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19.01.2009
 

Google-Handy T-Mobile G1

Das bessere iPhone

Von Matthias Kremp

So sieht die Konkurrenz für Apples Handy aus: Das T-Mobile G1 ist nun auch in Deutschland erhältlich - und es macht sich prima. SPIEGEL ONLINE konnte das Google-Handy vorab testen und stellte fest, dass es das meiste genauso gut kann wie das iPhone. Und manches einfach besser.

Eines wird auf den ersten Blick klar: Das T-Mobile G1 ist anders als andere Handys. Vor allem aber ist es anders als das iPhone, gegen das es als Touchscreen-basiertes und Internet-zentriertes Mobiltelefon antritt. Ein wenig macht es den Eindruck, als hätten die Ingenieure von HTC, jenem taiwanischen Handy-Hersteller, der das G1 für T-Mobile produziert, sich von etlichen erfolgreichen Vorbildern inspirieren lassen und die besten Eigenschaften diverser Handys zusammengeworfen.

Ab dem 2. Februar soll das Telefon auch in Deutschland zu bekommen sein. T-Mobile bietet das G1 zusammen mit einem Zwei-Jahres-Vertrag an. Das Gerät selbst kostet einen Euro - im Rahmen des Handy-Vertrages werden abhängig vom jeweiligen Tarif zwischen 44,95 und 119,95 Euro monatliche Grundgebühr fällig. Wer für seinen Vertrag weniger ausgeben will, muss mindestens 60 Euro zuzahlen, um das Google-Handy zu bekommen.

Die Inspirationen von anderen Handys beginnen beim Touchscreen, der einen großen Teil der Vorderseite des G1 einnimmt. Über dessen Qualitäten gibt es wenig zu meckern. Er ist hell und kontraststark, stellt Farben knackig dar. Als Besonderheit im Vergleich zu anderen Touchscreen-Handys ist der Bildschirm jeweils nach links und rechts um jeweils eine Breite virtuell erweitert. So hat man einen dreifachen Bildschirm zur Verfügung, um Programmsymbole und Ähnliches abzulegen. Von einem Bildschirm zum anderen gelangt man, indem man einfach den aktuellen Bildschirm mit dem Finger zur Seite stupst. Eine klasse Idee, die man auch beim Palm Pre wiederfinden wird - und die man auch von Apples iPhone schon kennt.

Zusätzlich zum Touchscreen verfügt das G1 über eine komplette Tastatur. Über einen stabil wirkenden Mechanismus schiebt man das Display nach oben, um das Tastenfeld freizulegen; der Bildschirm dreht sich dann um 90 Grad. Obwohl die Tasten recht klein und flach sind, kann man mit ihnen erstaunlich gut Texte tippen. Wer mit der Bildschirmtastatur des iPhones nicht klar kommt, findet hier die Erlösung.

Wer Google nicht traut, der hat verloren

Als drittes Bedienelement haben die Entwickler dem G1 noch einen Trackball spendiert. Der funktioniert in etwa wie sein Gegenstück bei Blackberrys. Mit der Fingerkuppe kann man ihn nutzen, um zu navigieren; ein Druck auf den Ball aktiviert das gerade ausgewählte Element. Die Verarbeitung gibt keinen Grund zu Klagen. Die Materialien wirken hochwertig, das Display ist vollkommen plan ins Gehäuse eingesetzt und der Schiebemechanismus, mit dem der Bildschirm nach oben geschoben wird, arbeitet fast geräuschlos.

Android-Projekt: Die Vorteile von Googles Handysystem

Große Reichweite

AP
Googles Betriebssystem ist mit vielen mobilen Endgeräten kompatibel. Je mehr Endgerätehersteller sich in Googles Koalition der Willigen befinden, desto größer ist die Reichweite von Android. mehr...

Kostenlose Verwendung

Anspruchsvolle Dienste für Jedermann

Ausweitung der Nutzermarkts

Für den Anschluss an einen PC ist der USB-Port dagegen nicht vorgesehen. Und genau das ist es, was das G1 von allen anderen aktuellen Handys abhebt. Statt wie üblich von der Festplatte eines Rechners holt es sich Adressbuch und Kalenderdaten von den Google-Anwendungen des Nutzers im Internet.

Im Klartext: Jeder G1-Anwender muss Google-Kunde sein, um die Funktionen seines Handys zu nutzen. Bevor man das Gerät überhaupt in Betrieb nehmen kann, muss man ihm Google-Kontodaten übergeben oder ein neues Google-Konto einrichten.

Wer dem Internet-Konzern nicht traut, hat verloren. Anders als via Google bekommt man seine Daten nicht auf das Mobiltelefon aufgespielt.

Wie lästig: Immer und überall online

Wer damit klarkommt, kann sich glücklich schätzen, wenn seine Daten ohnehin von Google verwaltet werden. Dann ist das Einrichten des Handys eine Sache von Minuten. Alle anderen müssen erst einmal nach einer Lösung suchen, um Termine und Kontaktdaten von ihrem Computersystem in Googles Internet-Anwendungen wie Calender oder Kontaktverwaltung zu übertragen. Meist ist das kein großes Problem. Mit Microsofts Outlook, Apples iCal und dem Yahoo-Kalender zum Beispiel kann man die Datensätze einfach abgleichen.

Diese Art der Online-Synchronisation hat natürlich Vorteile. Alle Geräte, die ihre Daten mit den Google-Servern synchronisieren, sind stets auf demselben Stand.

Allerdings ist das auch einer der großen Nachteile des G1: Es stimmt sich ständig und ohne Zutun des Anwenders mit Googles Servern ab. Das bedeutet, dass man fast zwangsläufig eine Datenflatrate für das G1-Handy braucht. Sonst kann es teuer werden. Vor allem im Ausland, wo teure Roamingtarife fällig werden. Immerhin ist die automatische Synchronisierung abschaltbar - wobei es in den USA Berichte gab, dass sich das Handy manchmal trotzdem mit dem Netz verbindet.

Mobile Breitbandformate

UMTS

Universal Mobile Telecommunications System - wird oft als Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) bezeichnet, da er deutlich höhere Datenübertragungsraten als sein Vorgänger GSM ermöglicht. Deutsche UMTS-Netze schaffen üblicherweise eine Bandbreite von 384 Kbit/s für die Datenübertragung vom Mobilfunkmast zum Endgerät. Reguläre DSL-Anschlüsse bieten heute üblicherweise 1024 Kbit/s. (mehr ...)

HSDPA

GPRS

Edge

WiMax

DVB-T

LTE

Fest steht: Solange man sich im Bereich seines G1-Providers aufhält, in Deutschland also im Netz von T-Mobile, ist die enge Internet-Anbindung des G1 eine tolle Sache. E-Mails, die an den mit dem Handy verknüpften Google-Mail-Account geschickt werden, landen per Push-Mail sekundenschnell auf dem Bildschirm. Das ist Blackberry-Feeling.

E-Mail-Konten anderer Anbieter können auf herkömmliche Weise angefragt werden. Das Zusammenspiel mit manchen der zum Test angelegten Konten funktionierte allerdings nicht reibungslos, es gab immer wieder Verbindungsfehler.

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insgesamt 130 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
27.02.2009 von C.Jung:

Thema ist ja: "T-Mobile G1: Wie gefällt Ihnen das neue Google-Handy?" und nicht, was kann man alles mit Android machen. Genau so ist es beim G1. Will man ein Smartphone für den täglichen Gebrauch so kann man derzeit [...] mehr...

26.02.2009 von robscherl:

Also, um Programme auf einem Linux-Rechner installieren zu können, benötigt man nicht unbedingt Root-Rechte. Das Verzeichnis, in das man installieren will, könnte z.B. schreibbar sein für den User, der installieren möchte. Eine [...] mehr...

26.02.2009 von kikl:

Absoluter Schwachsinn! Es ist vollkommen anders als beim i-phone. Android ist open-source. Die T-mobile-Version ist Android, nicht mehr und nicht weniger! Das i-phone-Betriebssystem ist nicht open source. Darwin ist nicht MAC [...] mehr...

26.02.2009 von kikl:

Überhaupt nicht wie bei Andriod. Sie können MacOS nicht frei herunterladen. Sie müssen dafür bezahlen. Hier, ist der Apple-Store, wo sie es erwerben können: [...] mehr...

26.02.2009 von mobileresident:

Genau diese Root Rechte haben Sie NICHT auf dem G1. WIE kann ich Geld verdienen? Wie rechne ich mit Google oder wem? ab? Ich habe nichts dergleichen im AppStore gesehen. Yup, genau wie beim G1. Sie haben Android, welches [...] mehr...

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