In 2006 wurden weltweit rund eine Milliarde Handys verkauft. Und damit nicht genug: für die kommenden Jahre sieht die Branche zweistelligen Wachstumsraten entgegen. Dieser anhaltende Boom der Mobilfunkindustrie sorgt unter anderem dafür, dass die Kosten für Komponenten und Herstellung rasant sinken. Darüber können sich nicht nur die Konsumenten, sondern auch Designer freuen. Standardisierte, billige Einzelteile erlauben immer öfter die Realisierung außergewöhnlicher Entwürfe - und sei es nur als Kleinstserie.
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Doppelte Gesundheitsgefahr
Aus China, dem Land der notorischen Raucher, kommt unterdessen der aktuelle Gegenentwurf zum Kuscheltelefon: Ein Handy im Format und Design einer Zigarettenschachtel. Hierzulande würde so etwas wohl als doppelte Gesundheitsgefährdung betrachtet. Der Grund: das als "XYW 3838" bezeichnete Modell ist keineswegs nur als Täuschung zu verstehen. Das kommunikative Kästchen dient neben seiner Handyfunktion tatsächlich als Zigaretten-Etui und bietet Platz für sieben Glimmstengel.
Dem Webzine "Gearfuse" zufolge ist das GSM-Telefon unter anderem mit einem MP3-Player, einer Digicam und einem Slot für SD-Cards ausgestattet. Inklusive Geschenkverpackung kostet das Kippen-Handy rund 140 Euro, eine Packung Zigaretten der imitierten Marke "Chonghwa" inklusive.
Selbstanruf-Anhänger
Entsprechend den gestiegenen Chancen für die Realisierung von ausgefallenen Telefon-Entwürfen, nehmen sich natürlich auch immer mehr Nachwuchsdesigner des Themas an. Passend zum Zigaretten-Handy etwa, hat der Chinese Lv Zhongfang ein Streichholzschachtel-Handy entworfen. Echte Zünder sind in darin zwar nicht untergebracht, dafür wird durch das vertraute Aufschieben der Schachtel die Tastatur freigelegt.
Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler
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