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10.01.2007
 

Revolutionär oder evolutionär

Was ist wirklich dran am iPhone?

Von Matthias Kremp

Mit dem iPhone, behauptet Apple-Chef Jobs, habe Apple das Mobiltelefon neu erfunden. Mindestens fünf Jahre sei man den etablierten Handy-Herstellern voraus. Hat er mit dieser Behauptung Recht? Ein Blick auf die wichtigsten Funktionen des Apple-Handys soll’s klären.

Die Vernetzung

Als Quad-Band-Mobiltelefon funktioniert das iPhone überall auf der Welt. Das ist schön, aber nicht sensationell, sondern gehört bei neuen Handy-Modellen fast schon zum guten Ton. Erstaunlich ist, dass Apple bei all der Hochtechnologie keine Anbindung für 3G-Netze wie UMTS integriert hat. Stattdessen ist das langsamere EDGE für Datendienste vorgesehen. Für E-Mail und ein wenig Websurfen mag das reichen, für Videotelefonate oder fette Downloads ist eine solche Anbindung aber etwas zu gemächlich. Immerhin: Steve Jobs kündigte an, künftige Versionen des iPhone sollen auch in 3G-Netzen funken können.

Schon jetzt ist das iPhone mit WLAN-Funktionalität nach 802.11b und 802.11g ausgestattet. Ob man diese schnelle Netzwerkschnittstelle nur zum Surfen oder auch für IP-Telefonate nutzen kann, hat Apple noch nicht erläutert. Um des lieben Friedens mit den Mobilfunk-Providern willen wird Apple IP-Telefonie wahrscheinlich aussperren. Sehr löblich ist, dass das Gerät laut Pressemitteilung automatisch von EDGE auf das meist günstigere und schnellere WLAN umschaltet, sobald man sich im Bereich eines Hotspots aufhält.

Mittlerweile absoluter Standard ist die integrierte Bluetooth-Funktion. Die wird man vor allem brauchen, um via Bluetooth-Headset zu telefonieren. Erfreulicherweise hat Apple die Bluetooth-Variante 2.0 EDR eingebaut. Damit lassen sich Daten erheblich schneller übertragen als mit dem üblichen Bluetooth 2.0, das bis heute in den meisten Handys verbaut wird. Der drahtlose Datenabgleich mit einem Computer oder Notebook dürfte damit recht flott vonstatten gehen.

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