SPIEGEL ONLINE: Apple steigt in den Handymarkt ein. Macht Ihnen das Angst?
Kari Tuuti: Überhaupt nicht. Apple bestätigt damit nur die Strategie von Nokia, die wir seit Jahren verfolgen. Wir glauben, dass derartige vernetzte Multimediageräte jene Geräte ablösen werden, die nur eine einzige Funktion haben. Wir beobachten ein großes Wachstum in diesem Markt. Ich bin sicher, dass es Platz genug für viele Wettbewerber darin gibt.
SPIEGEL ONLINE: Aber Nokia hat den Markt für Musikhandys doch selbst ein wenig verschlafen. Erst in letzter Zeit tut sich da einiges.
Tuuti: Im vergangenen Jahr haben wir fast 70 Millionen Musikhandys verkauft. So viele iPods hat Apple in etwa fünf Jahren abgesetzt. Nokia ist heute der größte Anbieter von Musikgeräten weltweit. Nach unseren Untersuchungen nutzen 70 Prozent der Handybesitzer die MP3-Funktion regelmäßig.
SPIEGEL ONLINE: Meist ist aber der Speicher viel zu klein. Das iPhone wird vier oder acht Gigabyte an Bord haben. Ein Vorteil für Apple?
Tuuti: Wir verkaufen jetzt schon das Nokia N91 mit acht Gigabyte Speicherplatz. Apples iPhone wird womöglich erst Ende des Jahres in Europa verfügbar sein. Wir haben also ein Jahr Vorsprung.
SPIEGEL ONLINE: Was Bedienung und Design betrifft, hat Apple einen erstklassigen Ruf. Wenn es nun auch ein Handy von Apple gibt, könnten sich Ihre Kunden fragen: Wozu brauche ich noch ein Nokia-Handy?
Tuuti: Wir respektieren Apple als ein sehr gutes Unternehmen. Nach der Ankündigung des iPhones werden unsere Ingenieure und Designer noch härter daran arbeiten, neue und bessere Geräte zu entwickeln. Was die Bedienung betrifft, möchte ich aber betonen, dass Nokia unter allen Handyherstellern als derjenige mit der einfachsten Benutzerführung gilt. Das User-Interface wird als sehr gut eingeschätzt.
SPIEGEL ONLINE: Aber könnte Apple nicht doch den Handy-Markt aufmischen und Nokias Position gefährden?
Tuuti: Ich vertraue in unsere Produkte. Und in die neuen Geräte, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen. Das iPhone ist ein ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt. Aber ich bin mir sicher, dass wir der Marktführer bleiben. Im Bereich der Multimedia-Handys, zu denen auch das iPhone gehört, haben wir im vergangenen Jahr fast 40 Millionen Stück verkauft. Unser Marktanteil beträgt hier 50 Prozent, wie sind also unangefochten die Nummer eins.
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Das Interview führte Holger Dambeck
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Kommt ja bald noch die Mobilfon-Messe :) Musste erstmal Platz gemacht werden fürs Air. mehr...
Nun, die bekannt gegebenen Updates am iPhone halten sich in Grenzen. SMS an mehrere Empfänger versenden? Ist bei anderen längst Standard! Einzig der Google-Lokalisierungsdienst ist nennenswert. Wenn man sieht was es vorher alles [...] mehr...
Gerade werden die Updates zum iPhone präsentiert. Find ich toll, ein Gerät, an dem KONTINUIERLICH weiterentwickelt wird, statt 20 Modelle im Jahr rauszuballern ;) Apple nimmt das Thema Handy und dessen benutzer ernst...! mehr...
Der Grund für diese Option liegt in der Kalkulation und der Infrastrukturkapazität begründet. mehr...
ach, da schau her. Ich hatte schon das Gerücht gehört, dass man die Drosselung technisch derzeit gar nicht umsetzen könne. Na, mal abwarten, was im ersten Halbjahr in Sachen iPhone noch passiert. Früher oder später werde ich [...] mehr...
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