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30.06.2007
 

iPhone im Test

Revolution mit Macken

Von Marc Pitzke, New York

4. Teil: Das Handy

Über USB hat das iPhone gleichzeitig schon diskret alle Info-Daten aus meinem Mac synchronisiert: Adressen, Telefonnummern, Termine, Browser-Bookmarks, iPod-Songs und iPhoto-Bilddateien. Beim Antippen des Telefonsymbols erscheint mein Mac-Adressbuch, alphabetisch sortiert. Mit dem "Flicken" eines Fingers scrolle ich durch die Liste und kann den jeweiligen Eintrag wählen. Bloßes Berühren der Nummer stellt die Verbindung her. Die Qualität der Anrufe ist befriedigend, die Lautstärke jedoch könnte besser sein. Das ist typisch AT&T.

Und auch eines der größten Mankos des iPhones, zumindest hier: die Exklusiv-Koppelung an AT&T. AT&T rühmt sich zwar des "größten digitalen Daten-Netzwerks" in den USA (und der "wenigsten abgebrochenen Anrufe"). Doch die Landkarte des Funkbereichs zeigt vor allem in der westlichen Hälfte des Kontinents noch weite AT&T-freie Zonen, etwa in Nevada, Arizona, Kalifornien und Alaska.

Auch ist das Edge-Network von AT&T, über das das iPhone ins Internet steigt, langsamer als das der Konkurrenz - ein Kompromiss, den Apple einging, um Speicherkapazitäten zu sparen. Dafür schaltet das iPhone automatisch auf WLAN um, so vorhanden, zum Beispiel in meiner Wohnung oder beim Gang um den Block zu Starbucks. Ohne WLAN kommt das "Jesus Phone" aber wie auf Krücken daher, jedenfalls was die Netzverbindung angeht.

Virtuelle Tastatur: Wählen auf dem ganzen Bildschirm
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Virtuelle Tastatur: Wählen auf dem ganzen Bildschirm

Brilliant dagegen das Voicemail-System. Anderswo muss man sich durch krächzende Computer-Ansagen quälen, um Voicemail abzufragen ("Sie… haben… sieben… neue… Messages…"). Das iPhone präsentiert Voicemail wie E-Mails in einer Inbox. Antippen genügt, und man hört die Nachricht seiner Wahl. Noch mal antippen, und man kann zurückrufen. Um meine Grußansage in angemessener Qualität aufzunehmen, brauche ich jedoch mehrere Minuten. Wer's ganz traditionell mag, kann über ein virtuelles Keyboard wählen, das den ganzen Bildschirm ausfüllt und bequemer ist als alles andere, was derzeit auf dem Markt ist.

Persönliche Klingeltöne kann man leider nicht aufladen. Dafür bietet das iPhone 25 eigene, meist originelle Ringtones, darunter eine Flipper-Maschine, ein Motorrad und laut zirpende Grillen. Meine Lieblings-Töne sind die "Türklingel" (mein Hund guckte tatsächlich zur Tür) und das klassische, alte Schrill-Telefon.

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