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US-Branchenstudie: iPhones verjüngen Spieler-Demografie

Neue Methode, überraschende Ergebnisse: Der Branchenverband der US-Spielindustrie zählt in seiner neuen Jahresstatistik erstmals auch iPhone- und Tablet-Spieler mit. Eine Folge: Das Durchschnittsalter der Spieler sinkt von 37 auf 30.

Mobil-Spiele: Schöne Spiele für iPhone, 3DS und Tablets Fotos

Jahr für Jahr veröffentlicht der US-Branchenverband der Spielindustrie, die Entertainment Software Association (ESA), neue Zahlen zur Demografie der Computerspieler. Seit Jahren kennt man das Ergebnis: Das Durchschnittsalter steigt, stolz verweist die ESA Jahr für Jahr darauf, dass 24, 26, 29 Prozent der Spieler nun älter als 50 sind.

In diesem Jahr ist das anders:

  • In der ESA-Statistik 2011 war das Durchschnittsalter der Spieler 37, 2012 liegt es auf einmal bei 30 Jahren - so niedrig wie zuletzt im Jahr 2005.
  • Auch der Anteil der männlichen Spieler ist erstaunlich stark gesunken: 2011 waren 58 Prozent der befragter Spieler Männer, 2012 nur 53 Prozent.
  • 2011 waren 18 Prozent der Spieler jünger als 18, 2012 sind es 32 Prozent.

Statistik: Alter und Geschlecht der US-Computerspieler (2005-2011)
Merkmal 2005 2007 2009 2011 2012
Durchschnittsalter der Spieler 30 33 35 37 30
Anteil der Unter-18-Jährigen (%) 35 25,2 25 18 32
Anteil der 18-49 (%) 43 47,6 49 53 (18-35 Jahre: 41%)
Anteil der Über-50-Jährigen (%) 19 24,2 26 29 (äter als 36: 37%)
Anteil Männer (%) 55 62 60 58 53
Anteil Frauen (%) 45 38 40 42 47
Quelle: Entertainment Software Association
Der Grund für diese Veränderungen ist wahrscheinlich eine leicht veränderte Methodik. Die ESA-Zahlen beruhen auf einer Umfrage. Ars Technica berichtet, dass die Frage, nach der jemand als Spieler eingeordnet wird, 2012 erweitert wurde. In den Vorjahren galt jemand als Spieler, wenn er diese Frage bejahte: "Haben Sie eine Videospielkonsole zu Hause oder einen PC, der vor allem zum Spielen genutzt wird?" 2012 wurde auch nach "Mobilkonsolen (wie zum Beispiel eine PSP), einem Tablet (zum Beispiel iPad) oder einem Telefon, das zum Spielen genutzt wird" gefragt. Wer auf einem dieser Geräte mindestens eine Stunde die Woche spielt, wurde in der Befragung 2012 als Spieler gezählt.

So gesehen zeigt die ESA-Statistik vor allem eines: Zählt man Mobilgeräte als Plattform hinzu, sind unter den Kunden der Spielbranche mehr jüngere Menschen und mehr Frauen.

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lis

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