Mit dem Handy ins Internet Mobiles Surfen muss nicht teuer sein

E-Mail, Nachrichten, Chats: Moderne Handys bieten per Mobilfunknetz Zugriff auf das ganze Internet. Passende Tarife gibt es für jeden Geldbeutel und jedes Anwendungsszenario - zu Preisen, die mittlerweile für fast jedermann bezahlbar sind.


Mit dem Handy zu surfen, ist eine praktische Sache: Man kann von unterwegs Fahrpläne abrufen, sich in einer fremden Stadt über Museen oder Veranstaltungen informieren, Sportergebnisse anschauen, nebenbei ein paar E-Mails beantworten oder sich per Handy-Zeitung auf dem Laufenden halten. Das mobile Internet liegt voll im Trend. Was noch vor ein paar Jahren Luxus war, ist inzwischen für wenig Geld zu haben. Und der Preis für mobile Datentarife sinkt weiter.

Surf-Handy auf der Cebit: Datentarife fürs Handy sind erschwinglich geworden
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Surf-Handy auf der Cebit: Datentarife fürs Handy sind erschwinglich geworden

"Heute gibt es kaum noch einen Grund, auf mobile Datennutzung zu verzichten", sagt Markus Weidner vom Online-Magazin teltarif.de. Die meisten Homepages gibt es inzwischen auch als mobile Version. Und auch die Handy-Browser werden immer besser und können längst auch normale Homepages darstellen. Weidner empfiehlt Opera Mini, denn es ist kostenlos, sehr sparsam im Datenvolumen und passt normale Seiten ans Handy an.

Fast alle Mobiltelefone sind zum Surfen geeignet.

Probleme gibt es allenfalls mit sehr günstigen Einsteigergeräten oder mit Modellen, die älter als zwei Jahre sind. Wer ein Handy zum Surfen sucht, sollte allerdings auf ein großes Display achten. Der Trend geht laut Weidner ohnehin in diese Richtung: Touchscreen und Display über die ganze Vorderseite wie beim iPhone werden künftig auch andere Handys haben. Wichtig ist ein guter Akku, denn durchs Surfen steigt der Stromverbrauch.

Die Wahl des Tarifs hängt wie bei allen Mobilfunkangeboten vom Nutzungsverhalten ab. "Wer den Zugang nur ab und zu benötigt und dann nur Mails liest und beantwortet sowie einige wenige Webseiten aufruft, braucht keine großen Datenpakete oder gar Flatrates", sagt Weidner. Umgekehrt kann es richtig teuer werden, wenn man ohne Paket oder Flat viel mit dem Handy im Internet surft.

Wer nicht sicher ist, zu welcher Nutzergruppe er gehört, sollte sich zunächst die Prepaid-Karte eines Discounters holen. Der Datenpreis liegt bei 24 Cent pro Megabyte, eine Grundgebühr fällt nicht an. Seit Anfang 2007 bieten die Prepaid-Discounter im E-Plus-Netz wie simyo, Blau oder ALDI-Talk "By-call"-Tarife an, und viele andere sind inzwischen mit ähnlichen Konditionen nachgezogen. Solche Angebote sind für Nutzer ideal, die weniger als 40 Megabyte Daten im Monat verbrauchen.

Flatrates sind für Viel-Surfer

Ist die Prepaid-Karte hingegen schon nach wenigen Tagen verbraucht, ist man mit einem festen Volumenpaket oder einer Flatrate besser bedient. Wer monatlich zwischen 50 und 200 Megabyte versurft, sollte zum Datenpaket greifen, das schon ab zehn Euro monatlich erhältlich ist.

Allerdings muss man aufpassen, dass man das Datenvolumen nicht überschreitet, warnt Weidner. Denn jedes zusätzliche Megabyte geht richtig ins Geld. Vielnutzer sollten daher auf eine mobile Internet-Flatrate ausweichen, die es ab 25 Euro gibt.

Flatrate ist nicht gleich Flatrate

Vor dem Abschluss sollte man sich die inbegriffenen Leistungen genau anschauen. So kann man mit der Flat von Vodafone oder T-Mobile laut Weidner zwar surfen und E-Mails lesen, aber Instant Messaging ist ausgeschlossen. Die E-Netze lassen den Kunden in dieser Hinsicht hingegen freien Lauf. Wer ein Datenpaket sucht, hat große Auswahl: Die Provider nehmen sich vom Volumen her nicht viel, es liegt generell zwischen 200 und 250 Megabyte. Und auch die Preise weichen kaum voneinander ab.

Wichtig sind in jedem Fall die Laufzeiten. Die Preise für mobiles Surfen sind im freien Fall, und wer sich langfristig bindet, zahlt drauf. Der Trend geht laut Weidner allerdings generell zu längeren Laufzeiten, denn die Provider versuchen, die Kunden an sich zu binden. Momentan sieht T-Mobile für solche Pakete eine Laufzeit von drei bis sechs Monaten vor. Bei O2 und E-Plus sind es hingegen nur zwei Monate. Vodafone koppelt die Datenoption an das Ende der Handy-Vertragslaufzeit.

Sandra Schipp/ddp



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