Von Matthias Kremp
Ganze Arbeit haben Nokias Ingenieure bei der Kamera geleistet. Deren Auflösung von fünf Megapixeln ist mehr als ausreichend. Vor allem aber erfreut sie mit einem Autofokus-Objektiv, das sich fix auf das jeweils anvisierte Motiv scharf stellt. Ein kleiner Blitz sorgt zudem dafür, dass man nicht allzuweit entfernte Objekte bei schlechter Beleuchtung ein wenig aufhellen kann. Extrem löblich: Eine kleine Schiebeklappe schützt das empfindliche Glas vor Staub und Kratzern. Das sollte eigentlich Standard sein.
Dasselbe würde man sich auch von der Sperrtaste wünschen, die links am Gehäuse angebracht ist. Mit ihr kann man Bildschirm und Tastatur verriegeln, ungewollte Eingaben verhindern. Das geht wunderbar mit nur einem Finger, man muss das Telefon also nicht beidhändig bedienen, um die Tastensperre zu deaktivieren, sehr praktisch.
Dass im N97 ein GPS-Modul eingebaut ist, versteht sich für ein Nokia der gehobenen Klasse mittlerweile von selbst. Die sprachgestützte Navigationsfunktion der mitgelieferten Karten-Software kann man allerdings nur drei Monate lang kostenlos nutzen. Danach werden Gebühren fällig, die je nach Umfang der gebotenen Funktionen und der abgedeckten Region zwischen fünf Euro für einen Monat und 130 Euro für ein Jahr betragen.
Ohnehin bietet das N97 ab Werk Zugänge zu einigen kostenpflichtigen Nokia-Angeboten. So ist neben dem Nokia Music Store auch der Software-Kauf über den Nokias Ovi Store möglich. Der enthält Anfang Juli immerhin 750 Angebote, viele davon Klingeltöne und Bildschirmhintergründe. Das Gros sind Bezahlinhalte, nur 51 der 750 Angebote sind kostenlos.
Und das gilt auch für das N97: Kostenlos gibt es Nokias Multimedia-Highlight nicht. Für 649 Euro bietet es der Hersteller in seinem eigenen Online-Shop an - ohne Vertrag. Mit Vertrag wird es billiger, Vodafone etwa bietet das N97 ab 200 Euro an. Ein Sonderangebot ist das nicht. Aber das dürfte so gewollt sein, denn schließlich markiert das N97 die Spitze dessen, was Nokia derzeit zu bieten hat - und seine Highend-Produkte lässt sich jeder Hersteller besonders gut bezahlen.
Trotzdem kann man es nicht oft genug wiederholen: Ein iPhone-Killer ist Nokias N97 nicht. Mit der Benutzerfreundlichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und leichter Erweiterbarkeit per Software des Apple-Handys kann es das finnische Edel-Gerät nicht aufnehmen. Für eingefleischte Nokia-User aber, die sich jahrelang an Nokias Nutzerführung und die Eigenheiten der finnischen Handys gewöhnt, diese sogar liebgewonnen haben, ist es das Finnen-iPhone. Sie müssen sich nicht groß umstellen, finden alles dort, wo es auch schon beim letzten Nokia-Handy war, nur bunter, schöner und per Fingerzeig bedienbar.
So gesehen ist das N97 eher ein N95-Killer, denn seinen populären Vorgänger übertrumpft es in jeder Hinsicht - mühelos.
| Nokia N97 | |
| Betriebssystem | Symbian S60, 5th Edition |
| Arbeitsspeicher | 32 GB |
| Erweiterungssteckplatz | microSDCard |
| Bildschirmauflösung | 640 x 360 |
| Bildschirmdiagonale | 8,9 Zentimeter |
| Digitalkamera | 5 Megapixel |
| PC-Anschluss | Micro-USB 2.0 |
| Gewicht | 140 Gramm |
| Maße | 117 x 55 x 16 Millimeter |
| Drahtlose Verbindungen | EDGE, UMTS, HSDPA, W-Lan, Bluetooth 2.0 |
| Standby-Zeit | bis zu 18 Tage |
| Sprechzeit | bis zu 9,5 Std. |
| Musikwiedergabe | bis zu 40 Std. |
| Besonderheiten: | Touchscreen, GPS, TV-Ausgang |
| Preis: | ca.650 Euro (ohne Vertrag) |
| Alle Angaben sind Herstellerangaben | |
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Nokia ist inkonsequent oder betreibt schlechte Informationspolitik. Ich hätte mir ja fast ein N900 gekauft. Es wurde beworben, einen Computer zu ersetzen. Auf dem Linuxhandy konnte man z.B. OpenOffice ausführen, einen [...] mehr...
Also die anzahl verfügbarer "Apps" ist wohl nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal für das Handy selbst. Man kann es auch so deuten, dass man ein Haufen nachinstallieren muß, um "alle" Funktionen zu haben. [...] mehr...
[QUOTE=Johanna.1.15; Während übrigens die Nokia-Telefone, die ich kenne, allesamt tatsächlich auch von Laien ganz einfach bedient werden können.[/QUOTE] Sorry, ich habe mich über Deine Beiträge (ja, die Mühe habe ich mir [...] mehr...
Hallo. In meinem Haushalt befindet sich sowohl ein N97 und ein iPhone 3GS. Ganz klar: das iPhone ist besser! Das N97 ist wirklich nicht schlecht, doch die Benutzung des iPhone mitsamt dem gesamten "drumherum" ist um [...] mehr...
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