Von Matthias Kremp
Wer sich heutzutage noch dabei erwischen lässt, mit einem Plastikstift auf dem berührungsempfindlichen Display seines Handys herumzukritzeln, läuft Gefahr, als "sooo 2006" abgestempelt zu werden. Schließlich gibt es seit 2007 Apples iPhone und damit ein Handy, das sich perfekt per Finger bedienen lässt.
Das finden nicht nur viele Anwender gut, das hat auch etliche Hersteller dazu animiert, eigene Touchscreen-Handys mit Fingersteuerung zu entwickeln. Meist basieren diese Geräte auf Microsofts Handy-Betriebssystem Windows Mobile. Das allerdings ist normalerweise dermaßen un-touchy, dass sich einige Hersteller bemühen, ihm mit selbstgestrickten Aufsätzen ein sexy Antlitz zu verleihen.
Samsung ist einer dieser Hersteller und konnte für das Omnia schon im Vorfeld der Vorstellung reichlich Lorbeeren einsammeln. Der Hauptgrund der Begeisterung für das neue Gerät dürfte eben die schmucke Benutzeroberfläche sein, mit der das Samsung-Mobiltelefon seinen Besitzer nach dem Einschalten empfängt. Die ist schön bunt und protzt mit der großzügigen Nachbildung einer analogen Uhr, die man mit dem Finger über den Bildschirm schieben kann.
Weitere Software-Beigaben stecken in einer Programmleiste, die sich über den linken Bildrand erstreckt. Toolbar heißt das bei Samsung und dient zur Aufbewahrung sogenannter Widgets, kleiner Programme, mit denen man die verschiedenen Funktionen des Handys nutzen kann. Vorinstalliert entdecke ich hier beispielsweise eine Weltzeituhr, ein UKW-Radio und ein Fotoalbum. Klar, das kann man brauchen. Meine Versuche, die schnuckeligen kleinen Progrämmchen aus dem Toolbar per Fingerdruck zu starten, liefen allerdings ins Leere.
Ordnung halten
Denn das musste ich erst einmal lernen: Beim Omnia kann man Widgets nicht einfach starten, indem man sie antippt. Stattdessen muss ich sie erst aus dem Toolbar befreien und auf den winzigen Desktop des Handys ziehen. Da abgelegt lassen sie sich beliebig plazieren und - so wie ich mir das vorstelle - auch per Fingerzeig aktivieren.
Wenn dann nach einer Weile der Handy-Bildschirm mit Symbolen vollgemüllt ist, ist Aufräumen angesagt. Also alle unbenutzten Symbole wieder zurück in den Toolbar sortieren. Ohnehin entzaubern sich einige der Winzprogramme beim ersten Aufruf selbst. Das "Spiele"-Widget beispielsweise tut nichts anderes, als mir den Ordner "Spiele" zu öffnen - in dem das Kügelchenspiel Bubble Breaker und der Kartenklassiker Solitair kurzweilige Unterhaltung versprechen.
| Technische Daten: Samsung Omnia / Simvalley XP-25 | ||
| Samsung Omnia | Simvalley XP-25 | |
| Maße | 112 x 57 x 13 mm | 106 x 53 x 16 mm |
| Gewicht | 125 Gramm | 105 Gramm |
| Standby (lt. Hersteller) | 450 Std. | 150 Std. |
| Sprechzeit (lt. Hersteller) | 10 Std. (2G) / 6,5 Std. (3G) | 4 Std. |
| Datenfunktionen | GRPS, EDGE, UMTS, HSDPA | GPRS |
| GSM | Quadband | Triband |
| Bluetooth | Bluetooth 2.0 EDR | Bluetooth 1.2 |
| USB | Ja | Ja |
| W-Lan | Ja | Nein |
| Digtalkamera | 5 Megapixel | 2 Megapixel |
| Eingebauter Speicher | 8 / 16 GB | 96 MB |
| Audioformate | MP3, AAC, WMA, OGG, AMR | MP3 |
| Sonstiges | GPS, UKW-Radio | - |
| Preis* | 480,- | 139,95 |
| * laut guenstiger.de, Stichtag 18.9.2008 | ||
Beim Versuch, in Bubble Breaker die klitzekleinen Kügelchen hin und her zu schieben, stolpere ich über ein Manko des Omnia: Es ist manchmal ausgesprochen knifflig, mit der Fingerkuppe die Symbole des zugrunde liegenden Windows-Mobile-Betriebssystems zu erwischen. Mir war es beispielsweise nicht vergönnt, die Ruftonlautstärke per Fingerzeig zu justieren. Immerhin lag dem Testgerät ein kleiner Stift bei, mit dem sich die winzigen Schalterchen besser verschieben lassen. Dummerweise ist diese Bedienhilfe nicht ins Gehäuse integriert, muss immer separat getragen und darf nicht vergessen werden.
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Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Handy, das nicht so aussieht wie der Nokia Communicator, kein wirkliches "Not-Book" ist und damit kein Begleiter in allen Lebenslagen. Bei den beiden PDAs fehlt mir einfach [...] mehr...
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