Mittwoch, 10. Februar 2010

Netzwelt



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11.01.2007
 

Handy-Ärger

Cisco verklagt Apple wegen iPhone-Namensrechten

Nur einen Tag nach der Vorstellung des ersten Apple-Handys ist ein Streit um die Bezeichnung iPhone entbrannt. Das US-Unternehmen Cisco reichte Klage gegen Apple ein, weil es die Namensrechte für sich beansprucht.

San Francisco - Der Netzwerkausrüster Cisco Systems erklärte, die bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereichte Klage verfolge das Ziel, Apple mit einer einstweiligen Verfügung an der Verwendung des Markennamens zu hindern. "Es gibt keinen Zweifel, dass das neue Telefon von Apple sehr aufregend ist", erklärte Cisco-Justiziar Mark Chandler in San Francisco. "Aber ohne unsere Erlaubnis sollten sie nicht unsere Marke verwenden." Cisco halte die Rechte an der Bezeichnung "iPhone".

iPhone-Schriftzug bei der Präsentation am Dienstag: Cisco reklamiert die Rechte für sich
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AP

iPhone-Schriftzug bei der Präsentation am Dienstag: Cisco reklamiert die Rechte für sich

Cisco hat die Rechte eigenen Angaben zufolge im Jahr 2000 mit der Übernahme der Firma InfoGear Technology erworben, die die Marke "iPhone" für sich registrieren ließ. Der Linksys-Geschäftsbereich von Cisco brachte vor drei Wochen ein Telefon mit der Modellbezeichnung iPhone heraus, das für die Internet-Telefonie (VoIP) entwickelt wurde. Chandler sagte, es habe Verhandlungen mit Apple über die Nutzung des Namens gegeben, nachdem Apple darum gebeten habe. Die Rechte seien aber weiter bei Cisco geblieben.

Nach Bekanntwerden der Klage gaben die Aktien von Apple 1,3 Prozent nach. Eine Cisco-Sprecherin hatte noch am Dienstag gesagt, es werde wohl eine umgehende Einigung mit Apple geben. Beide Firmen führten bereits Diskussionen über den Markennamen. Apple-Chef Steve Jobs hatte sich ähnlich geäußert.

Apples Ankündigung zum Einstieg in den Handy-Markt hat die Branche und die Finanzmärkte weltweit aufhorchen lassen. Apples iPhone mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm statt einer Tastatur soll den millionenfach verkauften Multimediaplayer iPod mit einem Mobiltelefon und einem Taschencomputer vereinen. Jobs hatte von einem "revolutionärem Produkt" gesprochen.

phw/AP/dpa/reuters

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