Steambox: Valve konkretisiert Pläne für eigene Konsole

Die Konsolenhersteller Microsoft, Sony und Nintendo bekommen ernstzunehmende Konkurrenz: Auf der CES in Las Vegas zeigt der legendäre Spielehersteller Valve erstmals Prototypen einer Rechner-Hardware, die Spiele aus dem Valve-Shop Steam auf den Fernseher bringen soll.

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Steam-Plattform: Direkt auf dem Wohnzimmer-Bildschirm?

Las Vegas - Das Unternehmen Valve hat seit vielen Jahren eine eingeschworene Fangemeinde. Valve ist für Klassiker wie "Half-Life" verantwortlich und gilt spätestens seit der Eingemeindung der "Half-Life"-Modifikation "Counter-Strike" als besonders community- und entwicklerfreundlich. Mit Steam betreibt das Unternehmen seit Jahren einen erfolgreichen Downloadshop sowie eine Online-Plattform für Spiele. Nun will sich Valve-Gründer Gabe Newell offenbar noch weiter von Plattformbetreibern wie Microsoft und Sony unabhängig machen: Bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas zeigt Valve zum ersten Mal den Prototypen einer eigenen Spielkonsole - eigentlich handelt es sich um einen Gaming-PC auf Linux-Basis.

Im Interview mit der US-Website The Verge sagte Newell: "Wir werden etwas Eigenes herausbringen und wir werden es selbständig an die Kunden verkaufen. Es wird eine Linux-Box sein, wenn man Windows installieren möchte, geht das."

Newell hatte Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 schon im vergangenen Sommer vehement kritisiert, diese Kritik wiederholte er nun: "Ich finde Windows 8 unbenutzbar." Newell selbst hatte vor der Gründung von Valve jahrelang bei Microsoft an der Entwicklung von Windows-Betriebssystemen mitgearbeitet. Man werde künftig auf offene Plattformen setzen, sagte er nun. Geplant ist offenbar, selbst Spiele-Hardware herzustellen, aber anderen Herstellern ebenfalls die Möglichkeit zu geben, auf der eigenen Plattform aufbauend eigene Produkte zu entwickeln.

Die eigene Konsole soll offenbar Steambox heißen - dieser Name kursiert schon seit vielen Monaten. Gebaut werden sollen die Geräte nun in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Xi3 aus dem US-Staat Utah. Man habe "eine Investition von Valve erhalten", teilte Xi3 in Las Vegas mit. Das in der Entwicklung befindliche Hardwaresystem sei an Valves Messestand in Las Vegas zu besichtigen. Es handele sich um ein "System, das für Computerspiele auf großen High-Definition-Fernsehgeräten optimiert ist".

Schon im vergangenen Herbst hatte Valve einen sogenannten Big-Picture-Modus eingeführt, der es erlauben soll, Steam-Spiele sehr einfach auf TV-Geräten statt Computermonitoren anzuzeigen.

cis

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insgesamt 34 Beiträge
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1.
twan 09.01.2013
Zitat von sysopDie Konsolenhersteller Microsoft, Sony und Nintendo bekommen ernstzunehmende Konkurrenz: Auf der CES in Las Vegas zeigt der legendäre Spielehersteller Valve erstmals Prototypen einer Rechner-Hardware, die Spiele aus dem Valve-Shop Steam auf den Fernseher bringen soll. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/valve-konkretisiert-steambox-plaene-a-876659.html
Huhu Hr. Stöcker, das können sie besser. Steam Spiele, wie das gesamte Videosignal des Pcs können doch schon seit es Flats mit HDMI gibt, von jedermann ohne Probleme am TV angezeigt werden. Das soll ist auch überflüssig, es tut es ja. Die Sache bei Big Picture ist die komplette Bedienbarkeit des Steamclients via Joypad. Und das Spiele, die nie nach Maus/Tastatur schreien als mit "Volle Gamepad-Unterstützung" deklariert werden. Ansonsten schönen Feierabend.
2. Neo-Geo kehrt zurück?
el-gato-lopez 09.01.2013
Zitat von sysopDie Konsolenhersteller Microsoft, Sony und Nintendo bekommen ernstzunehmende Konkurrenz: Auf der CES in Las Vegas zeigt der legendäre Spielehersteller Valve erstmals Prototypen einer Rechner-Hardware, die Spiele aus dem Valve-Shop Steam auf den Fernseher bringen soll. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/valve-konkretisiert-steambox-plaene-a-876659.html
Wenn man Artikel auf ComputerBild-Niveau produziert, kann man es auch gleich lassen. Schaut man sich in den "echten" Fachmedien bezüglich der Steambox um, kriegen zumindest die älteren Semester ungute Erinnerungen an den Neo-Geo Hype... Valve will den Leuten ernsthaft einen Konsolen/PC-Hybriden für um die 1000 USD verkaufen. Da das Teil mit Linux läuft, müssten die meisten im Steam-Shop erhältlichen Titel portiert werden - sowas kostet und liegt nicht im Handlungsbereich von Valve, sondern der jeweiligen Publisher... Ob die kleine Klitsche Xi3 mengen- und qualitätsmässig die Produktionsaufgabe schultern kann, ist auch so ein Thema... Halboffenes Sys (HW-Upgrades, nach eigenem Gusto Win 8 installieren) klingt zwar toll, aber gerade deswegen bleibt das Ganze am Ende nur ein überteuerter HTPC. Die Komponenten kriegt man so auch günstiger und den Steamshop hat man dann auch... Hier scheint es wohl Valve primär darum zu gehen, ggü den eigenen Investoren Präsenz zu markieren, da ja die "Grossen" (Sony, MS) ihre neuen Konsolen wohl demnächst vorstellen werden; die Einführungspreise dürften bei etwa 500 USD liegen.
3. Alleine schon Valve als legendär zu bezeichnen ...
trj 09.01.2013
... zeugt schon von sehr wenig Ahnung des Autors von der Materie. legendär an Steam ist höchstens deren völlige Missachtung der Community, ihre Gier, die toppt selbst EA, und der legendär unverschämte Umgang mit zahlenden Kunden. Ein bei Steam gekauftes Spiel gehört Ihnen nicht mal ... und Steam kann Ihnen jederzeit das Recht entziehen es zu spielen, aus egal welchem Grund. Und das tun sie und zwar für alle Spiele pauschal. Der Autor hatte mal nen Zahlendreher in ner Überweisung für ein 0,99 Cent Spiel, daraufhin hat Valve mir den Zugang zu allen bezahlten Spielen im Wert von mehreren 100 Euro für mehrere Wochen gesperrt, soviel zur Communityfreundlichkeit Valve war mal ein Hoffungsträger der Branche, ja, aber die Zeiten sind schon seit Jahren vorbei. Und wirklich erfolgreich sind sie auch schon lange nicht mehr. Eher im Gegenteil ...
4. ups
trj 09.01.2013
das sollte in meinem Kommentar oben natürlich 0,99 Euro heißen, sorry
5.
twan 09.01.2013
Zitat von trj... zeugt schon von sehr wenig Ahnung des Autors von der Materie. legendär an Steam ist höchstens deren völlige Missachtung der Community, ihre Gier, die toppt selbst EA, und der legendär unverschämte Umgang mit zahlenden Kunden. Ein bei Steam gekauftes Spiel gehört Ihnen nicht mal ... und Steam kann Ihnen jederzeit das Recht entziehen es zu spielen, aus egal welchem Grund. Und das tun sie und zwar für alle Spiele pauschal. Der Autor hatte mal nen Zahlendreher in ner Überweisung für ein 0,99 Cent Spiel, daraufhin hat Valve mir den Zugang zu allen bezahlten Spielen im Wert von mehreren 100 Euro für mehrere Wochen gesperrt, soviel zur Communityfreundlichkeit Valve war mal ein Hoffungsträger der Branche, ja, aber die Zeiten sind schon seit Jahren vorbei. Und wirklich erfolgreich sind sie auch schon lange nicht mehr. Eher im Gegenteil ...
Was kann Valve dazu, dass sie nicht überweisen können und somit ihren Teil des Vertrages nicht erfüllen? Beim Kauf haben sie sogar noch das Häkchen bei "Ich akzeptiere die steam subscriber agreement" gesetzt. Da stand auch drin, welche Rechte sich Valve vorbehält. Bin über 6 Jahre bei Steam und habe 98 Spiele in meiner Bibliothek und noch nie irgendein Problem gehabt. Und Valve ist nicht mehr wirklich erfolgreich? Sie müssen aus einem Paralleluniversum gepostet haben, in meiner Welt sieht es anders aus. Verifizieren können wir das beide nicht, Valve veröffentlicht ja keine Zahlen. Dennoch denke ich, steht der Laden gut im Saft.
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