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Intelligente Mode: Da dudelt die Lederhose

Das Modelabel Lodenfrey zeigt auf der Cebit Lederhosen mit integrierter Steuerung für mobile Musik-Player - der Nachbarstand präsentiert Handy-Taschen mit Strahlenschutz. Und gegen E-Smog-Gefahr aus dem Telefon gibt es jetzt sogar ein Spray.

Anlässlich der Cebit häufen sich die Produkteskapaden rund um das Mobiltelefon. Erstaunlich ist dabei vor allem die Findigkeit, die Hersteller aller denkbaren Branchen an den Tag legen, um ihre Produkte mit Handys oder MP3-Playern zu verknüpfen. Warum sollte man beispielsweise das Traditions-Unternehmen Lodenfrey auf der Computermesse erwarten?

Die Krachlederne mit integriertem MP3-Player
AFP

Die Krachlederne mit integriertem MP3-Player

Die Antwort ist laut Pressemitteilung Innovations-Freudigkeit, die bei Lodenfrey dafür sorgt, dass "Neuerungen und Hightech-Raffinessen auf der Tagesordnung" stehen. Optischer Höhepunkt des Messeauftritts dürfte die MP3-Player-Lederhose sein. Oder genauer: die MP3-Player-Interface-Lederhose. Denn was auf den ersten Blick wie eine Reihe Zierknöpfe neben der Beinnaht anmutet, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Steuerung des mobilen Musik-Gadgets. Und das in der Hosentasche. Neben dem traditionellen Beinkleid mit digitalem Akzent zeigt Lodenfrey auf der Cebit noch weitere Kreationen der neuen Submarke "Tectile".

Schlaue Kleidung

Für Unternehmen wie Lodenfrey wurde auf der Cebit eine eigene Plattform geschaffen, die sich "smartTextiles" nennt. Für "Taschen mit Solarzellen, Rucksäcke mit Kameras oder T-Shirts mit Temperaturmessung" waren auf der Messe immerhin 250 Quadrameter reserviert. Und sogar ein Preis wird in der Sparte "schlaue Kleidung" vergeben: Der "smartTextiles Product of the Year Award", der dieses Jahr an den Handytaschen-Produzenten Mahoki ging.

Mahokis "care.e.packs" sollen zunächst gut Aussehen, aber vor allem "die elektromagnetische Strahlung" abschirmen. Und dies dank einem Material namens "eBLOCKER" zu "99,9999 Prozent", wie das junge Unternehmens aus Hamburg versichert. Vor dem Erwerb der Designer-Taschen sollte man allerdings bedenken, dass Handys bei schlechtem Empfang ihre Sendeleistung aufs Maximum steigern: Ausschalten statt Wegsperren könnte demnach die einfachere Lösung darstellen, wenn man dem eigenen Telefon nicht so richtig über den Weg traut.

Makelloser Teint trotz E-Smog

Den Mobilfunk-Vogel der Saison schießt allerdings nicht Mahokis, sondern die französische Kosmetikmarke Clarins ab. Zwar nicht auf, aber immerhin zeitgleich zur Cebit, präsentierte Clarins das Spray "expertise 3p", das die Haut sogar vor elektromagnetischen Wellen schützen soll.

Dazu enthält das Gesichtsspray einen "Magnetic Defense Complex", der die "negativen Effekte" dieser Strahlung fernhalten soll. Inhaltsstoffe sind nach Angaben von Clarins die Pflanze "Rhodiola Rosea", zu deutsch Rosenwurz, und das Bakterium "Thermus Thermophilus". Dieses ist eigentlich in warmen Quellen zu Hause.

Für alle, denen dies dann doch zu exotisch scheint, enthält "expertise 3p" auch noch den "Anti-Pollution Complex" mit weißem Tee - zum Schutz vor ganz gewöhnlichem Smog ohne "E".

Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler

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