Weinen beim Videospielen "Das Spiel hat mich besiegt"

Videospiele sind ein Medium, das Emotionen weckt - und manches Spiel rührt gar zu Tränen. Hier erzählen acht Gamer von besonders bewegenden Momenten.

Szene aus "The Last of Us"
Naughty Dog

Szene aus "The Last of Us"

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Denkt man an Videospiele, denkt man nicht zuerst ans Weinen. Eher kommt einem Eskapismus in den Sinn, Spaß, Herausforderungen. Doch Videospiele rühren ihre Nutzer auch immer wieder zu Tränen. Sei es durch eine emotionale Geschichte, die von Verlust oder einem Neubeginn erzählt. Sei es durch Charaktere, von denen der Spieler Abschied nehmen muss. Oder sei es durch aufwändig erspielte Figuren, die plötzlich nicht mehr sind.

Auf der anderen Seite des Spektrums sind natürlich auch Freudentränen möglich. Oder gar Tränen der Wut, wegen unfairen Stellen oder einem knackigen Schwierigkeitsgrad.

Kurzum, Videospiele bieten viel Stoff für den berüchtigten Kloß im Hals. In unser Fotostrecke erzählen acht Gamer von besonderen Videospiel-Momenten und verraten, weshalb sie diese wohl so schnell nicht vergessen werden.



insgesamt 33 Beiträge
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thedad 26.11.2017
1. Valiant Hearts
Kann Herrn Schönlein nur zustimmen. Ein bewegendes Spiel mit realem Hintergrund, das auch in Schulen im Geschichtsunterricht gezeigt/verwendet werden sollte.
besim 26.11.2017
2. Geweint bei "Journey" (Playstation 3/4)
Kann man bei einem Computerspiel weinen? Seit "Journey" weiß ich, dass das geht. Journey ist ein kleines Spiel, das ganz anders daherkommt. Man ist eine Figur, die auf eine Reise geht, weitgehend gescriptet. Das Ziel ist dabei ähnlich wie eine Erlösung und der Weg ist steinig. Unterwegs trifft man einen online zufällig zugeschalteten Compagnion, mit dem man sich nur über undefinierbare Zeichen und vor allem nur durch gemeinsames Weitergehen verständigen kann. Verstörend am Spiel ist, dass man unterwegs erfriert und daraufhin eine Art Wiedergeburt erlebt (wobei nicht klar ist, ob es das letzte ist, was die Figur empfindet oder tatsächlich eine Wiedergeburt). Diese Szene ist derartig phantastisch ausgemalt und mit feinster Musik unterlegt, dass man kaum davon unberührt sein kann.
zolii 26.11.2017
3.
Ich spiele nun schon etwas länger Videospiele, kann mich bewusst aber nur an ein einziges Mal erinnern, dass ich wegen einem Spiel wirklich geweint habe. Dies war in Formel 1 2006 für die PS2, das ich als kleines Kind wirklich rauf und runter gespielt habe. Als ich nun als ungefähr 7-9 Jähriger im Honda die Weltmeisterschaft um einen Punkt gegen Fernando Alonso verlor, sind bei mir wirklich alle Dämme gebrochen. Und trotzdem ist es doch eine sehr schöne Kindheitserinnerung, welche ich nicht missen möchte.
mikevojnar 26.11.2017
4. Waaaas?
Gamer zeigen Gefühle? Gamer weinen, wenn sie in einem Spiel den Tod der Tochter der Hauptfigur miterleben müssen (Ich habe dabei auch geweint, selbst wenn ich daran nur denke, steigen mir die Tränen in die Augen. Ich mochte die kleine Sarah, ich wollte sie unbedingt retten...ich konnte nicht. Es ging einfach nicht, wie ihr Vater war ich hilflos. Dieses "Trauma" macht den Wunsch später im Spiel Ellie zu beschützen noch viel stärker, das ist großartiges Storytelling.)? Wie kann das sein? Ich dachte wir Gamer wären allesamt gefühlskalte, semi-autistische Sexisten, die sich an der Darstellung von Gewalt gegen Frauen ergötzen? Anita Sarkeesian würde jetzt vermutlich wettern, dass diese dramatische Storywendung am Ende des Tutorials von "The Last Of Us" ganz übel sexistisch sei, weil Sarah eben nur eine "Damsel in Distress" sei, ein "Objekt" aus dem "Besitz" ihres Vaters, dass der Spieler so lernen würde, dass Frauen eben nur wehrlose, inkompetente "Anhängsel" der männlichen Hauptfiguren wären, aber das ist Quatsch. Es tut mir leid, Sarah. Ich konnte dich nicht beschützen, obwohl ich es dir versprochen hatte. Es tut mir so leid, bitte vergib mir, Sarah.
zimond 26.11.2017
5. Da gibts einige
Wenn man nach den Credits einfach die Maus oder Controller ablegt und noch Minuten lang so dasitzt dann ist ein Spiel wirklich großartig. Spec Ops: The Line war so ein Überraschungstitel. Der erste Eindruck ist der eines gewöhnlichen Shooters... doch das ändert sich und am Ende fragt man sich wer hier wen gespielt hat.
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