Unabhängige Anbieter dürfen der Ankündigung zufolge künftig ihre Programme auf dem iPhone speichern. Bislang sperrte Apple solche Anwendungen aus, erlaubte nur simple Mini-Anwendungen im iPhone-Browser. Anfang kommenden Jahres soll diese Barriere fallen, verspricht Apple-Boss Jobs auf der Firmenseite und freut sich auf "hundert neue Anwendungen" von einer "lebhaften Entwicklergemeinde".
Apple-Chef Jobs: Träumt von einer "lebhaften Entwicklergemeinde" für das iPhone
Ende September hatte Apple mit einer aktualisierten Betriebssoftware geknackte iPhones unbrauchbar gemacht und nebenbei alle nützlichen Anwendungen unabhängiger Programmierer ausgesperrt: Instant Messaging, Positionsbestimmung, Diktiergerät, eBook-Darstellung. Steve Jobs hatte bei seiner iPhone-Show in London gesagt: "Leute versuchen, das Gerät aufzubrechen. Unser Job ist es, sie zu stoppen."
Das rabiate Vorgehen erzürnte Apple-Fans. Die Reaktionen waren alles andere als wohlwollend. Die Apple-Fans selbst und auch die Presse, von "Wired" bis zur "New York Times" schimpften, Apple habe das iPhone mit der Aussperrung verkrüppelt.
Und wie schon beim Proteststurm nach der drastischen Preissenkung, die Frühkäufer für ihren Eifer bestrafte, reagierte das Unternehmen aus Cupertino auch dieses Mal. Kein Unternehmen erfährt derzeit so stark am eigenen Leib, was es heißt, in Zeiten der Internet-Öffentlichkeit Produkt-PR zu machen.
lis/cis
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