Xbox One: Microsoft zwingt Spieler zur Internetverbindung

Mindestens alle 24 Stunden müssen sich Xbox-One-Spieler mit den Microsoft-Servern verbinden, sonst legt der Konzern die Konsole lahm. Auch für die Weitergabe von gebrauchten Spielen gelten strenge Regeln.

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Xbox One: Strenge Kontrolle der Online-Zeiten

"Deine Xbox One ist immer bereit", heißt es in einem Blog-Beitrag, den Microsoft am Donnerstag veröffentlicht hat. Doch das stimmt nicht ganz. Die gute Nachricht für Fans der Xbox One ist zwar, dass die Konsole nicht ständig mit dem Internet verbunden sein muss, um zu funktionieren. Die weniger gute Nachricht: Das Gerät muss mindestens einmal alle 24 Stunden online gehen, sonst schiebt Microsoft den Spielern einen Riegel vor. Dann funktioniert kein Spiel mehr auf der Konsole.

Laut Microsoft ist die regelmäßige Internetverbindung notwendig, weil die "Xbox One so entwickelt worden ist, dass sie überprüft, ob das System, Anwendungen oder Spiele ein Update benötigen". Und diese Updates lassen sich eben nur mit einer Verbindung zu den Microsoft-Servern installieren.

Daher verlangt Microsoft von den Nutzern, dass sie sich einmal täglich ins Netz einwählen. Tun sie es nicht, ist die Xbox One unbrauchbar für Spiele. Selbst der Einzelspieler-Modus, der ansonsten keine Netzanbindung benötigt, funktioniert dann nicht mehr. Microsoft löst die Spielebremse erst wieder, wenn die Konsole mit dem Internet verbunden wird.

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Spieler, die sich auf der Xbox eines Freundes anmelden, haben noch weniger Offline-Zeit: Sie müssen sich jede Stunde ins Internet einwählen, um keinen Spiele-Stopp zu riskieren. Von diesem Zwang ausgeschlossen ist laut Microsoft allerdings die Fernsehfunktionen. Auch nach 24 Stunden im Offline-Modus lassen sich DVDs und Blu-rays auf dem Gerät abspielen.

Doch was, wenn der Spieler seine Xbox an einen Ort mitnimmt, an dem kein W-Lan zur Verfügung steht? Diese Frage beantwortet Microsoft mit dem Hinweis, dass die Konsole auch über eine mobile Datenverbindung den Kontakt mit Redmond aufnehmen kann. Ideal sei eine Übertragung von 1,5 Megabit pro Sekunde.

Während Microsoft die Online-Zeiten streng kontrolliert, gibt der Konzern die Verantwortung beim Verkauf von gebrauchten Spielen ab. In einem weiteren Blog-Beitrag erklärt das Unternehmen, jeder Hersteller könne selbst entscheiden, ob seine Xbox-Spiele weiterverkauft werden dürften - und wenn ja, welche Gebühren er dafür verlange.

Das Verschenken von gebrauchten Spielen erschwert der Konzern durch zwei Regeln: Die Spiele dürfen nur einmal weitergegeben werden, und der Beschenkte muss mindestens seit 30 Tagen auf der Freundesliste des Spielers stehen.

jbr

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insgesamt 145 Beiträge
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1. nen grund mehr
netri 07.06.2013
sich keine Xbox zu kaufen, der online zwang wird langsam lächerlich.
2. Die sollen ihre Box behalten!
dirkozoid 07.06.2013
Dann braucht die gar nicht mehr nach Hause telefonieren, wenn das Ding einfach in Redmond oder China oder wo auch immer es herkommt, bleibt.
3. Wie dumm muß man sein
Frau Mau 07.06.2013
Zitat von sysopMindestens alle 24 Stunden müssen sich Xbox-One-Spieler mit den Microsoft-Servern verbinden, sonst legt der Konzern die Konsole lahm. Auch für die Weitergabe von gebrauchten Spielen gelten strenge Regeln. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/xbox-one-microsoft-kontrolliert-die-online-zeiten-der-spielkonsole-a-904323.html
So ein Produkt zu kaufen, und damit solche Geschäftspraktiken zu unterstützen ?
4. Schrott
fraecael 07.06.2013
Wohnraumüberwachung + Spieleverbot = Technikschrott.
5.
franko_potente 07.06.2013
Zitat von sysopMindestens alle 24 Stunden müssen sich Xbox-One-Spieler mit den Microsoft-Servern verbinden, sonst legt der Konzern die Konsole lahm. Auch für die Weitergabe von gebrauchten Spielen gelten strenge Regeln. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/xbox-one-microsoft-kontrolliert-die-online-zeiten-der-spielkonsole-a-904323.html
gut, kaufen wir das produkt eben nicht. Sowas bescheuertes. Alle 24h on...wenn also ein Besitzer mal seine Netzrechung nicht bezahlt, ist dann auch gleich die X Box tot. Sehr sinnvoll. Kaufen muss man Spiele und Box aber schon... Eigentum was dann nicht funktioniert, ohne weitere Gebühren...lächerlich
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