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Wii-u-Entwickler Eguchi: "Viele Knöpfe - das ist gut"

Mit der neuen Wii u will Nintendo seinen ersten Platz verteidigen - mit einem Onlinedienst, doppelt so vielen Knöpfen und vielen Ideen für den Steuerschirm. Im Interview sagt Wii-Entwickler Katsuya Eguchi, was der Konzern mit der Konsole alles vorhat.

Erster Kurztest: Nintendo Wii u Fotos
SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE: Der Controller der neuen Nintendo-Konsole Wii u hat fast doppelt so viele Knöpfe wie die Wiimote. Ist das nicht etwas viel und verwirrend für die meisten Wii-Besitzer?

Eguchi: Stimmt, die Wii u bietet sehr viele Möglichkeiten der Bedienung. Und ja, wenn ein Spiel sie alle nutzt, könnte das kompliziert werden. Aber die Entwickler entscheiden, welche dieser Möglichkeiten sie einsetzen. Ein ganz einfaches Spiel könnte auf alle Knöpfe verzichten und nur den Touchscreen nutzen. Es kommt darauf an, was das Spiel braucht und für wen es gemacht ist.

SPIEGEL ONLINE: Trotzdem sieht es auf den ersten Blick so aus: Microsoft feiert sich dafür, dass bei der Bewegungssteuerung Kinect der Controller verschwindet und die Technik so zugänglicher wird. Und bei Nintendo wird der Controller plötzlich dreimal so groß wie zuvor. Wird das die Gelegenheitsspieler nicht verschrecken, die die erste Wii so erfolgreich gemacht haben?

Eguchi: Grundsätzlich glauben wir, dass es der Spielerfahrung hilft, wenn man etwas Handfestes hat, mit dem interagiert. Zur Wahrnehmung, dass Nintendo sich mit der Wii auf Gelegenheitsspieler fokussiert hat: Das war nicht so. Wir wollten die Zahl der Spieler insgesamt steigern. Wir haben uns aber nie gegen Vielspieler entschieden. Die Wii u ist ein Signal: Wir wollen, dass Spieler, die Konsolen lieben, mit der Wii u so spielen können, wie sie es gewöhnt sind. Deshalb viele Knöpfe.

SPIEGEL ONLINE: Ist der zweite Schirm eine Möglichkeit, dass Viel- und Gelegenheitsspieler eine Spielwelt teilen, aber zusammen unterschiedlich schwierige Versionen spielen?

Eguchi: Ja, die Technik ermöglicht das. Entwickler könnten die zwei Schirme für so etwas nutzen und so vielleicht Gelegenheitsspieler anlocken.

SPIEGEL ONLINE: Wenn Sie sich die Wii u in einem Wohnzimmer bei einer Familie vorstellen - wer benutzt da den Controller?

Eguchi: Als erstes Bild habe ich einen Jungen im Kopf. Er spielt mit der Wii u, dann kommt der Rest der Familie ins Wohnzimmer, sie wollen fernsehen. Der Junge spielt auf dem kleinen Display des Controllers weiter - er kann im Zimmer bleiben und spielen, während die Familie fernsieht. Ich stelle mir auch vor, wie die Familie zusammen spielt - einige mit Wiimote, einer mit dem Controller. Ich hoffe, die Wii u bringt Familien zusammen. Es geht darum, mehr Zeit miteinander zu verbringen.

SPIEGEL ONLINE: Kann ich zwei der neuen Controller mit einer Wii u nutzen?

Eguchi: Ich kann nicht offiziell sagen, wie viele der neuen Controller mit einer Wii u verbunden sein können. Ich kann aber sagen, dass ich als Entwickler die Möglichkeiten, die zwei Schirmcontroller bieten, sehr reizvoll finde. Zwei Spieler verfolgen völlig unterschiedliche Detailansichten des Spielgeschehens - das will ich sehen.

SPIEGEL ONLINE: Kann man die Fernbedienung der Wii u auch wie ein Tablet nutzen, wenn die Konsole ausgeschaltet ist?

Eguchi: Nein, alles was auf dem Bildschirm des Controllers sieht, berechnet die Konsole. Aber sobald sie den Controller einschalten, geht auch die Konsole an - sie sind verbunden.

SPIEGEL ONLINE: Der Controller ist also ein Sofa-Tablet?

Eguchi: Ein Tablet ist ein sehr persönliches Gerät - es gehört meist einer Person, die Konfiguration spiegelt sehr stark ihre Interessen wieder. In dieser Hinsicht ist der Controller der Wii u etwas ganz anderes als ein Tablet. Natürlich, er hat auch einen Webbrowser integriert. Aber die Nutzung stelle ich mir eher so vor: Eine Familie sitzt im Wohnzimmer, einer sucht mit dem Controller etwas im Netz und zeigt ein lustiges Webvideo oder ein Angebot in einem Webshop dann für alle auf dem großen Fernsehschirm. Im Mittelpunkt steht das Teilen.

SPIEGEL ONLINE: Bei den ersten Mini-Spielen für die Wii u sind die Gruppenspiele am unterhaltsamsten. Aber was haben Sie denn für Ideen, wie ein Einzelspieler die Schirmsteuerung nutzen könnte?

Eguchi: Ich stelle mir ein Strategiespiel vor, bei dem man auf dem Fernsehschirm das gesamte Spielfeld überblickt. Auf dem kleinen Schirm sieht man eine Vergrößerung mit detaillierten Informationen zu den Einheiten und kann Kommandos geben. Man bewegt den Controller einfach über das große Feld, die Anzeige verändert sich automatisch. Eine andere Idee: Auf dem großen Fernsehschirm sehe ich die Umwelt, auf dem kleinen meine Pikmins, meine Spielfiguren. Ich schicke sie mit Hilfe des Controllers in bestimmte Richtungen.

SPIEGEL ONLINE: Wenn mir für ein Spiel wie "Battle Mii" der dritte Spieler im Wohnzimmer fehlt - kann der nicht übers Netz mitspielen?

Eguchi: Ob und wann das bei "Battle Mii" funktioniert, weiß ich nicht. Aber wir wollen die Online-Spielmöglichkeiten ausweiten, so dass Freunde, aber auch ganz Fremde miteinander spielen können. Wir werden diese Netzwerk-Fähigkeiten ausbauen.

SPIEGEL ONLINE: Wir zählen ein paar Technologien auf, die die Wii u nicht nutzt, und Sie sagen uns, warum. Fangen wir an mit 3-D.

Eguchi: Das ist erst sinnvoll, wenn genügend Menschen 3-D-Fernseher haben. Das ist derzeit nicht der Fall. Wir lehnen 3-D nicht ab. Aber wir führen die HD-Auflösung mit der Wii u ja auch erst jetzt ein, weil HD-Fernseher weit verbreitet sind. Wir werden auch das Videoangebot ausbauen, es kommt gut an.

SPIEGEL ONLINE: Multitouch.

Eguchi: Der Bildschirm wird vor allem als Spielcontroller dienen. Deshalb muss er sehr präzise und sehr reaktionsschnell sein. Multitouch-Displays sind da nicht auf dem Niveau, das wir brauchen. Außerdem sind Nintendo-Spieler zwischen neun und 95 Jahre alt. Das ist unsere Zielgruppe. Wir haben festgestellt, dass Multitouch-Bildschirme die Haut alter Spieler nicht so gut erkennen.

SPIEGEL ONLINE: Spracherkennung.

Eguchi: Spracherkennung ist grundsätzlich möglich, das hängt von den Anforderungen der Software ab. Video- und Sprachchat funktioniert natürlich auch.

SPIEGEL ONLINE: Wie beschreiben Sie Menschen, die die Wii u nicht kennen, die Idee in einem Satz?

Eguchi: Die Wii u ist eine Konsole, mit der man allein und in Gruppen spielen kann. Wir hoffen, dass jeder in einer Familie täglich die Wii u nutzt. Das waren jetzt zwei Sätze.

Interview: Konrad Lischka

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1. Bleibt abzuwarten
daujoons, 09.06.2011
Zitat von sysopMit der neuen Wii u will Nintendo seinen ersten Platz verteidigen - mit*einem Onlinedienst, doppelt so vielen Knöpfen und vielen Ideen für den Steuerschirm. Im Interview sagt Wii-Entwickler Katsuya Eguchi, was*der Konzern*mit der Konsole alles vorhat. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,767524,00.html
wann ein Autohersteller auf die Idee kommt, mit doppelt so hohem Gewicht und dreifachem Verbrauch seiner Fahrzeuge Kunden anlocken zu wollen! Viele Knöpfe sind gut? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Meine Geräte- auch die zum Spielen - haben nur einen Knopf. In der Mitte, ganz Unten. Und die machen einen Mordsspaß! Meine PS3 werde ich verschenken, so sehr verwirrt mich deren Bedienung.... Und jetzt noch mehr Knöpfe. Sind das vielleicht Spätfolgen von Fokushima?
2. Bleibt abzuwarten
daujoons, 09.06.2011
Zitat von sysopMit der neuen Wii u will Nintendo seinen ersten Platz verteidigen - mit*einem Onlinedienst, doppelt so vielen Knöpfen und vielen Ideen für den Steuerschirm. Im Interview sagt Wii-Entwickler Katsuya Eguchi, was*der Konzern*mit der Konsole alles vorhat. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,767524,00.html
wann ein Autohersteller auf die Idee kommt, mit doppelt so hohem Gewicht und dreifachem Verbrauch seiner Fahrzeuge Kunden anlocken zu wollen! Viele Knöpfe sind gut? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Meine Geräte- auch die zum Spielen - haben nur einen Knopf. In der Mitte, ganz Unten. Und die machen einen Mordsspaß! Meine PS3 werde ich verschenken, so sehr verwirrt mich deren Bedienung.... Und jetzt noch mehr Knöpfe. Sind das vielleicht Spätfolgen von Fokushima?
3. Ergänzung
daujoons, 09.06.2011
Zitat von daujoonswann ein Autohersteller auf die Idee kommt, mit doppelt so hohem Gewicht und dreifachem Verbrauch seiner Fahrzeuge Kunden anlocken zu wollen! Viele Knöpfe sind gut? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Meine Geräte- auch die zum Spielen - haben nur einen Knopf. In der Mitte, ganz Unten. Und die machen einen Mordsspaß! Meine PS3 werde ich verschenken, so sehr verwirrt mich deren Bedienung.... Und jetzt noch mehr Knöpfe. Sind das vielleicht Spätfolgen von Fokushima?
Die Wii habe ich mir gekauft, WEIL sie so wenig Knöpfe hat. Da verstehe einer die Japaner...
4. Wii für die Masse
kein_gut_mensch 09.06.2011
Es hat den Eindruck das sich Nintendo mit dem Ruf die Casual-Gamer zu binden doch ganz gut arrangiert hat (was nicht negativ gemeint ist). Aber wenn ich alle erreichen will zwischen 9-95, die ganze Familie inkl. Oma und Opa wirds schwer auch die Core-Gamer zu binden. Zu einfach darfs dann bitte nicht sein und nen Shooter oder ein Action-Advebture auf einem 6.2 Zoll Display ... naja. Die Aussage das man jetzt erst HD anbietet da die meisten jetzt erst ein HD-fähiges Ausgabegerät besitzen find ich aber eher amüsant. Ich denke 99% aller Core-Gamer haben schon seid Jahren ein solches. Interessant find ich aber die Aussage mit den Strategiespielen. Das find ich einen guten Ansatz. Gerade die gibts auf der Konsole kaum und wenn dann schlecht steuerbar. Habs mal mit RUSE auf der PS3 versucht. Ist schon umständlich und genau da macht so ein Touchpad in Verbindung mit dem TV schon Sinn. Wenn der Preis stimmt eventuell als Zweitkonsole.
5. Die Wii hat wenig Knöpfe?
ossie75 09.06.2011
Sehe ich nicht so. A,B,C,Z,+,1,2 und Analogstick. Wenig ist was anderes... ;) Ich finde das Konzept der Wii U interessant. Interessant ist aber auch, was die Spielehersteller draus machen und was der Spaß kosten wird.
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Zur Person
Katsuya Eguchi, 46, ist Software-Entwicklungschef in der Nintendo-Abteilung "Entertainment Analysis & Development". Er arbeitet seit 1986 für Nintendo, hat Spiele wie "Star Fox", "Animal Crossing" und "Wii Sports" produziert. Er verantwortet die Softwareentwicklung von Nintendos neuer Konsole Wii u.

Fotostrecke
Spielkonsolen: PS3, Wii und Xbox im Überblick
Spielkonsolen: Die aktuelle Generation
Wii
AP
Der kleine Konkurrent kann im Gegensatz zu den Konsolen der Rivalen keine hochauflösende Grafik bieten, sondern liefert herkömmliche Fernsehauflösung. Trotzdem ist das Gerät so beliebt, dass der Hersteller bisher keine Preissenkung angekündigt hat. In den USA überholte die Wii im Juli 2008 Microsofts Xbox 360, was die Verkaufszahlen angeht. Die Konsole zeichnet sich durch einen bewegungssensitiven Controller und bewegungsorientierte Zusatzgeräte wie das "Balance Board" aus. Mit simplen Sport- und Spaß-Spielen hat sie für die Branche neue Zielgruppen erobert. 2009 führte Nintendo eine Erweiterung für den Controller namens Wii Motion Plus ein, die Bewegungen der Spieler noch präziser erfassen helfen soll. Einen ausführlichen Wii-Test finden Sie hier .
Playstation 3 und 2
AP
Der direkte Konkurrent von Microsofts Xbox 360 - die beiden Konsolen konkurrieren um die Hardcore-Gamer, die auch bereit sind, für hochauflösende Spielgrafik einen entsprechenden Fernseher zu kaufen. Im März 2007 kam die Konsole in Europa auf den Markt. Im Juli 2008 gab es sie entweder mit 40- oder mit 60-GB-Festplatte - im August 2009 wurde die PS3 slim vorgestellt, mit 120-GB-Festplatte und für einen niedrigeren Preis als das Vorgängermodell. Damit ist sie immer noch die teuerste unter den aktuellen Modellen. Die PS3 gibt ein hochauflösendes Videosignal über einen HDMI-Ausgang aus. Als einzige, momentan erhältliche Spielkonsole enthält sie ein Blu-ray-Laufwerk, mit dem sich auch hochauflösende Blu-ray-Discs abspielen lassen. Einen ausführlichen Test des ersten PS3-Modells finden Sie hier.

Im September 2010 kam in Deutschland die Erweiterung Playstation Move auf den Markt. Das Bewegungssteuerungs-System basiert auf der Konsolenkamera Playstation Eye und Controllern, die leuchtende Kugeln an der Spitze tragen. Die Kamera verfolgt die Bewegungen dieser Kugeln, gleichzeitig sorgen Lage- und Bewegungssensoren für ein noch genaueres Bewegungs-Abbild. Ein sogenanntes Starter-Pack enthält die Kamera und einen Move-Controller, es kostete im Herbst 2010 etwa 80 Euro. Weitere Controller sowie die mit einem Joystick ausgestatteten "Navigation Controller" müssen jeweils extra gekauft werden. Eine Ausrüstung für vier Spieler kann schnell so viel kosten wie eine ganze Konsole. Es sind jedoch auch im Preis reduzierte Bündel-Angebote erhältlich.

Sony hat als einziges der großen Unternehmen noch eine zweite Wohnzimmer-Konsole im Rennen: Die Playstation 2 verkauft sich noch immer, und es geht auch nach wie vor eine Menge Software für das Gerät weg, das in seiner Ur-Version im Jahr 2000 auf den Markt kam. In erster Linie verkaufen sich für das inzwischen geschrumpfte Gerät Partyspiele wie "SingStar" und das Quiz-Spiel "Buzz".
Xbox 360
REUTERS
Microsofts High-Definition-Konsole ist von den drei aktuellen Konkurrenten am längsten auf dem Markt, nämlich seit Ende 2005. Microsoft schraubte seitdem mehrmals an Preis und Ausstattungsmerkmalen. Die 360 hat ein normales DVD-Laufwerk.

Die aktuellen Modelle geben HD-Bilder über einen HDMI-Ausgang aus. Im Juni 2010 stellte Microsoft eine neue, kleinere, nun durchgägnig schwarze Xbox 360 vor, die serienmäßig mit einem HDMI-Ausgang und einem Wifi-Modul für drahtlosen Netzzugang ausgestattet ist. Das Gerät soll zudem deutlich leiser sein als die vorangegangenen Modelle. Sie kostete in Deutschland zunächst gut 300 Euro. Eine preiswertere Version mit nur vier Gigabyte Flashspeicher, aber ohne Festplatte kostete im Herbst 2010 etwa 180 Euro. Einen ausführlichen Test der ursprünglichen Xbox 360 finden Sie hier.

Im November 2010 kam Micorosofts Bewegungssteuerungs-System Kinect auf den Markt. Es funktioniert ohne physische Controller, erfasst werden die Bewegungen der Spieler von zwei Kameras. Zudem sind in die balkenförmige Kinect-Erweiterung Mikrofone eingebaut. Das System erfasst Bewegungen des ganzen Körpers und kann außerdem auf gesprochene Anweisungen reagieren. Mit Kinect lassen sich nicht nur Spiele steuern, sondern auch die Benutzeroberfläche der Konsole bedienen, Filme starten, pausieren und stoppen und Videochats führen. Kinect kostete bei der Einführung etwa 150 Euro, inklusive eines Spiels. Diverse Bündel-Angebote mit samt einer Konsole sind ebenfalls erhältlich.
Sony PSP
REUTERS
Die Playstation Portable, auf dem Markt seit 2005, ist Sonys erster Versuch, von dem traditionell von Nintendo ("Gameboy") beherrschten Markt für mobile Spielgeräte ein Stückchen abzuzwacken. Seit 2007 gibt es eine etwas dünnere Version namens Slim and Lite. Die Mobilkonsole kann nicht nur Spiele darstellen, sondern auch Filme und Musik abspielen. Außerdem lässt sie sich per W-Lan mit dem Internet verbinden. Filmdownloads und andere Inhalte können von der PS3 auf die PSP verschoben werden, außerdem kann die Mobilkonsole über einen Internetzugang als eine Art Fernbedienung für die PS3 benutzt werden. Die PSP ist auf dem Markt für mobile Spielgeräte Zweiter hinter Nintendos DS. Im Juni 2009 wurde das neue Modell PSP go vorgestellt, das ein herausschiebbares Unterteil mit den Bedienelementen darauf aufweist und deshalb deutlich kleiner ist, dafür aber kein Laufwerk mehr für Sonys UMD-Disk-Format hat. Spiele, Bilder, Filme und Musik sollen darauf direkt heruntergeladen werden. Die 2008 eingeführte PSP 3000 mit UMD-Laufwerk soll aber weiterhin produziert werden. Einen ausführlichen Test der ursprünglichen PSP finden Sie hier .
Nintendo DS
Der Nintendo DS ist seit 2005 in einer ersten Version auf dem Markt, seit 2006 in einer schlankeren Ausgabe namens DS Lite (abgebildet). DS steht für "dual screen". Die Konsole hat einen normalen und in der unteren Hälfte einen Touch-Screen. Spiele werden über Tasten oder aber einen Stylus, mit dem der Touchscreen bearbeitet wird, gespielt. Der DS lässt sich wie die PSP über W-Lan mit dem Internet verbinden, auch Online-Spiele und Spielereien wie Bilder-Chat sind so möglich. Mit Spielen wie "Nintendogs" und "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging" erschloss der DS neue Zielgruppen für Mobilkonsolen. Der DS ist das derzeit meistverkaufte mobile Spielgerät. Seit der Markteinführung wurden der kleinere DS Lite und zuletzt, Ende 2008 bzw. Anfang 2009 der DSi nachgeschoben. Letzterer weist als Neuerung unter anderem zwei etwas größere Bildschirme und zwei VGA-Kameras auf (eine auf der Bildschirm-Seite, eine auf der Gehäuse-Außenseite). Einen Testbericht über die erste Version des Nintendo DS finden Sie hier , einen Bericht über den aktuellen DSi finden Sie hier . Seit März 2010 gibt es den DSi XL, der einen größeren Bildschirm (4,2 Zoll) verfügt. Bei der Electronic Entertainment Expo im Juni 2010 in Los Angeles stellte Nintendo ein neues Gerät namens 3DS vor, das dreidimensionale Darstellungen auf einem der beiden Bildschirme erlaubt, ohne eine Spezialbrille erforderlich zu machen. Preis und Erscheinungstermin wurden zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht genannt.

Fotostrecke
Konsolen-Zubehör: Die schrägsten Gadgets für die Wii
Aktuelle Tablet-PC im Test
Acer Iconia Tab A500
Nicht schön, dafür vergleichsweise günstig ist Acers Android-Tablet Iconia Tab A500. Das 10,1-Zoll-Tablet mit 32 GB Speicher wiegt 765 Gramm undd kostet rund 500 Euro. Unser Testergebnis: Pummelchen mit vielen Anschlüssen.
Asus Eee Pad Transformer TF101
Das Asus-Tablet lässt sich mit einer Extra-Tastatur zum Netbook kombinieren. Wie in dieser neuen Geräteklasse üblich, hat das Eee Pad Transformer TF101 ein 10,1-Zoll-Display und 32 GB Speicher. Die Tastatur kostet allerdings 150 Euro extra.
HP TouchPad
Das TouchPad von HP setzt auf das mobile Betriebssystem webOS: Wer Palm liebt, wird dieses Tablet mögen. Das Display ist 10,1 Zoll groß, im Inneren werkelt ein Snap-Dragon-Prozessor mit zwei Kernen.
HTC Flyer
Mit seinem 7-Zoll-Touchscreen sieht das HTC Flyer aus wie ein zu groß geratenes Smartphone. Um auf dem Display vernünftig arbeiten zu können, ist ein Zeigestift beigelegt. Den sollte man nicht verlieren, sonst ist das Tablet für die Handtasche nur schwer zu bedienen.
Apple iPad 2
Nach wie vor der Maßstab ist Apples iPad, mittlerweile in der zweiten Generation. Die Kameras der Konkurrenz sind zum Teil besser, Betriebssystem und Apps des iPad 2 aber nach wie vor führend. Auch rund 600 Gramm Gewicht, eine Dicke von 0,9 Zentimeter und die Batterielaufzeit von knapp zehn Stunden können sich sehen lassen.
Motorola Xoom
Der erste echte iPad-Herausforderer war das Motorola Xoom, mit Zweikernprozessor, 10,1-Zoll-Display und Android-3.0-System zum stolzen Preis. Technisch auf der Höhe - zumindest bis das iPad 2 auf den Markt kam.
RIM Blackberry Playbook
Der kleine Tablet-Computer von Blackberry-Hersteller Research in Motion ist ohne ein Smartphone desselben Anbieters kaum sinnvoll nutzbar: Solo bringt es nur den halben Spaß. Das Gerät mit 7-Zoll-Display funkt nur über W-Lan und Bluetooth, nicht über das Mobilfunknetz.
Samsung Galaxy Tab 10.1v
Mit Mobilfunk und acht Megapixel-Kamera wartet das recht klobig wirkende Android-Gerät Samsung Galaxy Tab 10.1v auf. Für Google-Entwickler gibt es eine schlankere, schönere Version, die den Namen Galaxy Tab 10.1 trägt.


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