iPhone 3G S und die Konkurrenz: Sommer der Smartphones

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Apple hat pünktlich zur Entwicklerkonferenz WWDC eine neue Version des iPhone vorgestellt. Aber das ist nur der Anfang: In den kommenden Wochen und Monaten wird es Smartphones regnen.

Wirklich bahnbrechende Neuerungen hat das neue iPhone 3G S nicht zu bieten. Es ist schneller geworden, klar, aber über die Performance gab es ohnehin kaum Klagen. Es kann jetzt Videos aufzeichnen, etwas bessere Fotos schießen und hat einen Kompass-Chip eingebaut. Außerdem lässt es sich jetzt per Sprache steuern, kennt die Befehle Kopieren und Einsetzen und kann endlich auch MMS-Nachrichten verschicken und als Mobilfunk-Modem am Notebook genutzt werden.

Ob man die letztgenannten Funktionen auch beim deutschen iPhone-Partner T-Mobile nutzen kann, war am Montagabend noch unklar. Inzwischen bestätigt ein Unternehmenssprecher SPIEGEL ONLINE: Ja, MMS werde man im deutschen Netz nutzen können. Je nach Mobilfunkvertrag sind unterschiedliche Kontingente solcher Multimediamitteilungen im Grundpreis enthalten. Jede zusätzliche MMS soll mit 0,39 Euro berechnet werden.

Auch die Modemfunktion, das sogenannte "Tethering", wird T-Mobile unterstützen. Dafür wird allerdings eine gesonderte Gebühr fällig, ähnlich wie es der Konzern schon bei der Internet-Telefonie (VoIP) in seinen Netzen handhabt. Exakte Preise hierfür sind aber noch nicht festgelegt.

Der Aufstieg kostet extra

Klar ist, was das iPhone künftig kosten wird: Die Highend-Variante mit 32 GB Speicher wird im günstigsten Tarif (Complete XS, 25 Euro pro Monat) 250 Euro kosten. Im teuersten Tarif (Complete L, 120 Euro pro Monat), ist es für einen Euro fast geschenkt. Das iPhone 3G S mit 16 GB kostet rund die Hälfte, also maximal 130 Euro, während der Preis für das noch aktuelle iPhone 3G mit 8GB auf höchstens 60 Euro gesenkt wird.

Wer bereits ein solches iPhone 3G besitzt, sollte vor dem Kauf des neuen Modells allerdings genau nachrechnen. Zwar gibt es die Möglichkeit, vom 3G auf das 3G S aufzurüsten, dafür will T-Mobile unbestätigten Angaben zufolge aber 25 Euro pro Monat für die Restlaufzeit des noch geltenden Vertrags berechnen. Wer also beispielsweise noch zwölf Monate an seinen iPhone-Vertrag gebunden ist, zahlt für den Umstieg 300 Euro extra.

Doch das ist möglicherweise gar nicht nötig, denn viele der neuen iPhone-Funktionen wird man auch auf den iPhones der ersten und zweiten Generation nutzen können. Das entsprechende Update soll am 17. Juni bereitstehen - kostenlos.

Aber auch wer noch gar kein iPhone hat, nur mit der Anschaffung eines neuen Handys mit Touchscreen, Internet-Anbindung und Multimedia-Funktionen liebäugelt, sollte nicht vorschnell einkaufen gehen. Schließlich haben auch andere Eltern schöne Töchter. Soll heißen: Vieles von dem, was das iPhone 3G S kann, können andere Smartphones auch.

Denn auch Nokia, Research in Motion (RIM), Samsung und all die anderen haben neue Smartphones in der Pipeline. Viele davon sollen in den nächsten Wochen auf den Markt kommen, zumindest eines davon gibt es bereits. Sicher ist aber auf jeden Fall, dass es ein heißer Handy-Sommer wird. Die Mobilfunk-Giganten und auch ihre kleinen Konkurrenten werden sich mit spektakulären Ankündigungen zu überbieten versuchen.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten alles über die Handy-Highlights des Sommers. SPIEGEL ONLINE hat die wichtigsten iPhone-Verfolger zusammengetragen.

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