Dramatischer Unfall Handy-Explosion tötet Schweißer

Schweres Unglück in chinesischer Fabrik. Durch einen explodierenden Handyakku ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Die Behörden haben Untersuchungen eingeleitet, schließen einen kriminellen Hintergrund aus. Wahrscheinlich ist ein technischer Defekt die Ursache.


Der Tod kam ohne Warnung. Xiao Jinpeng, Elektro-Schweißer in einer Fabrik in Shuangcheng in der chinesischen Provinz Gansu war in seine Arbeit vertieft, als in seiner Jackentasche plötzlich der Akku seines Mobiltelefons explodierte. Obwohl die Explosion selbst noch hätte glimpflich verlaufen können, überlebte der Arbeiter den Unfall nicht.

Wie die Zeitung "Lanzhou Chenbao" (Lanzhou Morning Post) am Dienstag meldet, brach durch die Druckwelle der Explosion eine der Rippen des Schweißers und bohrte sich in sein Herz. Der 22-Jährige sei sofort ins Krankenhaus gebracht worden, erlag dort aber seinen Verletzungen.

Die örtliche Polizei vermutet, die große Hitze könne Auslöser für die Explosion gewesen sein. Am Tag des Unglücks soll es in Shuangcheng ungewöhnlich heiß für die Jahreszeit gewesen sein. Einen kriminellen Hintergrund schließt die Polizei aus. Auch die Vermutung, minderwertige Qualität des Akkus könne Schuld an der Explosion gewesen sein, wollen die Behörden nicht bestätigen.

Bereits 2003 gab es Berichte über explodierende Handy-Akkus. Damals wurden minderwertige Kopien von Marken-Akkus als Unfallursache ausgemacht. Handy-Hersteller wie Nokia kennzeichnen ihre Original-Akkus seither mit Hologramm-Aufklebern.

mak/dpa



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