T-Mobile USA, sagte Telekom-Chef Rene Obermann in der internationalen Schaltkonferenz zur Vorstellung des Google-Android-Projektes, gehörte zu den "Gründungsmitgliedern der Allianz". Was das heißt, verriet sein Kollege Paul Jacobs vom Handy-Bauer Qualcomm: Seit "einem Jahr" sei man schon an Bord. Dass bis Ende letzter Woche kaum Einzelheiten durchsickerten, ist also die erste große Leistung des Projekts Android.
Dass zu den ersten Partnern auch große Netzbetreiber wie NTT DoCoMo, China Mobile und T-Mobile gehören, liegt schlicht daran, dass Android für sie eine Menge mehr leisten soll, als nur Teil eines PR-wirksamen Bündnisses zu sein.
1. Erhöhte Umsätze
Android ist ein Browser-basiertes Betriebssystem. Laut Google-Chef Eric Schmidt soll der Nutzer im Umgang damit "keinen Unterschied zwischen Rechner und Handy" mehr spüren, die Grenzen zwischen Handy- und Internet-Welt sollen endgültig verschwimmen. Sprich: Android ist dazu gemacht, den Handy-User zur Web-Nutzung zu animieren. Das haben die Netzbetreiber seit Einführung von UMTS geradezu verzweifelt versucht - mit bisher sehr durchwachsenen Resultaten. Android verspricht also mehr Traffic - und damit deutlich erhöhte Umsätze.
2. Benutzerfreundlichkeit
Wer sich je mit den Online-Menüs von Vodafone oder T-Mobile herumgequält hat, weiß, wie falsch die schönen Werbeversprechen vom ach so spaßigen Mobil-Netz wirklich sind. Freude kommt da selten auf. Der Gedanke, allen Handy-Nutzern einen Standard zu bieten, der quer über die verschiedenen Plattformen der Handy-Hersteller gemeinsame Navigations- und Bedienungsmerkmale pflegt, ist natürlich verlockend. Das Bedien- und Menü-Wirrwarr würde ersetzt durch eine bald vertraute Nutzeroberfläche.
Zudem verspricht Android, das Web so, wie es ist, in die Handy-Welt zu integrieren - Wap und spezielle abgespeckte Mobilwebseiten wären überflüssig. Die inhaltlichen Angebote der Betreiber würden zum Teil des Betriebssystems - denn Android macht den Browser zum universellen User-Interface.
3. Dienste
Eines der großen Probleme der Netzbetreiber ist, dass sie ihren Mobil-Kunden noch immer wenig zu bieten haben, womit sie sich online beschäftigen können. Die offene Plattform verspricht eine Flut von Applikationen, die die Betreiber noch nicht einmal selbst entwickeln müssen. Auf der anderen Seite können sie das aber weiterhin tun - und würden bei inhaltlichen Angeboten sogar noch am Splitting der Werbeumsätze mit Google profitieren.
Die Telekommunikationsbosse dieser Welt dürften sich vor allem von mobilen Social Networks Umsatzzuwächse versprechen - aber auch von Spielen und den zahlreichen lokalisierten und Geo-Diensten nach dem Muster von Google Maps. Sprich: Bei allen spielerischen Dingen, mit denen man gern mehr Zeit verbringt als unbedingt nötig.
Dazu kommt, dass Android laut Googles Mobil-Chef Andy Rubin über eine sehr einfache Schnittstelle verfügen soll, neue Inhalte und Programme zu integrieren. Klingt nach "draufklicken, herunterladen, installieren" - wie man es vom Web kennt. Nette Aussichten auch für die Handelsplattförmchen der Provider, über die bisher nur verhalten nachgefragte Goodies wie Musikdownloads, Filmchen und - auch das ein schwindendes Geschäft - Klingeltöne verhökert werden. Das tollste an Android aber dürfte sein, dass die Provider selbst an Diensten, mit denen andere Geld verdienen wollen, stets mitverdienen würden. Es gibt schlechtere Geschäftsmodelle.
Fazit: Auch die Netzbetreiber dürfen sich in der Open Handset Alliance als Gewinner fühlen - wenn alles so funktioniert, wie versprochen.
pat
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Das Handy an sich als Telefon ist auch ok. Wenn ich irgendwo hin muß, nehme ich es mit. Nur würde mir im Traum nicht dabei einfallen, damit oder mit einem Mobil-PC ins Netz zu gehen. Ständig auf so'n winzigen Monitor zu starren. [...] mehr...
Ehm, ja natürlich! Weil ich eben nicht wie sie in altherbrachten Schranken denke, die mir seit Kindheit eingetrichtert wurden und ich irgendwann so gefressen hatte bis ich tatsächlich glaubte das wäre die Wahrheit oder der [...] mehr...
Na DoubleU beruhigen Sie sich mal wieder, is nicht gut fürs Herz.... Ich verstehe diese enorme Aufregung wegen der Werbung absolut nicht. Im Gegenteil, ich mag Werbung in einer bestimmten Art und Weise, denn wenn man mal [...] mehr...
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