Dongmei Li aus Queens im US-Bundesstaat New York ist nicht die einzige iPhone-Käuferin der ersten Stunde, die sauer auf Apple ist. Viele Anwender hatten sich lautstark beschwert, nachdem Apple-Chef Steve Jobs nur 68 Tage nach Einführung des Apple-Handys verkündet hatte, der Preis des 8-Gigabyte-Modells werde von 599 auf 399 Dollar gesenkt, das 4-Gigabyte-iPhone gar ganz aus dem Sortiment gestrichen.
Steve Jobs mit iPhone: Apple soll eine Million Dollar Schadensersatz wegen einer happigen Preissenkung zahlen
Doch das war offenbar zu wenig für Dongmei Li. Sie will mehr, viel mehr und ist bereit, dafür vor Gericht zu ziehen. Bei einem New Yorker Bezirksgericht reichte sie Klage ein, fordert eine Million Dollar Schadenersatz. Ihre Begründung: Man könne ein 4-Gigabyte-iPhone, wie sie eines besitze, nun nicht mehr so profitabel weiterverkaufen wie noch vor der Preissenkung. Zudem hätten Käufer, die erst jetzt ein iPhone anschaffen, bessere Chancen, ihr Gerät später ohne großen Verlust wieder loszuwerden.
Zudem wird in der Klage auch AT&T angeprangert. Das Telekommunikationsunternehmen bietet das iPhone in den USA exklusiv an. Zudem ist der Kauf des iPod-Handys an den Abschluss eines Zweijahresvertrages mit AT&T gebunden. Dies seien unfaire Geschäftspraktiken, klagt Li.
Bislang haben sich weder Apple noch AT&T zu den Vorwürfen geäußert. Es darf allerdings bezweifelt werden, ob die Klägerin mit ihrer Klage Erfolg haben wird. Selbst in den USA, wo derartige Klagen an der Tagesordnung sind, dürfte die Forderung der verärgerten iPhone-Nutzerin reichlich hoch gegriffen sein. Da mutet die Klage von Jose Trujillo geradezu bescheiden an: Er forderte 75.000 Dollar Schadensersatz von Apple, weil er enttäuscht war, dass man den iPhone-Akku nicht selbst austauschen kann.
mak/AP
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