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30.06.2007
 

iPhone im Test

Revolution mit Macken

Von Marc Pitzke, New York

3. Teil: Die Software

AT&T oder Apple drücken einem wirklich nur die Hardware in die Hand. Die sonst hier übliche Tortur einer Handy-Beschaffung, wie sie in den USA längst zu den verhasstesten Dienstleistungserlebnissen gehört, fällt weg, allein das ist schon revolutionär: Keine lästigen Verkaufsgespräche mehr, kein Feilschen um Minutenpläne, keine endlosen Dokumente, die es zu unterzeichnen gilt. Das kann man jetzt alles selbst erledigen, zu Hause, per Mausklick. Einfach nur die neueste Version von iTunes runterladen (iTunes 7.3) und das iPhone über die USB-Buchse anschließen, wie einen iPod. (Das lädt gleichzeitig auch die Batterie.)

iTunes führt mich Schritt für Schritt durch die bequemste Handy-Aktivierung, die ich hier je erlebt habe. Es übernimmt automatisch meine alte Handy-Nummer von meinem bisherigen Carrier Verizon und überträgt sie zu AT&T. (Die Strafgebühr von 175 Dollar für meinen vorzeitigen Vertragsausstieg dürfte ich auf der Verizon-Schlussrechnung finden.) Es gibt mir diverse Monatspläne zur Wahl; ich entscheide mich für 2000 Minuten (Wochenenden und Nächte unbegrenzt, Gespräche im AT&T-Netzwerk umsonst), unbegrenzte Datenmenge, 200 SMS, alles in allem 119,99 Dollar. Klick, fertig. Das Ganze dauert kaum fünf Minuten.

Zwölf Programmesymbole: Von SMS bis Settings
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AFP

Zwölf Programmesymbole: Von SMS bis Settings

Einmal aktiviert, zeigt der Home-Screen zwölf Programmsymbole, die aussehen wie die bekannten Mac-Widgets: SMS, Kalender, Fotos, Kamera, YouTube, Aktien, Google-Maps, Wetter, Uhr, Taschenrechner, Notizen und Settings (Einstellungen). Darunter finden sich die vier virtuellen Hauptfunktionstasten: Phone, Mail, Browser (Apples Safari), iPod.

Dazwischen ist noch Platz für vier weitere Programme, die Apple mit der Zeit ergänzen dürfte. In der Warteschlange an der 17th Street wurde gestern unter anderem auf iChat spekuliert, das Chat-Programm Apples, das derzeit im iPhone noch nicht enthalten ist.

Sanfte Fingerberührung aktiviert die Buttons. Der Home-Screen verschwindet, und das gewünschte Programm erscheint. All das geschieht mit einem pfiffigen Widget-Effekt.

Scrollen funktioniert per "Flicken" der Finger, als wolle man eine Fliege verscheuchen. Das Zusammenführen/Auseinanderziehen von Daumen und Zeigefinger verkleinert/vergrößert die Ansicht von Websites, Fotos und E-Mails (ein "double tap" erreicht das Gleiche) - ein toller Zoom-Effekt, der aber Training erfordert. Vor allem mein Daumen, Blackberry-verwöhnt, muss zunächst umdenken. Doch bald lerne ich, dass ich einen Button exakt am besten treffe, indem ich leicht links daneben ziele.

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