Sparhandys Billig, praktisch, gut

So billig war der Einstieg ins mobile Telefonieren noch nie: Heute erhalten Sie im Web und Fachhandel Marken-Handys ohne SIM-Lock und Vertrag für unter 100 Euro. Eine echte Alternative zum Handy vom Netzbetreiber.

Von Bernhard Jodeleit und Josefine Milosevic


Tausend Versuchungen - sie lauern auf uns, werden uns ans Herz gelegt und notfalls aufgeschwätzt: in Deutschlands Netzbetreibershops. Kaum ein Handy ohne Super-Sonderdienst, mobiles Surfen und Fernsehen, bunte MMS-Nachrichten und riesige All-inclusive-Pakete. Nicht »all you can eat«, sondern »more than you can eat« lautet die Devise.

Sparhandys: Nice Price

Sparhandys: Nice Price

Doch es geht auch anders: Steigen Sie aus, nehmen Sie die Sache selbst in die Hand und staunen Sie, wie günstig mobiles Telefonieren heute sein kann, wenn man auf die modernsten Trends verzichtet. Wir haben zehn Handys von 49 bis 149 Euro unter die Lupe genommen, die mit aktuellen Modeerscheinungen brechen und sich aufs Wesentliche konzentrieren, nämlich auf Telefonie und SMS. Alle zehn sind Markengeräte in ordentlicher Qualität, einen richtigen Reinfall konnte connect beim Praxistest der Billigheimer nicht ausmachen. Doch worauf sollten Sie beim Handykauf im Billigsement achten?

Sparen Sie sich die Kamera

Muss es ein Kamerahandy sein? Alle Handys in unserer Übersicht verzichten auf die Linse. Das schlägt sich in einem besseren Preis-Leistungsverhältnis nieder, denn auch ein - praktisch völlig unbrauchbarer - Verlegenheitsfotoapparat mit VGA-Auflösung kostet mehr Geld.

Benötigen Sie WAP und MMS?

Als Kunde, der sich für Einfachst- Telefone interessiert, wahrscheinlich nicht. Gut so, denn Handys, die kein GPRS und damit kein WAP oder MMS unterstützen, sind ohne Vertrag und SIM-Karte/SIM-Lock deutlich billiger zu haben als Modelle mit diesen Funktionen. Allerdings wird Ihnen der Berater im Netzbetreibershop kaum zu einem solchen Handy raten, denn Vodafone, T-Mobile & Co. wollen die Nutzung ihrer Multimediadienste pushen und verkaufen ungern Geräte, die diese nicht unterstützen.

Farben: schön, aber teuer!

Auch im Segment der Billigtelefone haben sich Farbdisplays auf breiter Front durchgesetzt. Schade, denn fast immer gehen die Hersteller hier Kompromisse bei der Auflösung ein. Monochrome Anzeigen sind bei Billighandys oft vorzuziehen, weil sie besser ablesbar sind und weniger Strom verbrauchen.

Meiden Sie SIM-Lock-Geräte War es kürzlich noch die Regel, Billighandys im Paket mit Netzbetreiber- SIM-Karte zu kaufen, sollte dies heute die Ausnahme sein. Denn in Prepaid-Packs stecken fast immer Geräte, die per SIM-Lock ans jeweilige Netz gebunden sind - den Anbieter wechseln können Sie erst nach zwei Jahren oder wenn Sie eine Entsperrgebühr zahlen. Besser ist es, gleich ein Handy ohne SIMLock zu kaufen, dann sind Sie in Ihrer Entscheidung für ein Netz frei und können von Tarif-Discountern profitieren.



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