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30.06.2009
 

EU-Roaming

Urlaubstelefonate ab Mittwoch billiger

Urlaubsgrüße per Handy sind in diesem Sommer weniger teuer. Ab Mittwoch müssen die Anbieter ihre Gebühren gemäß EU-Vorgaben senken. SPIEGEL ONLINE erklärt, worauf man bei Auslandstelefonaten achten muss, um von den neuen Tarifen zu profitieren.

Berlin - Und wieder geht es den Abzocktarifen an den Kragen: Ab Mittwoch kosten Telefonate mit dem Handy im EU-Ausland erneut weniger Geld. Anrufe mit einem deutschen Mobiltelefon im Urlaub oder auf Geschäftsreise in den Staaten der Europäischen Union dürfen nach einer EU-Verordnung ab 1. Juli nicht mehr als rund 51 Cent pro Minute kosten. Das Annehmen von Anrufen wird mit maximal 22,6 Cent ebenfalls billiger. Für das Versenden von SMS-Botschaften innerhalb der Europäischen Union gilt ab Mittwoch eine Preisgrenze von 13 Cent.

Handygespräche aus dem Ausland: Ab dem 1. Juli werden die Gebühren wieder gesenkt
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DDP

Handygespräche aus dem Ausland: Ab dem 1. Juli werden die Gebühren wieder gesenkt

Ab Juli müssen die Anbieter auch eine für Verbraucher günstigere Taktung anbieten: Bislang rechneten die meisten Mobilfunkanbieter im Minutentakt ab, nun müssen die Firmen nach der ersten halben Minute im Sekundentakt abrechnen. Bei der bislang üblichen Abrechnung im Minutentakt zahlten die Verbraucher nach Angaben der EU-Kommission gut 20 Prozent drauf.

Wer auf Auslandsreisen mit dem Handy oder Laptop im Internet surft, bekommt ab 1. Juli von seinem heimischen Mobilfunkanbieter bei jeder Verbindung Informationen über die Roaming-Preise in dem betreffenden Land zugesandt. Spätestens ab 1. März 2010 müssen die Mobilfunkbetreiber den Kunden außerdem anbieten, zum Schutz vor unerwartet hohen Rechnungen die Verbindung bei Erreichen eines bestimmten Betrags zu kappen. Für Verbraucher, die bis zum 1. Juli 2010 nichts anderes festlegen, wird dieser Betrag auf 50 Euro festgesetzt.

Wie die Handy-Rechnung auch im Urlaub überschaubar bleibt

Kann ich im Ausland einfach mit meinem Handy telefonieren?

Die meisten Handys sind von Anfang an für Roaming, also das Telefonieren in ausländischen Mobilfunknetzen, freigeschaltet. Einige Anbieter verlangen aber eine ausdrückliche Aktivierung - die kostet zwar meist nichts, kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Gerade bei exotischeren Reisezielen ist eine Nachfrage angebracht.

Wie viel kostet das Telefonieren im Ausland?

Lohnt sich ein spezieller Auslandstarif meines Mobilfunkers?

Was muss ich bei SMS und MMS beachten?

Kann ich im Ausland mit dem Handy auch ins Internet gehen?

Wie kann ich noch Geld sparen?

Die führenden deutschen Mobilfunkbetreiber wollen die neuen Euro-Tarife eins zu eins umsetzen, wie Sprecher von T-Mobile, Vodafone und E-Plus der Nachrichtenagentur AP übereinstimmend bestätigten. In Paketlösungen oder über besondere Reisetarife seien aber zum Teil deutlich günstigere Angebote verfügbar.

Auch im Inland sollen die Handykosten transparenter werden: Anbieter von Hotlines mit 0180-Vorwahl müssen künftig die Kosten auch für Telefonate vom Mobiltelefon genau angeben. Die bislang oft sehr teuren Anrufe dürfen künftig zudem nicht mehr als 28 Cent pro Minute oder 40 Cent pro Anruf kosten.

mak/AFP/AP

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