Apple und Cisco haben sich darauf geeinigt, den Markennamen "iPhone" als Bezeichnung für Telefongeräte künftig gemeinsam zu nutzen. Damit ist für Apple der Weg zur Markteinführung des iPod-Handys frei. Zuvor hatte der Netzwerkausrüster Cisco mit einer Klage gedroht, sofern man sich nicht am Verhandlungstisch einigen könne. Zudem hatte Cisco gefordert, die eigenen Produkte kompatibel zum Apple-Handy konstruieren zu dürfen.
In einer Presseerklärung heißt es nun, die Kontrahenten würden die jeweiligen Markenrechte anerkennen und jegliche rechtliche Maßnahmen, die aus dem Streit resultieren, einstellen. Darüber hinaus wollen sich die Unternehmen darauf verständigt haben, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit sowie Kommunikationslösungen für Endanwender und Firmen zu sondieren - das riecht nach Aufträgen für Cisco, die in diesem Geschäftsfeld aktiv sind. Genauere Angaben machen die Unternehmen nicht, sondern verweisen darauf, die genauen Bedingungen des Abkommens vertraulich behandeln zu wollen.
Cisco hatte die Rechte an dem Begriff "iPhone" im Jahr 2000 im Rahmen einer Firmenübernahme erworben. Erst 2006 stellte das Unternehmen dann ein Internet-Telefon mit dieser Bezeichnung vor. Apples Anwälte argumentierten zunächst, Cisco habe seine Rechte an dem Markennamen verloren, da er nicht genutzt wurde. Bis kurz vor der offiziellen Vorstellung des Apple-iPhone, Anfang Januar, hatte sich Cisco noch um eine gütliche Einigung bemüht. Nachdem Apple auf diese Angebote nicht einging, legte Cisco eine Unterlassungsklage vor, die das Unternehmen jedoch auf Eis legte, nachdem sich Apple zu Gesprächen bereit erklärt hatte.
mak
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