitzt in abgedunkelten Räumen und frisst den ganzen Tag nur Pizza und hält sich mit Energydrinks wach! Es geht auch nicht jeder mit so dämlichen Aufnähern "Südkurve Ultra Fan " Blödsinn zum Fußball. Das Zocken ist Mitten in der Gesellschaft angekommen und das nicht erst seit dieser Gamescom, ein Milliarden schwerer Wirtschaftszweig und ist auch nicht mehr wegzudenken, fast jeder spielt irgendwie oder irgendwas!
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