Das finnische Ministerium für Verkehr und Telekommunikation verspricht den Bürgern schnelle Datenübertragung: Im kommenden Juli soll ein Gesetz in Kraft treten, das jedem Bürger das Recht auf einen 1-Megabit-Anschluss zugesteht, berichtet der finnische Rundfunk YLE.
Die finnische Regierung hatte schon im vorigen Jahr ein ambitioniertes Programm zur Breitbandversorgung angekündigt. Damals hieß es, Ende 2015 solle jeder Finne einen einklagbaren Anspruch auf einen Internetanschluss mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) Bandbreite bekommen. Die Einschränkung: Die gut 2000 extrem abgelegenen finnischen Haushalte sollen davon ausgenommen sein. Außerdem bedeutet Anrecht konkret das Recht darauf, dass der Anschluss nicht weiter als zwei Kilometer vom Wohnort liegt.
Vor Finnland haben andere Staaten ihren Bürgern schon eine ähnliche Breitband-Mindestversorung zugesprochen. In der Schweiz ist seit 2008 ein Internetzugang mit 600 Kbit/s Down- und 100 Kbit/s Upload-Bandbreite Teil des sogenannten Grundversorgungskatalogs.
In Australien gilt die sogenannte " Australian Broadband Guarantee", derzufolge Bürger einen Anspruch auf einen Anschluss mit 512 Kbit/s Down- und 128 Kbit/s Upload-Bandbreite haben - mit einem Inklusiv-Übertragungsvolumen von drei Gigabyte im Monat darf dieser Anschluss über drei Jahre nicht mehr als 2500 Australische Dollar kosten (umgerechnet etwa 40 Euro im Monat).
lis
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