In der 3D-Welt von "Second Life" können Nutzer sich virtuelle Existenzen aufbauen und durch die zum US-Dollar konvertierbare Währung "Linden Dollar" sogar ganz handfeste Geschäfte betreiben. Das lockt natürlich auch Unternehmen in die Online-Welt. Sie sehen "Second Life" zunächst als Marketing-Tool, dessen virtuelle Schaufenster kostengünstig Aufmerksamkeit generieren.
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Für Betreiber von Telefonservices bedeutet ein "Second Life"-Engagement unterdessen fast zwangsläufig auch eine Verknüpfung mit den Diensten in der echten Welt, und nachdem diese Verbindung ins Festnetz bereits im Oktober realisiert wurde, können seit letzter Woche Handys im Spiel für die Kommunikation mit realen Mobiltelefonen genutzt werden.
Telefonzellen im zweiten Leben
Die vollständige Einbindung von "Second Life" in die Telekommunikationsnetze dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Der Mobilfunkprimus Vodafone hat bereits ein umfassendes Engagement angekündigt, während die erste Festnetzverbindung bereits existiert: Seit Oktober betreibt das US-Unternehmen Vivox "Second Life"-Telefonzellen.
Von den Vivox-Apparaten in der digitalen 3D-Welt können bis dato alle Festnetz- und Mobilnummern in den USA erreicht werden. Zum Start des Service hat Vivox eine Million Gesprächsminuten verschenkt - was angesichts der Entwicklung der Internet-Telefonie aber nicht weiter verwundert, denn letztendlich sind die Telefonzellen und die Handys in "Second Life" nichts weiter als bunte neue Oberflächen für VoIP-Software.
Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler
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