iPhone 3G Doppelt so schnell, immer noch Mängel

Revolution oder Evolution? Am Freitag kommt die Neuauflage des Apple-Handys in die Läden, mit schnellem Datenfunk, GPS-Positionsbestimmung und vielen neuen Software-Funktionen. Matthias Kremp hat eines der ersten Exemplare getestet.


Der große Hype bleibt dieses Mal aus: Nur vereinzelt bilden sich in den USA Wartenschlangen jener Phone-Fans, die unbedingt die Ersten sein wollen, die am 11. Juli ein neues iPhone 3G nach Hause tragen können. Doch das Interesse am Apple-Handy bleibt dennoch ungebrochen hoch - auch in andern Ländern: In einer Umfrage gaben 20 Prozent der befragten Briten an, das neue Modell kaufen zu wollen. Es könnten sogar noch mehr sein, wären die mit dem Kauf gekoppelten Tarife günstiger.

Erstaunlich dabei: Kaum einer der Kaufwilligen dürfte das Objekt seiner Begierde bereits in Händen gehalten haben, die meisten würden also blind zugreifen. Müssen sie aber nicht, denn SPIEGEL ONLINE konnte sich bereits zwei Wochen vor dem Verkaufsbeginn eines der wenigen Vorseriengeräte sichern und seitdem ausführlich testen.

Äußerlich hat sich auf den ersten Blick nicht viel getan, auf den zweiten aber schon. Deutlichste Änderung: Die Rückseite ist jetzt aus Plastik, nicht mehr aus Aluminium. Apple begründet das damit, dass die Antennen von zehn Sende- und Empfangseinheiten (Quadband GSM/EDGE, Triband UMTS/HSDPA sowie Bluetooth, W-Lan und GPS) optimal untergebracht werden mussten. Metall hätte den Empfang behindert. Positiver Nebeneffekt: Das neue iPhone liegt mit seiner abgerundeten Rückseite prima in der Hand. Negativer Nebeneffekt: Die Rückseite sieht viel schneller schmutzig aus. Subjektiver Nebeneffekt: Mir hat die matte Alu-Oberfläche einfach besser gefallen.

Merkwürdig: Obwohl der Kunststoffdeckel des neuen iPhone eigentlich für besseren Empfang sorgen soll, scheint zumindest die Anbindung an W-Lan-Netzwerke weniger gut zu funktionieren. In der SPIEGEL-ONLINE-Redaktion, die von diversen Funknetzwerken umgeben ist, erkennt das alte iPhone vier W-Lans, das neue aber nur eines. Ein zum Vergleich herangezogenes Notebook fand sogar acht der drahtlosen Netze.

SPIEGEL ONLINE

Auf Nachfrage konnten Apples Techniker in den USA dieses Verhalten allerdings nicht nachvollziehen. Vermutlich, so das Urteil der Spezialisten, handele es sich um eine Macke des getesteten Vorseriengeräts.

Schneller Surfen, wissen, wo man ist, E-Mail-Zustellung im Eilverfahren und vieles mehr: Das iPhone 3G im Test:



insgesamt 20 Beiträge
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SchneiderWeisse63 10.07.2008
1. Geht das denn schon wieder los?
Das neue iPhone kommt. Gut. Wissen wir jetzt. Braucht's einer? Hat Apple wieder so viele Journalisten-Handys verschickt, dass wir jetzt überall und wochenlang mit unnützem Wissen über Features zugeballert werden, über die das neue Gerät so verfügt und andere vielleicht nicht oder jedenfalls nicht so. Herrschaftszeiten: Es ist doch nur ein Telefon!
mime 10.07.2008
2. ähm
Zitat von SchneiderWeisse63Das neue iPhone kommt. Gut. Wissen wir jetzt. Braucht's einer? Hat Apple wieder so viele Journalisten-Handys verschickt, dass wir jetzt überall und wochenlang mit unnützem Wissen über Features zugeballert werden, über die das neue Gerät so verfügt und andere vielleicht nicht oder jedenfalls nicht so. Herrschaftszeiten: Es ist doch nur ein Telefon!
Eben nicht ;)
Rabenfeder 10.07.2008
3. Warum das iPhone (und Macs) polarisieren...
Jetzt geht es wieder los, die einen wettern, das Gerät sei kalter Kaffee, andere hätten größere Kameras und andere Features. Die "Apple-Ablehner" eben. Und die "Apple-Evangelisten" brechen auf zu neuen Lobpreisungen der Produkte. Nur ein Telefon? Nur ein Computer? Ja und nein! Die Hardware ist vergleichbar, scheinbar teurer aber eben auch schicker und in manchen Details praktischer (Ich liebe meinen Magnetplug am Netzanschluß des Notebooks, nie wieder herausreißende Stromkabel!) Und sie machen vieles anders... und um ehrlich zu sein, alleine dafür liebe ich sie. Sie hielten Microsoft eine Herausforderung vor, die viel bewegte, vor allem für uns! "Apple-User" zu sein macht Spaß, klar gibt es hier und da Probleme und Sorgen, auch Fehlfunktionen und Bugs, ist man aber wie ich seit gut 15 Jahren in "beiden Welten" (Windows und OS X) unterwegs, schätzt man die Unterschiede. Derzeit bin ich sehr zufriedener Nokia-User, doch wohl nur solange, bis Vertragsvielfalt mir bei meinem Mobilfunkpartner ein iphone ermöglicht. Denn was seit dem iphone in der "Handy-Szene" passiert ist, ist teilweise richtig umwälzend und gut. Und sei es auch nur, weil viele mal über neue Ideen nachdenken. Und war es nicht ein Apple der einst Isaac Newton auf den Kopf fiel und damit wichtige Gedanken der heutigen Technik auslöste? Darum Apple, weiterso, habe Ideen, Visionen und Gedanken, was gefällt bereichert unser Leben, was nicht können wir ja auch ignorieren... ;-) P.S.: ...wer hat übrigens gesagt, das alle ein Produkt gutfinden müssen?
conejon 10.07.2008
4. Kremp heißt die Journaille...
Eben hieß es noch "Doppelt so schnell, genauso schön" Jetzt plötzlich "Doppelt so schnell, immer noch Mängel" Schöner Vorzeichenwechsel und süß, wie hier Begeisterung mit notdürftiger Nörgelei kaschiert wird...
doctor manhattan 10.07.2008
5. Die Großen Vier
Gut dass nach David Pogue, Walt Mossberg und Ed Baig jetzt Matthias Kremp sein Urteil abgegeben hat, danke Matthias! Hier sieht am wie Steve nach der Ankündigung des 3G aussah… er musste sich am Bühnenrand durch die Menfe kämpfen ;)) http://flickr.com/photos/marzipanguy/2566027202/sizes/o/
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