Von Matthias Kremp
Mit dem iPhone will Apple einen Meilenstein setzen. Sein schickes Design, die intuitive Bedienung und viele Hightech-Funktionen sollen scharenweise Käufer anlocken. Ob die von dem Gerät tatsächlich so begeistert sein werden, wie es ihnen Apple-Chef Steve Jobs verspricht, wird sich zeigen.
Bis das Apple-Handy auch in Deutschland erhältlich sein wird, werden allerdings noch einige Monate vergehen. Wenn Apple dann das amerikanische Preismodell auch auf dem hiesigen Markt einführt, wird es für viele, die sich das neue Apple-Mobiltelefon wünschen, eine böse Überraschung geben. Denn während die Preise für das Gerät und die Monatsgebühren für US-Verhältnisse nicht außergewöhnlich hoch sind, dürften deutsche Mobiltelefonierer zusammenzucken, wenn ihnen monatliche Minimalgebühren in Höhe von rund 60 Euro in Aussicht gestellt würden.
Doch muss es denn überhaupt ein iPhone sein? Gibt es nicht andere Hersteller, die schon viel länger Handys bauen als Apple und möglicherweise auf dieselben Ideen gekommen sind, wie das Unternehmen aus Cupertino? SPIEGEL ONLINE macht den Reality Check und vergleicht die Features des iPhone mit den Fähigkeiten von Konkurrenzprodukten.
Alle Funktionen in einem Gerät
Apple hat das iPhone mit Funktionen vollgestopft. Neben Kalender und Adressbuch gehören dazu beispielsweise ein Webbrowser, ein E-Mail-Programm, ein Photobetrachter, Börseninformationen und Wettervorhersagen. Vor allem aber verlässt sich Apple darauf, dass Programmierer in aller Welt Zusatzfunktionen und Programme für das iPhone schreiben. Indem diese auf etablierten Webstandards basieren sollen, will Apple es den Entwicklern leicht machen, solche Anwendungen zu schreiben.
Einzigartig ist das iPhone damit aber kaum. Die Krone der Vielfältigkeit trägt dagegen Nokias N95, das folgerichtig als Multimedia-Computer bezeichnet wird. Auch das Nokia wird bereits mit etlichen vorinstallierten Programmen geliefert, kann aber bereits auf eine riesige Menge zusätzlicher Software zugreifen. Damit nicht genug verfügt es über eine bessere Kamera als das iPhone sowie ein, zugegebenerweise verbesserungswürdiges, GPS-Modul für Navigationsaufgaben.
Das hochauflösende Display
Keine Frage: Mit seiner Auflösung von 480 mal 320 Bildpunkte bietet das iPhone viel mehr Bildfläche als die meisten Handys. Gerade beim Betrachten von Videos und Bildern dürfte das zum Tragen kommen. In der Standard-Klasse sind eher Auflösungen wie 160 mal 176 Bildpunkte üblich. Nur sogenannte Smartphones sind in der Regel mit höher auflösenden Bildschirmchen ausgestattet. Deren Pixelzahl liegt mit 320 mal 240 Bildpunkten jedoch weit unter den Fähigkeiten des iPhone.
Weltbewegend ist das Display deswegen jedoch nicht. Den Maßstab in Sachen Auflösung setzt dagegen Nokia mit dem neuen Communicator E90. Dessen Hauptbildschirm protzt mit 800 x 352 Pixel, das sind fast doppelt so viele Bildpunkte wie sie das iPhone zu bieten hat.
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