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18.02.2009
 

HD-Handys und 3D-Telefone

Mobiltelefone, die mehr können

Ein Handy als Camcorder? Ein Mobiltelefon, das Internet-Seiten lädt, bevor man sie ansurft? All das und mehr gibt es auf der Handy-Messe Mobile World Congress in Barcelona. Matthias Kremp hat die Highlights herausgepickt.

Der Erfolg kam durch Tarnung. Als die Entwickler des taiwanischen Handy-Herstellers HTC dem Windows-Mobile-Betriebssystem ihrer Geräte eine schicke Oberfläche überstülpten, wurden die asiatischen Mobiltelefone zu Megasellern. Je weniger Windows zu sehen war, desto besser ließen sie sich verkaufen. Kein Wunder also, dass das Unternehmen seine optischen Verbesserung jetzt noch tiefer im Mobil-Windows verankert und das Microsoft-System ganz weit unten vergräbt.

So geschehen bei neuen Handy-Modellen Touch Diamond 2 und Touch pro 2 , die jetzt noch seltener als ihre Vorgänger einen Blick auf Windows preisgeben - und noch besser per Touchscreen bedienbar sein sollen. Zwar hat Microsoft selbst schon ein Update für Windows Mobile angekündigt, bei dem die Fingersteuerung verbessert werden soll, dass aber wird nicht vor dem Sommer fertig.

Außer den Windows-Unterbau zu verstecken, hat HTC auch einige grundlegende Eigenheiten der Benutzerführung verändert. Dabei wurde vor allem der Umgang mit Nachrichten und Kontakten überarbeitet. So soll man nun von den digitalen Visitenkarte einer Person ausgehend deren gesamte Kommunikation mit einem selbst abrufen können. So kann man auf Anhieb sehen, welche Nachrichten man sich gegenseitig per Mail oder SMS geschickt hat, wer wen wann angerufen hat - und wie lange.

Internet per Abruf-Abo

Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE erklärt HTC-Marketing-Chef John Wang allerdings eine andere Erfindung der Taiwaner zum Meilenstein der mobilen Datennutzung: Push Internet. Die neue Technik soll laut Wang dafür sorgen, dass das Websurfen mit dem Handy trotz oft schwächelnder mobiler Datenverbindungen Spaß macht.

Das Grundprinzip ist einfach: Der Anwender definiert vorab Websites die er regelmäßig liest und diese werden von dem Handy dann in frei definierbaren Intervallen auf das Gerät geladen. Derart vorweg abgerufene Seiten stehen unterwegs sofort und ohne Wartezeit zum Lesen bereit.

Unklar ist noch, welchen Einfluss diese Push-Internet-Funktion (die eigentlich eine Pull-Funktion ist) auf den Ladestand des Akkus haben wird. Beim iPhone etwa lässt sich deutlich beobachten, dass sich der Akku sehr viel schneller leert, wenn Push-Dienste aktiviert sind. Ebenso könnte es den HTC-Handys ergehen, da sie vor und nach den Abfragephasen keine Chance haben, in einen tiefen, Strom sparenden Ruhezustand umzuschalten.

3D-Interfaces, Armbandtelefone und DJ-Handys: Lesen Sie auf den folgenden Seiten, welche irren Handys in diesem Jahr noch auf den Markt kommen.

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